Wie steht es um Ihre Spendenbereitschaft zu Weihnachten?

17. Dezember 2017

Spende muss ankommen

Gerade in der Vorweihnachtszeit öffnen sich nicht nur die Herzen, sondern auch die Portmonees der Menschen, um Gutes zu tun. Zahlreiche Spendenaufrufe flattern derzeit ins Haus. Die einen sammeln für den Tierschutz, der nächste bittet um Unterstützung für Opfer des Hurrikans. Das Geschäft mit Mitleid und Hilfsbereitschaft boomt derzeit besonders. Allein in diesem Jahr haben die Bundesbürger rund 3,1 Milliarden Euro für den guten Zweck gespendet. Doch wer blickt da noch durch, welche Organisationen seriös und welches ein „schwarzes Schaf“ ist? Spendenwillige sollten sich  gut informieren. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), finanziert aus öffentlichen Mitteln, vergibt ein Spendensiegel an seriöse Organisationen. Aktuell sind es rund 230 aus dem humanitären sowie dem Tierschutz- oder Umweltschutzbereich. Die jährliche Prüfung zahlt die sich bewerbende Organisation, die diverse Kriterien erfüllen muss. Das hat zur Folge, dass sich kleinere Hilfsorganisationen diese Ausgaben sparen. So kann man also nicht unbedingt sagen: Wer das Siegel nicht trägt, ist unseriös. Das DZI erteilt auf seiner Website auch Auskünfte zu weiteren 200 Organisationen ohne Siegel. Hier wird auch vor Spendensammlern gewarnt.  Die steuerliche Gemeinnützigkeit sollte Mindestvoraussetzung für eine Spende sein, die somit auch steuerlich absetzbar ist. Eine Spendenquittung ist erst ab 200 Euro nötig. Bei niedrigeren Beträgen reichen Überweisungsbelege. Wer wissen will, wo die Spendengelder landen, sollte sich die Jahresabschlüsse ansehen, die seriöse Hilfswerke zugänglich machen.

Wenn, dann spende ich hauptsächlich für Kinder und fürs Tierheim. Da gebe ich immer etwas in die Spendenbox. Aber das nicht nur zu Weihnachten. Ich bin auch in den Arbeiter-Samariter-Bund eingetreten, die soziale Projekte unterstützten und sich gegenseitig helfen. Da weiß man, dass das Geld gut ankommt. An die Kirche spende ich auch demnächst. Ich habe nur eine kleine Rente, aber wenn jeder etwas gibt, würde es auch helfen. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe und möchte daher etwas abgeben – Christel Schmitt aus Bomlitz

Unter Umständen wird es eventuell von der ein oder anderen Organisation ausgenutzt. Aber wir spenden speziell an den FFN. Die haben jedes Jahr eine bestimmte Aktion und sammeln zum Beispiel für ein Hospiz. Solche Aktionen finde ich toll. Ansonsten ist die Spendenbereitschaft hier sehr groß, weil es uns gut geht und man das weitergeben möchte. Beim FFN und anderen Sendern weiß man, dass die Spende tatsächlich zu 100 Prozent ankommt und kein Verwaltungsapparat mitfinanziert wird. Kinder stehen bei uns an erster Stelle – Kai Hansen aus Bad Fallingbostel

Wir spenden gerne! Jedes Jahr geben wir etwas den „Fußmalern“ zu Weihnachten. Dann gibt es noch die VDK-Sammelaktion für Kriegsgräber. Wir haben auch bereits der „Tafel“ Geschirr und Bekleidung gespendet, für die evangelische Kirche gibt es demnächst etwas und dem Sozialen Kaufhaus in Walsrode brachten wir Couch, Tische und Stühle. Ich finde jeder sollte etwas spenden und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Da kommt doch was zusammen, und uns Deutschen geht es doch gut. Da sollten wir bereit  sein zu spenden – Horst Dumke aus Bad Fallingbostel

Ich spende gerne und tatsächlich einen Euro pro Tag an eine Organisation für die Dritte Welt. Die sorgen für reines Trinkwasser und verbessern die Infrastruktur, so dass es Mittel zum Selbstzweck ist. So wird das Problem an der Wurzel gepackt. Auch setzt sich die Organisation für Kinder ein. Es geht mir um den moralischen Aspekt, etwas Gutes zu tun, statt nur zu meckern. Auch wenn es nur ein Euro pro Tag ist. Ich setzte mich damit auseinander und kann auch hinreisen, um zu sehen, welche Projekte mit dem Geld gefördert wurden – Kai Mangels aus Walsrode

Ich helfe lieber Menschen hier direkt vor Ort, wenn ich sehe, dass Hilfe im Alltag nötig ist. Zum Beispiel beim Einkaufen von älteren Menschen, aber auch in Großstädten, wenn ich da einen Bettler oder Straßenkünstler sehe,  gebe ich denen auch immer etwas, besonders, wenn da noch ein Hund bei ist. Hilfsorganisationen unterstützte ich nicht so gerne, da es viele schwarze Schafe gibt, wie das Fernsehen berichtet. Bei der Spendengala wollte ich auch schon spenden, doch das Geld ist auch nicht immer da. Besonders zu Weihnachten – Anna Wein aus Walsrode

Wir hatten lange Zeit ein Patenkind bei „Plan“. Das Ziel war, dass die Mädchen in Simbabwe nicht mit 12 Jahren heiraten und ohne Ausbildung schwanger werden. Als wir erfuhren, dass sie mit 14 Jahren geheiratet hat, haben wir sofort gekündigt. Bei anderen Organisationen hat man Bedenken, dass das Geld dort nicht ankommt, wo es benötigt wird. Daher spenden wir lieber im Umkreis. Andere Aktionen sind zu undurchsichtig und zu global. In der Weihnachtszeit ist man freigiebiger und denkt mehr an andere – Regina Will aus Bomlitz



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