Wünschen Sie sich auch mehr freie Feiertage?

6. November 2016

Im kommenden Jahr hat Niedersachsen einen Feiertag mehr

„Drei heilige Könige“, Allerheiligen und auch zum Fronleichnam haben überwiegend katholische Bundesländer an diesen Feiertagen frei, während  der hohe Norden darauf verzichten muss. Aber im nächsten Jahr wird es zumindest auch in Niedersachsen einen zusätzlich freien Tag geben. Da jährt sich zum 500. Mal Martin Luthers Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.

Aufgrund dieses Jubiläums sprach sich die Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember 2012 dafür aus, den Reformationstag 2017 bundesweit als gesetzlichen Feiertag zu begehen. Nach und nach stimmten die einzelnen Landtage über diesen Vorschlag ab. Zur Freude der Arbeitnehmer willigten alle Länder ein.

Besonders lohnenswert ist der zusätzliche Feiertag für die Einwohner von Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland: Da hier Allerheiligen am 1. November ein gesetzlicher Feiertag ist, ergeben sich mithilfe eines Brückentages ganze fünf freie Tage am Stück. Zu den drei bundesweiten Brückentagen gesellen sich zwei weitere, bundeslandspezifische Brückentage.

Während Weihnachten 2017 für gleich vier freie Tage am Stück sorgt (23. bis 26. Dezember) und die gewohnt langen Wochenenden an Ostern (14. bis 17. April) und Pfingsten (3. bis 5. Juni) die Arbeitswoche verkürzen, ergibt sich auch aus den „Heiligen Drei Königen“ am 6. Januar (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt) und aus dem Tag der Arbeit am 1. Mai ein verlängertes Wochenende. Und die lassen sich am besten für kleine und große Ausflüge nutzen.

Schön wäre es, wenn wir auch drei Feiertage mehr hätten. Die Bayern könnten uns einen abgeben. Aber es ist schwer zu sagen, wie es geregelt werden soll. Warum haben sie uns den Buß- und Bettag weggenommen? Nur für den Tag der Deutschen Einheit? Daher sollte es einheitlich in Deutschland geregelt werden. Brückentage könnten besser genutzt werden, besonders für die Familien für einen Ausflug ins verlängerte Wochenende. Darüber würden sich alle freuen, man hat einfach zu wenig Freizeit – Thorsten Siems aus Benzen

Ich finde schon, dass es in allen Bundesländern gleich sein sollte. Schließlich profitieren alle von den Feiertagen. Man würde sich schon freuen, wenn man hier drei Tage mehr frei hätte. Die Feiertage sind auf die Katholiken abgestimmt. Aber nur weil man einer anderen Kirche angehört, sollte es keine Unterschiede geben. Ich bin ja kein anderer Mensch. Andere Religionen profitieren auch davon und haben frei. Als ich noch berufstätig war, habe ich die Brückentage genutzt. Zurzeit bin ich im Mutterschutz – Jennifer Häring aus Visselhövede

Für mich sind die Feiertage völlig ausreichend. Es wäre aber sinnvoll, wenn die Feiertage bundesweit einheitlich geregelt wären. Ich habe mal acht Jahre in Bayern gelebt. Da gibt es zusätzlich „Drei Heilige Könige“, Allerheiligen und Fronleichnam als freie Feiertage. Die Bayern würden sich beschweren, wenn man ihnen die Feiertage nehmen würde. Fronleichnam muss hier im Norden nicht gefeiert werden. Es ist aber dort ein sehr hoher, schöner kirchlicher Feiertag mit großen Prozessionen – Gertrud Küsel mit Else Friedrich aus Bad Fallingbostel

Für Familien wäre es generell schön, wenn es mehr Feiertage gäbe. Die Urlaubstage kann man nicht mit zwei, drei freien Tagen vergleichen, weil man an den Tagen nicht so weit wegfährt. Dann macht man es sich eher zu Hause gemütlich, bei Kaffee und Kuchen und lädt noch die Großeltern ein. Da hat man mehr von. Ich habe in der Woche genug Aktion. Da bin ich froh, wenn ich es zu Hause gemütlich ausklingen lassen kann. In der Woche hat man kaum Zeit füreinander. Wenn die Feiertage den Familien zugute kämen, wäre es schön – Oliver Laubinger aus Hodenhagen

Von mir aus gerne. Es wäre nicht schlecht für die Menschen, die arbeiten müssen, wenn sie drei Tage mehr frei hätten. Man hat so schon wenig Urlaub. Da haben die Bayern und die Nordrhein-Westfalen mehr frei, während wir arbeiten gehen müssen. Obwohl die Feiertage bei uns weniger Bedeutung haben, sollten sie bundesweit gleich geregelt sein. An Brückentagen fahren wir oft zu meiner Familie, die rund 200 Kilometer entfernt wohnt und nutzen die Tage zum Familientreff oder wir machen einfach zu zweit einen Ausflug – Gabriele Wegner aus Walsrode 

Es findet bestimmt jeder gut, wenn er drei zusätzliche Tag frei hätte. Ich finde die unterschiedlich geregelten Feiertage in Deutschland nicht in Ordnung. Man sollte sich einigen können. Aber es wird schwierig, da es sich um katholische und evangelische Länder handelt. Daher sollte für Norddeutschland ein Ausgleich für die Feiertage geschaffen werden. Die Tage wären für junge Familien wichtig und man kann so viel zu Hause schaffen. Besonders, wenn einem nicht so viele Urlaubstage zustehen – Merle und Heike Marquardt aus Kirchboitzen 

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