Wie viele Weihnachtsfeiern haben Sie zu überstehen?

11. Dezember 2016

Nicht selten arten Anzahl und Abläufe der Weihnachtsfeiern aus

Glühwein, Kinderpunsch, Lebkuchen und Spekulatius, dazu noch ein paar Dominosteine und Beiträge wie „Oh du fröhliche“ mit der Blockflöte. So sehen die traditionellen Weihnachtsfeiern aus. So hetzen die Familien von einer besinnlichen Attraktion zur nächsten. Besonders gefährlich wird es aber bei den Firmenfeiern in der Adventszeit. Die feuchtfröhlichen Feste bieten viel Stoff für Anekdoten, der Karriere hingegen sind sie weniger förderlich. Viele Vorgesetzte nützen Betriebsfeiern, um sich von ihren Angestellten in freier Wildbahn ein Bild zu machen. Daher sollte man Alkohol nur in Maßen genießen. Jeder sollte am besten einschätzen, wie viel er verträgt. Wer davon noch 50 Prozent abzieht, stellt sicher, dass die Promillegrenze im grünen Bereich bleibt. Disziplin kommt bei Vorgesetzten besser an, als die Ausrede „Der sechste Glühwein war irgendwie schlecht.“ Auch der Spruch: „Man sollte nie mehr essen als mit Gewalt hineingeht“, kommt schlecht an. Beim Büfett ist somit Zurückhaltung geboten. Nur weil die Firma zahlt, sollte man das Essen nicht auf den Teller häufen, als gäbe es morgen nichts mehr. Gibt es im Büro einen strengen Dresscode, dient dieser auch bei Weihnachtsfeiern als Orientierung. Tragen Angestellte beispielsweise während der Bürozeiten Anzug oder Kostüm, sind Sneakers am Abend daneben. Ist im Unternehmen legere Kleidung üblich, passt auch auf dem Fest ein lockerer Stil. Generell gilt, eher dezent als auffällig und bunt. Klar – Alkohol wirkt aphrodisierend! Mit jedem Gläschen werden die Kollegen attraktiver. Wer jedoch nicht zum Gesprächsthema Nummer eins avancieren oder sich einen Korb einfangen will, sollte die Finger von seinen Kolleginnen und Kollegen lassen. Auf der Weihnachtsfeier sollten Mitarbeiter Berufliches und Privates strikt trennen. Die Anstandsgrenze von einem halben Meter sollte nie unterschritten werden. Der größte Fauxpas lauert in der Verbrüderung mit Vorgesetzten.

Mit den Weihnachtsfeiern hält es sich im Rahmen. Für mich ist es eine schöne Zeit, die ich genieße. Man muss ja nicht überall hingehen. Ich gehe selten weg. Mit den Kindern, den drei Enkeln und den zwei Urenkeln waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Walsrode. Das Wetter hat mitgespielt und es war nicht glatt. Außerdem veranstaltete die Dorfgemeinschaft Hollige einen Knobel- und Kartenabend. Ich habe den letzten Preis gewonnen und so gleich ein Geschenk zu Weihnachten. Aber wenn man sich amüsiert, hat man ja auch schon gewonnen – Helga Ahland aus Walsrode

Von der Schule aus, vom Sportverein und vom Reiterhof werden Weihnachtsfeiern veranstaltet. Manche organisieren auch „Schrottwichteln“. Beim Reitverein kommt der Nikolaus auf dem Pferd angeritten, um die Kinder zu bescheren. Der Sport wird bei der Weihnachtsfeier mit eingebaut. In der Adventszeit treffen wir uns mit Freunden vor dem Kamin, wenn es draußen zu kalt ist oder fahren nach Mellendorf oder zu Dodenhof zum Schlittschuhlaufen. Die Fahrt kann man gleich mit einem Einkaufbummel verbinden – Henriette Giese aus Walsrode und Larissa Bulmann aus Bomlitz

Zwei Weihnachtsfeiern sollte man schon mitmachen. Dazu gehört auch, mal mit Freunden Essen gehen oder ein Weihnachtsmarktbesuch – mal mit den Arbeitskollegen, mal mit der Familie. Einfach spontan und ganz gemütlich Essen gehen. Durch das Geschenke kaufen kann es schon etwas hektisch werden. Aber ich hoffe, dass sich das eine Woche vor Weihnachten alles erledigt hat. Dann kommt auch Ruhe und Besinnlichkeit auf. Die Familienfeier haben wir schon hinter uns, da ich in der Adventszeit noch Geburtstag habe – Carsten Beinhorn aus Bad Fallingbostel

Wir machen gar keine Weihnachtsfeier. Die werden alle bei uns ins neue Jahr verlegt. Dann ist nicht alles so geballt und viel schöner. Man hat in der Adventszeit kaum Zeit dazu. Dafür setzen wir uns von der Firma und den Vereinen im Januar und Februar zusammen. Das Schönste an der Adventszeit ist, dass man die Enkelkinder sieht und Zeit für die Familie hat. Der Elfjährige wünscht sich, mit der Oma über den Weihnachtsmarkt zu laufen. Ich wohne in Hannover. Da gibt es den Mittelalterlichen Markt, der auch für Kinder sehr ansprechend ist. An den Wochenenden nehme ich mir Zeit für den Advent – Petra Henkel aus Hannover

Jeden Abend gibt es bei uns Kaffee und Kekse, wenn meine Frau von der Arbeit kommt. Ich freue mich immer, wenn die Enkelkinder ein-, zweimal die Woche vorbeikommen. Dann werden Spiele gespielt. Meine Frau hat ihre Weihnachtsfeier von der Arbeit schon hinter sich. Vom Schützenverein gibt es auch noch eine. Mit den Nachbarn gehen wir bereits seit über zehn Jahren immer vor Weihnachten zum Wildessen, meistens nach Honerdingen. Früher, als ich noch berufstätig war, war man tagsüber nicht zu Hause. Das ist nun etwas anders und man kann die Adventszeit mehr genießen – Bernd Schlüter aus Honerdingen

Jeden Adventssonntag treffen wir uns mit der Dorfgemeinschaft Benzen am Weihnachtsbaum. Da gibt es Glühwein, Apfelpunsch und Kekse. Wenn man im Dorf wohnt, braucht man nicht mit dem Auto fahren. Nichts gegen die Weihnachtsmärkte, aber das ist bequemer. Sonst hält es sich mit den Adventsfeiern im Rahmen. Wir treffen uns eher spontan mit der Familie, da wir noch einige Geburtstage im Dezember haben. Da wird dann nicht eingeladen, sondern spontan gefragt: „Wo gibt es Kaffee?“ Die Geschenke sind alle eingepackt, jetzt kann ich die Adventszeit genießen – Dagmar Behr aus Benzen

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