Wie wichtig ist Ihnen die EU-Wahl?

26. Mai 2019

28 Staaten, inklusive der Briten, wählen am Sonntag ein neues Parlament. Die vorläufigen Ergebnisse werden am Abend verkündet. In jedem Mitgliedsland wählen die Bürger die Vertreter ihres Landes, die für die Wahlperiode 2019 bis 2024 in das EU-Parlament einziehen. Je nach Größe stehen den Staaten unterschiedlich viele Sitze zu. Deutschland mit seinen 82 Millionen Einwohnern hat mit 96 Sitzen die meisten im Parlament, Frankreich (66 Millionen Einwohner) hat 74 Sitze und Österreich 18 Sitze. Sechs Sitze stehen jedem Land mindestens zu. Bisher hat das EU-Parlament 751 Sitze. Bei der anstehenden Wahl sollten eigentlich nur noch 705 Abgeordnete gewählt werden. Da ging man aber noch vom Ausscheiden der Briten aus. Von den 73 britischen Sitzen sollten 46 wegfallen, die anderen 27 Sitze anderen Ländern zugeschlagen werden.
In Deutschland dürfen alle volljährigen deutschen Staatsbürger an der Wahl teilnehmen. Wie auch bei den Bundes- oder Landtagswahlen erhalten sie vor der Abstimmung ihre Wahlbenachrichtigung per Post. Personen, die mehrere EU-Staatsbürgerschaften besitzen, können sich aussuchen, für welches der Länder sie die Abgeordneten wählen wollen. Sie dürfen aber nur für einen Staat ihre Stimme abgeben. In Deutschland hat jeder Wähler eine Stimme. Diese kann er an eine der Listen vergeben, mit denen sich Parteien und politische Vereinigungen zur Wahl stellen. Auf den geschlossenen Listen finden sich die Kandidaten in einer festgelegten Reihenfolge. Je mehr Stimmen eine Liste erhält, umso mehr Kandidaten ziehen ins Parlament ein. Das Parlament ist der europäische Gesetzgeber. Es hat zwar kein eigenes Initiativrecht, man schätzt aber, dass ungefähr 80 Prozent der deutschen Gesetzgebung auf europäische Initiativen zurückgehen.

Ich finde es wichtig, wählen zu gehen, denn wir sind eine Demokratie. Die EU hat sich damals zusammengetan, um etwas zu bewirken. Es gibt viele Konflikte, wie den Brexit und die Flüchtlinge. Da gibt es unterschiedliche Meinungen, aber man muss sich zusammenfinden, um die Probleme zu meistern. Ich habe mich über alle Medien informiert und auch mit Freunden diskutiert. Das Thema Arbeit ist wichtig, da ich eine Zeit in Neuseeland war. Es sollte in den Ländern allgemeine Arbeitsregeln geben, damit jeder dieselben Chancen hat. Dafür wäre es wichtig, ähnliche Regeln zu schaffen. – Marie Pöpping aus Bomlitz.

Ich gehe nicht zur Wahl, weil ich der Meinung bin, sie machen eh, was sie wollen, und wir Kleinen können nichts dagegen tun. Die Parteien haben ein Wahlthema und belügen uns, wo sie können. Das sieht man gerade aktuell in Österreich. Ich war mit 18 Jahren das letzte Mal zur Wahl. Im Grunde sollten alle gleichgestellt sein, doch das ist nicht so. Vor allem, wenn ich sehe, dass die Flüchtlinge mehr Geld bekommen als wir. Es ist egal, welche Partei man wählt, es kommt immer aufs Gleiche raus. Es passiert nichts! Siehe Großflughafen Berlin, wie da mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. – Christian Bonack aus Walsrode.

Es ist wichtig, zur Wahl zu gehen. Wenn man nicht wählt, kann man nicht mitreden und es ist unser demokratisches Recht. Europa ist wichtig, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen und um sich so gegen die USA zu behaupten und Absprachen zu treffen. Umwelt, Familien, das Schulsystem, Arbeitspolitik – es gibt viele Defizite. Der Brexit, die Flüchtlingspolitik – das sind Themen, die man nur gemeinsam bewältigen kann. Ein Land alleine kann es nicht schaffen. Es müssen auch andere Länder angehalten werden, Flüchtlinge aufzunehmen, und es muss besser kontrolliert werden, wer ins Land kommt und bleiben darf. – Steven Proske mit Sophia aus Walsrode.

Für mich ist es sehr wichtig, wählen zu gehen, um die Stimme gegen Rechts zu erheben, damit sie nicht so viel Macht bekommen. An zweiter Stelle steht für mich die Umwelt. Damit habe ich mich eingehend befasst. Auch in der Flüchtlingspolitik muss einiges passieren, damit nicht nur Deutschland viele Flüchtlinge aufnimmt und sich andere Länder drücken, sondern sie müssen gerechter verteilt werden. Beim Brexit muss man abwarten, was kommt. Ein gemeinsames Europa ist wichtig, denn nur zusammen haben wir eine Chance und eine Stimme in der Weltpolitik. – Ursula Lehrke aus Walsrode.

Ich gehe wählen, das gehört dazu, sonst kann man nicht mitreden. Ich finde die EU-Wahl schon wichtig. Wir profitieren alle davon. Mir ist das Thema Arbeit wichtig und wie man künftig mit dem Thema Ausländer umgeht. Laut Umfrage sind die Christdemokraten vorne. Ich wähle die Partei, die ich sonst immer wähle, daher habe ich mich nicht weiter erkundigt. Man muss die Leute akzeptieren, die nicht zur Wahl gehen. Wichtig ist, dass die Rechtsradikalen rausfliegen, was leider nicht passieren wird. Aber es ist wichtig, zu wählen. Jede Stimme zählt. – Gerold Pluschkat aus Walsrode.

Es ärgert mich, dass es den Flüchtlingen besser geht, als unseren Rentnern hierzulande. Daher gehe ich wählen, damit sich in Deutschland etwas ändert und es den Deutschen besser geht. Mich ärgert, dass Rentner noch zusätzlich arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen, während die Flüchtlinge zu Hause sitzen und Geld fürs Nichtstun bekommen. Sie könnten gemeinnützige Arbeit zum Beispiel in Altenheimen oder in Krankenhäusern verrichten.
Da müsste die Politik schneller reagieren können. Ich animiere auch meine Nachbarn, wählen zu gehen, damit die Stimme nicht verfällt. – Isolde Blum aus Walsrode.

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