Wie viel Sonne darf es sein?

22. Juli 2018

Die Sonne meint es in diesem Jahr besonders gut mit uns Norddeutschen.

Seit Mai gibt es mit nur kleinen Unterbrechungen Sonne satt. Was im letzten Jahr zu wenig war, strahlt dieses Jahr mit Macht vom Himmel. Da stöhnen und klagen bereits die Landwirte, Gärtnereien und Gartenfreunde. Aber auch die Hautärzte haben jetzt ein erhöhtes Augenmerk auf ihre Patienten. Die Sonne schenkt uns zwar wichtige Vitalstoffe, wie Vitamin D für die Knochen. Doch das richtige Maß sollte man nicht aus den Augen verlieren.
Gut tut uns die Sonne auf alle Fälle. Wer „Sonne“ im Herzen hat, der kennt keine Stimmungstiefs. Das Geheimnis: Über die Sehnerven wirkt das Licht auf die Zirbeldrüse, ein haselnussgroßes Organ im Hirn. Sie registriert, ob wir tagtäglich genügend Sonnenlicht empfangen. Mit den Strahlen kommt der Stoffwechsel auf Touren. Die für gute Stimmung zuständigen Endorphine und der aufmunternde Botenstoff Serotonin lassen sich von der Sonne locken. Rheumapatienten verspüren durch Sommersonne Linderung.
Mediziner raten: „Zehn Minuten Sonnenlicht täglich auf Gesicht und Handoberfläche reichen aus, um den Vitamin-D-Haushalt im Lot zu halten. Kritisch für den Körper werden endlose Bestrahlungen in praller Mittagssonne. Eine leichte Rötung der Haut gehört zu den kleineren Schäden, die die Strahlen anrichten können!“ Die Haut besitzt die Fähigkeit, sich innerhalb von 24 Stunden im Selbstheilungsprozess zu regenerieren. Wenn sich Brandblasen auf der Haut zeigen, wird es höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Doch soweit sollte es nicht kommen.
Wer es gut mit sich und seiner Haut meint, kommt an einem Sonnenschutzmittel nicht vorbei. Dabei kommt es darauf an, welcher Hauttyp man ist. So benötigen Hellhäutige mit Sommersprossen und rötlichen Haaren einen höheren Lichtschutzfaktor, als der Hauttyp 2 – blond, dunkelblond – oder Hauttyp 4, der mediterrane Typ – bräunlich mit dunkelbraunem oder schwarzem Haar und dunklen Augen. Trotz schneller und tiefer Bräunung sollte dieser Hauttyp auch auf geeigneten Sonnenschutz achten.

Ich bin kein Typ, der sich der Sonne voll ausliefert, bin aber auch nicht übervorsichtig – leider, da schimpft meine Hautärztin immer. Aber Sonne ist einfach gut für die Seele. Dieses Jahr gibt es extrem viel Sonne. Es ist einfach schöner als im letzten Jahr. Mir tun aber die Menschen, wie Gärtner und Landwirte leid, die auf Regen angewiesen sind. Wer hat schon noch einen grünen Rasen? Wir haben einen großen Garten, aber wir sparen mit Wasser. Der Rasen kommt wieder und wir müssen ihn nicht mähen, da er nicht wächst – Bettina Schwarz
mit Chantal aus Visselhövede

Ich selbst nehme schnell Bräune an und habe kein Problem damit. Daher creme ich mich auch nur zu Anfang der Saison ein, später nicht mehr. Auch wenn ich Tennis spiele, geht es ohne Sonnencreme. Ich gehe auch viel mit dem Hund spazieren. Da sehe ich aber zu, dass wir im Schatten bleiben. Obwohl er die Sonne liebt und sich gerne in die pralle Sonne legt. Ich habe immer Wasser parat, genauso für die Vogeltränke. Ich fahre nicht bewusst in die Sonne, sondern lieber im Herbst an den Strand nach Dänemark. Das Wetter kann so bleiben, nachts darf es regnen – Birte Müller aus Schneverdingen

Wir cremen uns sehr gut ein und Leon bekommt eine Sonnenmütze auf. Selbst ich benutze Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. Ich werde schnell braun, aber ich habe Pigmentstörungen. Als Kind und Jugendliche habe ich viel Faustball gespielt. Wir haben uns zwar eingecremt, doch es hielt nicht lange vor. Wir genießen zurzeit das Wetter, haben ein Planschbecken aufgebaut und gehen gerne ins Schwimmbad nach Hannover, wo wir uns mit Freunden treffen. Man sollte sich schützen, denn nur im Schatten aufhalten geht nicht. Alles in Maßen und gut – Anja Dierking mit Leon aus Walsrode

Ich arbeite im Gewächshaus in der Gärtnerei in Krelingen. Da muss man sich vor Sonne schützen. Ich habe immer ein Käppi auf und creme mich mit Sonnencreme ein. Ansonsten ist das Wetter natürlich schöner als Regen. Nur die Pflanzen verbrennen zu schnell und es wächst alles auf einmal. Die großen Gewächshäuser kann man nicht vor der Sonne schützen, da können wir nur mehr gießen. Wir haben sehr viele Tomaten und eine große Vielfalt. Wir arbeiten zurzeit auf das große Tomatenfest im August hin – Tobias Twiefel aus Hünzingen

Ich bin Italiener und komme aus der Toskana. Da ist Sonne und Temperaturen bis 40 Grad kein Problem für mich. Von mir aus kann es das ganze Jahr so bleiben. Ich freue mich, dass das Wetter sehr viel besser ist, als im letzten Jahr. Ich schütze mich auch nicht mit Sonnencreme und genieße einfach mal ein Sonnenbad. Nur der Kopf wird geschützt. Man braucht das Vitamin D. Die Menschen sind freundlicher und offen, wie im Süden. Dabei aber nicht so temperamentvoll wie wir. Hier geht es geruhsamer zu – Liviano Bonelle aus Walsrode

Ich creme mich nicht ein. Ich gehe einfach raus und genieße die Sonne. Ich trage aber eine Sonnenbrille, weil das Licht mir zu grell ist. Ansonsten kann ich die Sonne gut ab. Ich war nicht im Urlaub. Dieses Jahr haben wir bereits seit Mai Sonne, und es ist extrem heißer, als im letzten Jahr. Das liegt wohl auch an der Erderwärmung. Abkühlung finde ich im Pool bei meinem Vater und mit Freunden am Klostersee. Hier gibt es leider keinen tollen Badesee, wie in Kettenburg. Doch da darf man auch nicht mehr hin. Es gibt aber noch den Bullensee und in der Eibia ist auch einer – Julian Renken aus Walsrode

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