Wie weit kommt unsere deutsche Mannschaft bei der EM?

19. Juni 2016

Wie viel Weltmeister steckt noch in der aktuellen Mannschaft?

Endet das Turnier für Bastian Schweinsteiger und Co. dieses Jahr früher oder winkt erneut ein großer Triumph? Im Moment werden viele Prognosen abgegeben. Gerade einmal eine Woche jung ist die Europameis-terschaft, die noch bis zum 10. Juli in Frankreich ausgetragen wird. „Wir müssen uns keine Sorgen machen”, sagt Taktik-Experte Christian Titz, der die deutsche Elf intensiv beobachtet. „Die Spieler haben nach wie vor eine hohe individuelle Qualität, brauchten nach dieser langen Saison aber erst einmal ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen“, so der Coach der U17-Junioren des Hamburger SV. Pünktlich zum Auftaktspiel gegen die Ukraine war diese Müdigkeit dann aber Vergangenheit.

„Deutschland zählt zu den Titelfavoriten”, so Titz, der dennoch einige Probleme ausgemacht hat. Vor allem der Blick ins Lazarett erzeugt derzeit nicht gerade ein entspanntes Lächeln auf das Gesicht von Bundestrainer Jogi Löw. Trotz aller Baustellen ist das Gesamtkonstrukt deutsche Nationalmannschaft dennoch mehr Kunstwerk als Ruine. Der Mix aus individueller Klasse von Spielern wie Mesut Özil, Thomas Müller oder Toni Kroos und der taktischen Disziplin der gesamten Mannschaft ist internationales Top-Niveau.

Sie werden Europameister, weil wir die Besten sind. Das Endspiel lautet Deutschland gegen Frankreich. Im Sturm liegt die Stärke der Mannschaft und wir haben Neuer. Er hat sehr gute Reflexe und Reaktionen. Auch der Trainer ist super. Wir gucken so gut wie alle Deutschlandspiele und wenn möglich, auch die anderen. Wir setzen uns mit Freunden zusammen und dekorieren entsprechend. Die Euphorie ist ansteckend und steigert sich von Spiel zu Spiel. Dann geht’s schon mal auf die Fanmeile und zum Public Viewing – Dagmar und Knut Meyer aus Benefeld

Ich traue ihnen auf alle Fälle das Finale zu. Schön wäre das Endspiel gegen Island, die waren noch nie dabei. Die können dann sagen, sie haben gegen die Weltmeister gespielt. Ich gucke berufsbedingt nicht alle Spiele, aber ich versuche, die EM so gut wie möglich zu verfolgen. Seit 2002 habe ich kein Fernsehen mehr, aber ich gucke bei Freunden, beim Public Viewing oder in der Pause auf der Arbeit. Ich hoffe, dass die Ausschreitungen der Hooligans nicht schlimmer werden und wenn ja, dass die Mannschaften nach Hause geschickt werden – Olaf Welke aus Bomlitz

Unsere Spieler werden Europameister, weil wir eine Turniermannschaft sind, die sich von Spiel zu Spiel steigert. Auch die Abwehr wird von Mal zu Mal besser und „Schweini“ bringt neuen Schwung rein. Das Endspiel bestreiten wir gegen Spanien. Selbstverständlich gucke ich alle deutschen Spiele und die Abendspiele. Unser Haus ist entsprechend geschmückt und außer der jüngsten Tochter sind wir alle Fußballfans und gucken diesmal auch in kleiner Familienrunde gemütlich zu Hause – Roswitha Walkling aus Benefeld

Ich traue unserer Mannschaft sehr viel zu. Der Trainer ist gut, er trifft die richtigen Entscheidungen und sorgt so dafür, dass wir weiterkommen. Die jüngeren Spieler werden von den älteren erfahrenen mitgezogen. Und es gibt jüngere Spieler, die sehr gut sind und sich beweisen wollen. Wir kommen bis ins Finale – Deutschland gegen Frankreich. Mein Mann und ich gucken bunt gemischt, alle Nationen, manchmal auch im Freundeskreis. Bei wichtigen Endspielen geht’s auch zum Public Viewing. Spannend ist es immer – Sonja Kirk aus Walsrode

Es gibt viele Konstellationen, aber es wäre toll, wenn Deutschland gegen den Gastgeber ins Endspiel kommt. Der Teamgeist ist unsere Stärke und durch den Auftaktsieg und die WM 2014 kommen wir sehr weit. Wir haben Thomas Müller und er wird uns durch das ein oder andere Tor so weit bringen. Beruflich bin ich sehr stark eingebunden, aber für die Deutschlandspiele habe ich mir die Zeit freigeschaufelt. Ich habe meiner Frau versprochen, dass wir das erste Spiel allein zu Hause schauen, später dann in Riepe beim Public Viewing – Torsten Rohrbeck aus Dorfmark

Das Enspiel spielen wir klar gegen Italien. Die Abwehr ist noch nicht so gut, aber wir haben einen tollen Trainer und Torhüter Neuer ist gut. Von der Altersstruktur her ist die Mannschaft gut durchwachsen. Die Stärken liegen auch bei den jüngeren Spielern. „Schweini“ hat zwar ein Tor geschossen, ist aber schon älter. Ich gucke nicht alle Spiele, aber auf alle Fälle die der Deutschen, die anderen je nach dem, wie es sich ergibt. Ich nehme gerne Einladungen im Freundeskreis an und bring ein Sechserpack Bier mit – Thomas Häusler aus Bomlitz

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