Würden Sie auch gerne mit ins All fliegen?

18. Juli 2021

Der Traum, wie ein Vogel zu fliegen, ist so alt wie die Menschheit.

Der Traum, die Erde aus dem All zu sehen, ging nun für den Milliardär Richard Branson in Erfüllung. Er ist mit seinem Raumschiff noch vor Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall geflogen und wohlbehalten wieder auf der Erde gelandet. Die „VSS Unity“ stieg am vergangenen Sonntag nach dem Start im US-Bundesstaat New Mexico auf eine Höhe von mehr als 80 Kilometern. Nach wenigen Minuten, in denen die Astronauten Schwerelosigkeit erfuhren, setzte das Raumschiff zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre an und landete schließlich wieder auf dem kommerziellen Weltraumbahnhof Spaceport America.

Branson gratulierte noch im Landeanflug seiner Firma Virgin Galactic und nannte die Erfahrung „Wunderschön“. Der 70-Jährige war mit zwei Astronautinnen und drei Astronauten aufgebrochen. Das Raumschiff war zunächst unter einem Mutterflugzeug auf eine Höhe von etwa 14 Kilometer gebracht und dann abgesetzt worden. Ziel von Branson – und auch von Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tesla-Chef Elon Musk – ist es, ins Geschäft mit dem Weltraumtourismus einzusteigen. Doch Bransons All-Trip ist auch ein gelungener PR-Coup gegen seinen Konkurrenten Bezos.
Der reichste Mann der Welt hatte in den vergangen Wochen seinen Flug ins Weltall am 20. Juli mit großen Aufwand beworben – dann kam Branson und kündigte an, dass er neun Tage früher starten werde. Das 18 Meter lange „VSS Unity“-Raumflugzeug bietet zwei Piloten und sechs Passagieren Platz. Ab 2022 soll es Touristen ins All bringen.
Der steinreiche Abenteurer ist bei Weitem nicht der erste Tourist in der Schwerelosigkeit, doch will er mit Virgin Galactic kommerzielle Weltraumflüge salonfähig machen – genauso wie Jeff Bezos und Elon Musk. Eine knappe Viertelmillion soll der rund einstündige Trip ins All kosten.

Vom Prinzip her ist es nicht schlecht, aber wir würden das Geld lieber anders einsetzen. Ein Blick vom Berg Zugspitze aus, wäre mir viel lieber, weil es einfach schön ist. Ich liebe die Berge und meine Frau das Meer. Daher wechseln sich unsere Urlaube immer ab. Aber in den Bergen gibt es auch Wasser, Seen und Klamms, die man durchwandern kann. Ich fliege nicht nach Malle und trotze nicht Corona, nur weil ich es kann. Nur um in 80 Kilometer Höhe für fünf bis sieben Minuten Schwerelosigkeit für eine Viertelmillion zu erleben, nein, Danke! In meinen Augen ist es nur Konkurrenzdenken, der Macht wegen. Wir hatten unseren Urlaub, sind aber wegen Corona nirgends hingefahren. An der See ist es uns zu voll. Wenn, dann fahren wir mit dem Wohnmobil im September noch mal weg – Carola und Volker Arndt aus Bomlitz

Ich kann es mir gut vorstellen. Ich würde gerne mal die Schwerelosigkeit erleben. Ich habe als Kind immer die Geschichte von „Benjamin Blümchen auf dem Mond“ gehört und seitdem schwärme ich davon. Ich kann es nachfühlen. Ich habe etwas Höhenangst, aber die Welt von oben zu sehen, muss schon krass sein. Es ist ein so bereicherndes Erlebnis, dass ich das Geld, wenn ich es hätte, dafür ausgeben würde. Ich würde auch gerne mal mit dem Fallschirm springen. Das kostet „nur“ 200 Euro. Das hatte ich mir zum 18. Geburtstag gewünscht. Stattdessen habe ich ein Auto bekommen. Vielen Dank meiner lieben Familie dafür – Julia Hablick aus Hodenhagen

Wenn man das Geld hätte, wäre es ganz reizvoll, diese Erfahrung machen zu können. Aber das Geld kann man deutlich besser anlegen und verwenden, und auch aus ökologischer Sicht geht es gar nicht! Wir diskutieren um Ökobilanz, Feinstaub und den ökologischen Fußabdruck und auf der anderen Seite geht es darum, den Weltraumtourismus zu realisieren. Das widerspricht sich. Daher kommt es für mich nicht in Frage. Urlaub ist für mich da, um zu relaxen, die Batterien wieder aufzuladen und um eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Da ist der Urlaubsort auch zweitrangig. Wir werden dieses Jahr an die Nordseeküste fahren. Deutschland hat tolle Ecken – Markus Meyer aus Kleinharl

Ich würde auch gerne mitfliegen. Ich war schon immer fasziniert vom Weltall und der Astronomie. Alexander Gersts Raumfahrt habe ich auch verfolgt. Der Mix aus Schwerelosigkeit und der Blick auf die Erde ist es, was den Reiz ausmacht. Wer bekommt sonst eine Chance dazu? Ich habe auch schon überlegt, zur ESA zu gehen, doch da braucht man sehr gute Noten im naturwissenschaftlichen Bereich. Wenn man schon so viel Geld hat, um ins All zu fliegen, hat man auch noch Geld über, um etwas an Wohltätigkeitszwecke zu spenden. Ich persönlich würde auch immer etwas spenden. Es muss in der Waage bleiben, etwas für sich und für andere zu tun. Ich bin auch eher der Abenteuerurlauber – Annika Schiemann aus Bomlitz

Ich finde die Bilder im Fernsehen von Alexander Gerst toll, aber mir persönlich ist es zu hoch. Das Geld würde ich lieber für andere Dinge, für die Kinder und meine Familie ausgeben. Außerdem übersteigt die Aktion auch mein Sicherheitsgefühl. Ich würde das Geld auch spenden, zum Beispiel an krebskranke Kinder. Wir fahren gerne ans Meer. Aber nur am Strand liegen, ist mir zu langweilig. Daher unternehmen wir immer viel, wenn wir im Urlaub sind – Ludmila Fritz aus Walsrode

Ich halte es nicht für nötig. Aber die Milliardäre, die sich langweilen, brauchen immer einen besonderen Kick. Sie haben alles und alles erlebt, da gibt es keine Steigerung. Trotz allem bin ich der Meinung, dass man das Geld anders anlegen könnte. Besonders jetzt zu Coronazeiten. Viele Menschen auf der Welt hungern, vielen geht es schlecht, und sie wissen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen. Und da werden Millionen ins All geballert. Ich bin ganz bodenständig und Krebs vom Sternzeichen her. Mich kann man drei Wochen an den Strand legen und später wieder abholen. Wir waren zwei Mal in Cuxhaven-Duhnen auf Tagesausflug. Wenn Corona es zulässt, fliege ich im Herbst noch einmal in die Sonne – Carmen Knöpfler aus Walsrode

Schlagworte:




Comments are closed.

Back to Top ↑