Wie viel Wert legen Sie auf frische Produkte?

25. September 2016

Fertiggerichte sind in, aber ungesund!

Für viele Menschen unter 25 Jahren ist Essen offenbar so etwas wie Zeitvergeudung. Zwei Drittel der Jüngeren erklären, partout nicht genug Zeit fürs Essen zu haben. Nur noch bei etwa der Hälfte der deutschen Haushalte kommt eine frisch zubereitete Mahlzeit auf den Tisch. Wenn es mal wieder schnell gehen muss, greifen viele zum Fertiggericht. Allein an Tiefkühlkost verzehren Deutsche durchschnittlich 42 Kilo pro Jahr. Und die Lebensmittelindustrie verdiente 2013 mehr als 190 Millionen Euro mit Trocken- oder Instantsuppen.

Es ist ja auch so einfach – das Fertiggericht in die Mikrowelle oder den Backofen schieben und rauf aufs Sofa. Aber sind Fertiggerichte auch gesund? Die meisten enthalten viel Salz, Fett oder Zucker. Außerdem werden Zusatzstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker hinzugefügt. Diese sind oft unzureichend gekennzeichnet, kritisieren Verbraucherschützer. Dem Verbraucher wird oft nur vorgegaukelt, ein gesundes Produkt in den Händen zu halten.

Das Gegenteil ist der Fall: Fertiggerichte enthalten laut Diät-Assistenten oft gehärtete Fette und Transfette, die gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können. Wie gesund das Essen ist, spielt nur für ein Drittel der Befragten eine Rolle. Knapp 60 Prozent der Jüngeren gaben an, dass bei ihnen guter Geschmack das wichtigste Kriterium beim Essen sei. Aber was sie verschlingen sind überwiegend Fertiggerichte (60 Prozent, mindestens einmal die Woche), Fastfood (33 Prozent, mindestens dreimal die Woche) sowie Chips und Süßkram.

Als ich eine Zeitlang alleine war, griff ich auch mal zu Fertiggerichten. Aber jetzt, zu zweit seit 23 Jahren, wird immer frisch gekocht. Es gibt auch mal Gemüse und bestimmte Sachen aus dem Glas oder der Dose. Tiefkühlgemüse verwenden wir auch. Es macht weniger Arbeit. Man kann daher die Leute verstehen, die nach der Arbeit Fertigprodukte kaufen. Wir kaufen auch schon mal für zwei Tage ein und frieren Reste ein. Früher hatte ich auch einen Gemüsegarten. Da war der Spinat immer das Größte für die Kinder – Oswald Heinze aus Walsrode

Ich koche selbst. Es schmeckt einfach besser und man weiß, was man hat. Kräuter haben wir im Garten. Alles andere wird gekauft – manches auch frisch vom Markt. Manchmal koche ich für 30 Personen, wenn wir Arbeitstag haben. Dann helfen alle mit und als Dank dafür, gibt es Essen. Mal wird gegrillt, mal gibt es Braten oder Eintöpfe. Wir kochen sehr abwechslungsreich. Wenn ich allein bin, greife ich auch schon mal zum Abgepackten. Aber meine Spaghettisaucen mache ich zum Beispiel lieber selbst – Manuela Koopmann aus Düshorn 

Als Hobbykoch und Pächter vom Minigolfplatz in Rethem, habe ich von Ostern bis Oktober Saison. Da werden auch Tagesgerichte angeboten, die immer frisch gekocht werden. Sauce Hollandaise zum Beispiel kaufen wir vom Großhandel. Es muss immer schnell gehen. Die Sauce ist sehr gut, und selbst gemacht gelingt sie nicht so und wäre auch teurer. Ebenso werden Champignons bei Saucen aus dem Glas genommen. Bei der Champignonpfanne hingegen werden frische verwendet – Angelika Bohlmann aus Schneeheide und Gerhard Heitmann aus Krelingen

Wir kochen immer abwechselnd. Wenn meine Frau keine Lust hat, dann koche ich. Bei uns gibt es nur frische Produkte, die wir schon im voraus einkaufen. Was im Winter gerade nicht frisch vorhanden ist, nehmen wir schon mal als Tiefkühlkost. Wir holen auch viel Frisches, wie Obst, Gemüse und Eier vom Markt. Beim Fleisch bin ich nicht so bewusst, da mir das einfach zu teuer ist. Wenn ich etwas selbst koche, schmeckt es nie gleich. Es wird bei uns auch schon mal auf Vorrat gekocht oder die Kinder werden mit Eintopf versorgt – Bodo Netter aus Walsrode

Ich habe einen Koch geheiratet, daher kochen wir immer frisch. Mein Mann legt großen Wert auf frische Produkte. Aber wir wechseln uns ab mit dem Kochen. Wenn man keine Zeit hat, greift man auch schon mal zu Fertiggerichten. Egal ob Eintöpfe oder Tomatensauce, wir machen alles selbst. Da weiß man, was man hat. Hin und wieder besorge ich auch die Produkte auf dem Markt. Es kommt darauf an, wie man als Kind erzogen wurde und wie die Eltern es vorleben. Im Garten haben wir überwiegend Kräuter, die wir auch zum Kochen verwenden – Renate Brinkmann aus Bomlitz

Wir kaufen keine Fertigprodukte, sondern haben uns angewöhnt, selbst zu kochen. Es gibt frischen Fisch und frische Eier vom Markt. Es ist viel mehr Arbeit, aber wenn man Rentner ist und Zeit hat, ist es ein Vergnügen, zu kochen. Es ist eben etwas anderes, wenn man noch berufstätig ist. Nur mit dem Abwasch habe ich ein Problem. Aber wir haben eine Spülmaschine. Die Töpfe wäscht meine Frau extra ab. In der Küche hat meine Frau das Sagen. So hat jeder seinen Bereich – Georg Vogeler aus Walsrode

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