Foto: HK-PR

Wo die Uhren erholsam ticken

19. April 2015

Sommerzeit in den Allgäuer Hörnerdörfern – Wandern im Naturpark exklusiv

Die Bergnatur im Allgäu steckt voller Erlebnismöglichkeiten und Erholsamkeit für alle Sinne. Besonders viel davon bieten fünf ursprüngliche Bergdörfer im grenzüberschreitenden Naturpark Nagelfluhkette zwischen Allgäu und Vorarlberg. Das sind Balderschwang, Bolsterlang, Fischen, Obermaiselstein und Ofterschwang. Gemeinsam nennen sie sich die Hörnerdörfer, denn ihre Hausberge tragen ein „Horn“ im Namen, wie etwa das „Rangiswanger Horn“. Eine Besonderheit der Hörnerdörfer ist ihre Lage mit aussichtsreichen Wiesenhügeln, nordisch anmutenden Bergwäldern und einfach zu erwandernden Gras- und Blumenbergen mit dem Riedberger Horn als höchster Erhebung auf knapp 1800 Metern ü.M.

Die Bergregion ist das sanfte wie ursprüngliche Panorama-Paradies des Allgäus, liegt sie doch direkt vor den über 2.000 Meter hohen Allgäuer Bergriesen. Treuer Begleiter beim Wandern oder Radfahren ist deshalb das grandiose Bergpanorama vom Grüntenmassiv über die Oberstdorfer Berge bis zum Allgäuer Hauptkamm und den Vorarlberger Gipfeln. Ein Highlight ist die Hörner-Panoramatour über die breiten Gras- und Blumenwiesen der Hörnerkette. Jeder Weg bietet inspirierende Ausblicke und Eindrücke. So begleitet der Duft von Bergblumen und Wiesengräser den Wanderer. Die Bergluft ist so rein, dass so mancher Städter immer wieder überrascht ist, wie erfrischend sich das Atmen anfühlt. Die Ohren lauschen dem Läuten der Kuhschellen oder dem beruhigenden Rauschen eines Bergbachs oder Wasserfalls.

Wandern im Naturpark – einfach exklusiv

Deutschlands artenreichstes Gebiet, die meisten traditionell bewirtschafteten Alphütten im deutschsprachigen Alpenraum, eine seltene Tier- und Pflanzenwelt sowie vielfältige Naturschauspiele auf engstem Raum mit Hochmooren, markanten Felsformationen, Wasserfällen und Wildbächen. Der Naturpark Nagelfluhkette kann auf viele Superlative verweisen. Mitten in diesem abwechslungsreichen Wandergebiet liegen die Hörnerdörfer. Deren Berggebiet besitzt nochmals einen besonderen Charakter, liegt es doch direkt vor den mächtigen Gipfeln des Allgäuer Hochgebirges. Hier schweifen die Augen über sanfte, sattgrüne Hügel zu den imposanten Silhouetten des Hochgebirges. Schrattenkalk, Flysch und Quelltuff-Formationen zeugen von der reichen Geologie, seltene Tiere wie Steinadler oder Apollofalter haben hier eine geschützte Heimat und entlang der Wege blühen Enzian und Orchideen. Bei einer Wanderung mit einem zertifizierten Naturparkführer geht man sicher, keine dieser Naturschönheiten zu übersehen.

Ab Mai widmen sich von Montag bis Samstag die Touren der Reihe „Naturpark exklusiv“ jeweils einem besonderen Aspekt: Sei es das mystische Licht des Sonnenaufgangs am Gipfel oder der Geschmack von echter Heumilch und Wiesenkräutern im Allgäuer Bergkäse. Exklusiv auch deshalb, weil ein Shuttlebus die Kleinstgruppen bequem zum Ausgangspunkt und wieder zurück bringt. Wenn die Straße ihren höchsten Punkt erreicht hat, an der Europäischen Wasserscheide, wo es sich entscheidet, ob ein Wassertropfen seine Reise in der Nordsee oder im Schwarzen Meer beendet, steht man auf dem Riedbergpass auf 1407 Meter ü.M. und blickt ins Balderschwanger Tal.

Balderschwang – Ankommen und dabei sein

Es könnten auch die Seiten eines besonders schön illustrierten Bilderbuches sein, die sich hier auftun: Ein Farbenteppich aus tiefgrünen, nordisch anmutenden Wäldern und blumenübersäten Weiden zieht sich die Hänge hinauf, hier und da lugen Felsen aus Nagelfluhgestein hervor und mitten darin ruht Balderschwang. Klein ist die Gemeinde, die kleinste in Bayern sogar, aber ihr Angebot ist vielfältig und vor allem authentisch. Allein der Aufenthalt im nahezu nebelfreien und pollenarmen Hochtal bringt Frische und Erholung.

Balderschwang ist zudem die einzige Gemeinde in den Hörnerdörfern, die komplett im Naturpark Nagelfluhkette liegt und ein Eldorado für alle, die Bergesruh und Natur pur suchen. Wandernd oder auf dem Rad erkundet man die Umgebung, je nach Laune und Ambition, von kinderwagentauglichen Spazierwegen bis zur Mountainbike-Tour für Könner. Vorschläge und Kartenmaterial sind reichlich vorhanden und die Gastgeber verraten gerne ihre Lieblingsstrecken. Die ungezwungene Herzlichkeit der Einheimischen ist ein weiterer Faktor, warum Urlaub in den Hörnerdörfern so entspannend ist. Traditionen werden gepflegt, im Brauchtum wie im nachhaltigen Wirtschaften. So konnte eine einmalige Kulturlandschaft entstehen, die das Gute sorgsam bewahrt und offen bleibt für Neues. Urlauber sind Teil dieser Kultur und darum nie „nur“ Gäste.

Egal, ob man dem Älpler auf einer der sieben Sennhütten beim Käsen über die Schulter schaut oder bei den Feiern zum Viehscheid gemeinsam auf einen geglückten Alpsommer anstößt, wer da ist, ist auch dabei. Besonders lohnenswert ist es, bei der Alphorniade im Frühsommer dabei zu sein, wenn die tiefen, magischen Klänge dieses uralten Hirteninstrumentes von den Bergen ins Tal erklingen. Informationen: Tourismus Hörnerdörfer GmbH, Am Anger 15, 87538 Fischen i. Allgäu, Telefon (08326) 36460, E-Mail info@hoernerdoerfer.de, Internet: www.hoernerdoerfer.de.

(mk/so)

 

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