Wie stehen Sie zur deutschen Asylpolitik?

17. Januar 2016

Diskussionen nach den Ereignissen der Silvesternacht in Köln 

Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, kriminelle Ausländer schneller auszuweisen. Das teilten Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) und Justizminister Heiko Maas (SPD) in Berlin mit. Demnach soll ein Straftäter künftig bereits ausgewiesen werden, wenn er wegen schwerwiegender Delikte zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, unabhängig davon, ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde oder nicht.

„Das ist eine harte, aber richtige Antwort des Staates auf diejenigen, die glauben, obwohl sie hier Schutz suchen, Straftaten begehen zu können, ohne dass das Auswirkungen auf ihre Anwesenheit in Deutschland hat“, sagte de Maizière. Der Innenminister nannte die Ereignisse der Silvesternacht in Köln als einen Grund für die Verschärfungen. „Bei Straftaten gegen das Leben, gegen die körperliche Unversehrtheit, gegen die sexuelle Selbstbestimmung, gegen Eigentum und auch bei Angriffen auf Polizisten senken wir die Hürden in allen Fallkonstellationen deutlich ab“, sagte de Maizière. Auch bei einer kürzeren Freiheitsstrafe soll die Abschiebung prinzipiell möglich sein.

Nach der Grundsatzeinigung beider Minister sollen entsprechende gesetzliche Regelungen schnell auf den Weg kommen. In Köln und anderen Städten hatte es in der Silvesternacht zahlreiche sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Bislang ermittelte Tatverdächtige kommen fast ausschließlich aus dem nordafrikanischen, in einigen Fällen auch aus dem arabischen Raum. „Kriminelle müssen in Deutschland konsequent zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Maas.


Meine Tochter und ich haben schon haufenweise Kleidung und Sachgegenstände gespendet. Der Hass muss weg! Wir müssen miteinander arbeiten und klarkommen und ihnen helfen, sich zu integrieren, so gut es geht. Man sollte nicht immer das Negative sehen. Es fängt doch in der Nachbarschaft schon an. Die hierher kommen, haben etwas auf dem Kasten und meistens eine Ausbildung. Man darf sie nicht als Gegner sehen. Sie machen die Arbeit, die unsere Jugendlichen nicht verrichten wollen. Aber sie müssen uns auch respektieren – Ingrid Balema-Johnson aus Bad Fallingbostel

Ingrid-Balema-Johnson

Ich finde es gut, dass die Asylgesetze verschärft werden sollen. Eine Dame aus der Politik sagte im letzten Jahr: „Wir schaffen das“. Doch aufgrund der Anzahl und des Ausmaßes der Asylanten, bin ich der Meinung, wir schaffen das nicht mehr. Es sind einfach zu viele. Ich bin auch dafür, dass eine Einreisequote eingeführt wird. Dass es ausländische Bürger gibt, die sich hier nicht an die Gesetze halten, war zu befürchten. Es muss europaweit ein gerechteres Verteilsystem eingeführt werden. Im Moment scheinen wir die einzigen zu sein, die Flüchtlinge aufnehmen – Udo Helms aus Walsrode

Udo-Helms

Man darf sich hier nicht mehr alles gefallen lassen. Hinsichtlich der Vorfälle in der Silvesternacht, finde ich, wird zu lasch gehandelt. Es muss gleich etwas passieren und nicht so viel diskutiert werden. Vom Grundsatz her hat jeder Mensch ein Recht auf Hilfe. Nur, bei solchen Vorfällen müssen die Gesetze schneller umgesetzt werden, damit die Bürger sich wieder sicher fühlen und die Stimmung nicht umschlägt. Das Problem ist, dass bei Ihnen meistens die Frauen nichts zählen – Ute Wenning mit Lian aus Walsrode

 

Ute-Wenning

Ich habe nichts gegen die Asylanten. Das Verhalten ist so „lala“. Es gibt immer solche und solche, wie auch unter den Deutschen. Es gibt Asylanten, die sind im Kern gute Menschen, aber ihr Verhalten lässt teilweise zu wünschen übrig. Im Extremfall müssen sie abgeschoben werden. Aber nicht bei einem einmaligen Vergehen. Man muss zeigen, dass es auch anders geht. Die Chance besteht, dass sie uns später auch wieder von Nutzen sind. Vom Gefühl her werden sie nie Deutsche sein, aber die nächste Generation sieht das schon anders – Marcel Weber aus Gilten

Marcel-Weber


Wenn man etwas gegen Ausländer sagt, steht man gleich als Rassist da und ist ausländerfeindlich. Warum verteidigen die jungen Männer nicht ihr Land, sondern kommen hierher? Die Asylgesetze sind streng genug, sie müssen nur richtig angewandt und schneller umgesetzt werden. Wenn hier jemand ausgewiesen wird, geht er gleich vor Gericht dagegen an. Wer hier straffällig wird, müsste gleich zurück. Eine Begrenzung der Flüchtlinge kann man schlecht verwirklichen. Wie soll man sie integrieren? – Manfred Reinefeld aus Bomlitz  

Manfred-Reinefeld


Ich habe noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Asylanten sind freundlich und sehr dankbar, hier sein zu dürfen. Ich fahre Taxi und daher öfter Flüchtlinge ins Krankenhaus, zum Bahnhof oder zum Arzt. Die meisten wollen auch hierbleiben, nach Hamburg oder Bremen und nicht zurück in ihre Heimat. Es ist für uns eine Chance, dass wir später auch auf dem Land mehr junge Arbeitskräfte haben werden. Eine Beschränkung der Asylantenzahl wäre sinnvoll, wie eine gerechtere Verteilung auf alle europäischen Länder – Doris Heinrich aus Visselhövede 

Doris-Heinrich

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