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„Wir wollen an unsere Kinder und Enkel denken“

29. September 2019

Walsrode. Freitags sind sie oft in der Walsroder Innenstadt unterwegs, die zahlreichen Jugendlichen, die mit ihrem offensichtlichen Protest auf die aktuelle Klimasituation aufmerksam machen wollen. Das Ziel der Schülerinnen und Schüler: Kein geringeres als die Rettung der Erde, des Klimas und der Natur. Doch nicht mehr nur junge Menschen wollen durch die Fridays for Future-Aktionen ein klimapolitisches Zeichen setzen – immer mehr Erwachsene schließen sich der Bewegung aus Überzeugung an. „Und auch wir wollen an unsere Enkel und Kinder denken“, betont Rolf-Eberhard Irrgang, der Vorsitzende des Walsroder Seniorenbeirates. Die Mitglieder der Gruppe nicken zustimmend. Auch sie wollen sich als „ältere Generation“ dafür einsetzen, dass sich im Hinblick auf das Klima etwas tut – im Heidekreis und besonders vor der eigenen Haustür.

Zu einem Informationsvortrag über die Abfallentsorgung im Heidekreis hatte der Walsroder Seniorenbeirat rund um Irrgang am vergangenen Mittwoch in das Walsroder Kulturzentrum „mittendrin“ eingeladen. Zu Gast sind an diesem Tag aber nicht nur Senioren und interessierte Zuhörer, sondern auch der Vorstand der Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK), Helmut Schäfer. Mitgebracht hat er eine Präsentation, anhand der er die Anwesenden unter anderem über die Müllentsorgung im Heidekreis informiert.
130.000 Abfallbehälter im gesamten Kreis, 2 Millionen Leerungen pro Jahr, 311 Kilogramm jährlicher Müll pro Kopf – beeindruckende Zahlen, die den Zuhörern nachhaltig vor Augen führen, welch große Rolle eine zuverlässige Abfallentsorgung im Alltag und vor allem auch für das Klima spielt. Zwar kümmern sich insgesamt 85 Mitarbeiter der AHK darum, den Müll ordnungsgemäß und zu günstigen Konditionen zu entsorgen, doch den einen oder anderen Haken gibt es trotzdem.

„Leider wird der Abfall nicht immer ordnungsgemäß entsorgt“, so Helmut Schäfer. Oft käme es dazu, dass beispielsweise Biomüll in den Behältern für den Restmüll lande, oder dass unerlaubte Gegenstände in den Tonnen für biologisch abbaubare Stoffe entsorgt würden. Ein weiteres Pro-blem seien auch die teilweise unzugänglichen Straßen und Wege, die es den Abfuhren nicht immer leicht machen würden, die Behälter wie gewünscht abzuholen. „Aber wir arbeiten fleißig daran“, so Schäfer.

Lösungen für diese He-rausforderungen gebe es, erklärte Schäfer. Vor allem eine schrittweise erfolgende Digitalisierung sowie eine Automatisierung könnten in Zukunft zu einer effizienteren Müllentsorgung führen. So können beispielsweise Sensoren an den Fahrzeugen der AHK bereits bei den aktuellen Leerungen erkennen, ob sich Fremdstoffe in den Tonnen und Behältern befinden. Und auch die Sicherheit der Fahrzeuge bei den Abholfahrten solle optimiert werden – beispielsweise durch einen Joystick zum Heben des Greifarms für die Tonnen oder durch Bewegungsmelder. Für die Kunden selbst würde man aktuell an dem Ausbau der Homepage und der App arbeiten.

Die AHK kümmere sich um die Menschen im Heidekreis. Und das nicht nur mit möglichst kostengünstigen Abholungen von Abfall – das Entsorgen des Biomülls kostet Kunden beispielsweise nur knapp über einen Euro pro Leerung – mit dem Ersetzten von beschädigten Behältern sowie mit speziellen Entsorgungsstellen für Grüngut, Altglas oder Elektromüll. Das Angebot ist vielfältig und genau das solle auch in Zukunft weiter garantiert werden. Für die Kunden selbst aber vor allem auch für die Umwelt.



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