Wie viel Adventsschmuck und Brauchtum darf es bei Ihnen sein?

1. Dezember 2019

Viele Bräuche werden während der Adventszeit gepflegt.

In den dunklen Monaten November und Dezember, wenn man meint, es wird gar nicht so richtig hell, bringt die Adventszeit Licht durch Kerzen und neuzeitliche Lichterketten. Das hellt die Sinne auf und steigert die Vorfreude auf Weihnachten. Die Adventszeit ist seit Gregor dem Großen die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Schon in der Niederschrift des Konzils von Saragossa im Jahre 380 wurden die frühchristlichen Gläubigen angehalten, sich während des Advents (lateinisch „die Ankunft“) auf die Geburt Jesu Christi vorzubereiten.

Einer der jüngsten Adventsbräuche ist der Adventskranz. Er ist erst seit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland zu Hause. Für die Kinder ist die Adventszeit wichtig, denn in der gemütlichen, anheimelnden Atmosphäre der Familie, kann so recht die Vorfreude auf das Weihnachtsfest entstehen. Kein Kind wird je vergessen wie es war, wenn man heimlich mit roten Backen den Wunschzettel schrieb, wenn Mutter zur Probe die ersten Plätzchen backte, den Schmuck des Weihnachtsbaums einer letzten Prüfung unterzog oder die Weihnachtskarten schrieb. Um den ungeduldigen Kindern die Zeit bis Weihnachten zu versüßen, wurde der Adventskalender erfunden. Um die Vorfreude auf den 24. Dezember hinzulenken, darf jeden Tag ein Türchen geöffnet werden. Mittlerweile gibt es die Kalender in allen Variationen, inklusive Bierkalender für die Herren und für die Damen von namhaften Drogeriemärkten. Lichterketten bringen Licht und Glanz nicht nur in die Stuben, sondern auch vor die Haustüren und auf die Straßen.

Bei uns wird es jedes Jahr – altersbedingt – weniger. Einfach, weil man ja auch alles wieder wegschaffen muss. Da wundert man sich, wie schnell die Adventszeit vorbei geht. Aber ich freue mich auch darauf. Nach dem Totensonntag geht es los. Adventskalender für die Enkel machen die Mütter, da jeder einen anderen Geschmack hat. Lichterketten gibt es in kleinen Maßen und auch draußen auf dem Balkon – überall steht etwas, was mit Batterien beleuchtet wird. Wir haben keine echten Kerzen mehr. Ich habe ein altes Adventsgesteck, das jedes Jahr wieder neu dekoriert wird – Christa Heßland aus Walsrode

Ich habe das ganze Jahr über Lichterketten in der Wohnung und auch viel Golddeko, weil es einfach gemütlich ist und gut aussieht, nicht nur zu Weihnachten. Es wird in der Adventszeit nicht mehr. Ich brauche zum Beispiel auch keinen Adventskranz oder Gesteck. Ich mag kein grelles Licht, daher habe ich viele kleine Lichter ringsum. Einen Kalender von der Parfümerie kaufe ich mir auch. Bei der Außenbeleuchtung muss es warmes, weißes Licht sein. Manche haben so grelles oder buntes, das tut in den Augen weh. Ich mache abends eine Kerze an, das genügt mir – Manuela Hoyer aus Vethem

Es gibt bei mir so gut wie gar nichts an Deko. Das einzige sind meine selbst gebastelten Sterne und die meisten gebe ich Familienmitgliedern mit. Ich habe zwar Kerzen, aber kein Gesteck. Ich überlege, ob ich mir eins kaufe. Ich habe keine Lust aufzubauen und keine Lust wegzuräumen. Genießen kann ich es auch nicht, weil ich kaum zu Hause bin. Wenn, dann will ich einfach nur meine Ruhe haben. Ein paar Lichterketten sind okay, aber übertrieben „amerikanisch“ geht gar nicht. Da kommt einfach kein Weihnachtsfeeling auf. Mein Freund hat mir einen Marzipan-Adventskalender gekauft – Birte Grube aus Walsrode

Wir haben keine Lichterketten. Die hatten wir noch nie. Meine Frau nimmt von der Fensterbank die Blumen und stellt Holztannenbäume rein. Manchmal gibt es einen Adventskranz oder ein Adventsgesteck mit vier Kerzen drauf. Meine Frau dekoriert auch nicht mehr. Das hat man früher für die Kinder gemacht. Doch die sind jetzt groß. Adventskalender sind Pflicht. Da bestehen die Kinder drauf. Sie bekommen einen ganz normalen Schokoladenkalender. Wenn man zwei Kisten Wasser kauft, gibt es einen Adventskalender gratis. Der genügt. Wir selbst essen keine Schokolade. Aber Kekse werden natürlich gebacken – Knut Hartung aus Beetenbrück

Angefangen zu dekorieren habe ich schon, aber die Lichterketten werden erst am ersten Advent angemacht. Die Adventsgestecke mache ich selbst. Auch auf die Terrasse und vor die Haustür kommen Lichter mit Zeitschaltuhren. Das ist dann Männersache. Ich habe einen schönen alten Adventskalender, den meine Tochter während ihrer Schulzeit gebastelt hat. Den hole ich jedes Jahr wieder her und fülle die kleinen Säckchen. Besonders die Kerzen geben mir in der dunklen Zeit viel. Echte Kerzen sind einfach schöner. Wir hatten ein Jahr mal keinen Tannenbaum. Da waren die Kinder sehr enttäuscht – Adelheid Schlenke aus Bomlitz

„Tüdelüt“ gehört zum Advent dazu. Ob es in der Stadt ist, an den Häusern oder im Haus. Es überbrückt die graue Jahreszeit und macht die Tage bunter, schöner, freundlicher und gibt eine gute Atmosphäre. Das gilt auch für die Weihnachtsmärkte. Da freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen drauf. Wir hängen keine Lichterketten auf, aber meine Frau schmückt so schön wie möglich das Haus. In den Jahren hat sich viel „Gedöns“ und Figuren angesammelt. Ein Adventskranz gehört auch dazu. Kalender nicht mehr, und es gibt Lebkuchen zur Kaffeestunde bei Kerzenschein – Klaus Kunold aus Düshorn

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