Wie sieht Ihr letzter Tag in diesem Jahr aus?

31. Dezember 2017

Sekt oder Selters?

Egal ob mit Fisch, Feuerwerk, Raclette oder Fondue – wir feiern den Jahreswechsel mit einer Vielzahl von Traditionen, die uns lieb und wichtig sind. Für die meisten gehört natürlich das Raclette oder Fondue-Essen mit Freunden, Nachbarn oder Verwandten zu einem schönen Silvsterabend. Niemand muss lange in der Küche stehen und man hat Zeit zum Klönen in geselliger Runde. Außerdem vergeht so die Zeit bis Mitternacht am schnellsten. Andernorts kommt oft traditionell die Linsensuppe auf den Tisch. Linsen stehen für Geldmünzen und sollen zu ausreichend Geld im neuen Jahr verhelfen. Auch der Karpfen landet häufig auf dem Teller. Wer eine Schuppe des verspeisten Fischs im folgenden Jahr in seinem Portemonnaie mit sich herumträgt, soll finanziell ausgesorgt haben. Der Karpfen ist nicht zu verwechseln mit dem Krapfen. Das in Schmalz gebackene und mit Marmelade gefüllte Gebäck ist bei uns besser als Berliner Ballen oder Pfannkuchen bekannt. Es soll dem Brauchtum nach für finanziellen Wohlstand im neuen Jahr sorgen. Einen ähnlichen Zweck erfüllen Äpfel oder ähnliche Obstsorten, die hierzu in Honig gebadet und am Neujahrestag verspeist werden – eine Tradition, die zu Glück und Freude im neuen Jahr verhelfen soll. Das Silvesterfest geht auf Papst Silvester I. zurück, der ab dem Jahr 314 in Rom residierte. Unter seinem Pontifikat vollzog sich die Einführung des Christentums als Staatsreligion des römischen Reiches. Am 31. Dezember 335 verstarb er in Rom. Seither wird dieser letzte Tag des Jahres zu seinen Ehren als Silvester gefeiert. Zu Trinken gibt es an dem Abend häufig Feuerzangenbowle oder Silvesterpunsch und um Mitternacht darf natürlich das Gläschen Sekt oder der Champagner nicht fehlen, um auf das neue Jahr anzustoßen.

Silvester setzen wir uns immer gern mit den drei Kindern und drei Enkelkinder zusammen. Dann stoßen wir mit Sekt aufs neue Jahr an. Meine Frau kann sehr gut kochen, und wenn sie plötzlich eine Idee hat, kocht sie drauf los. Geknallt wird bei uns überhaupt nicht. Wir gucken lieber aus dem Fenster. Wir wohnen sehr ländlich. Wenn es sich ergibt, wünschen wir auch den Nachbarn ein frohes „Neues“ und lassen das alte Jahr ganz gemütlich ausklingen. Wir sind zufrieden und wünschen uns für 2018 vor allem Gesundheit, da wir die 80 überschritten haben – Kurt Otto Wenk aus Südkampen

Wir haben Silvester nichts geplant. In den vergangenen Jahren feierten wir immer im kleinen Kreis mit Freunden und Kindern. Jeder brachte etwas mit und wir machten Raclette. Das ist klassisch und für mich als Vegetarierin auch sehr praktisch. Doch dieses Jahr findet krankheitsbedingt nichts statt. Für unseren siebenjährigen Sohn haben wir in der Regel ein Jugendfeuerwerk und Wunderkerzen da. Es werden auch Spiele gespielt und ab und an gießen wir Blei. Sekt und Wein genießen wir in Maßen. Traditionell gibt es auch immer Berliner bei uns – Sylvia Alvermann aus Eilte

Silvester feiern wir in der Gaststätte, mal ohne die Familie, mit allem drum und dran. Da gibt es sehr gutes Essen, eine Drei-Mann-Kapelle, um 24 Uhr ein großes Feuerwerk und ein Sekt zum Anstoßen. Für 2018 habe ich mir vorgenommen, fit zu bleiben und noch mehr Sport – Wandern und drei Mal die Woche Nordic Walking – zu machen. Außerdem will ich auf die Gesundheit achten. In Bad Lauterberg gibt es sehr tolle Wanderwege und die Gegend ist sehr schön. Des Weiteren ist 2018 eine Reise zum Nordkap geplant – Uwe Tölken ehemals Bomlitz, nun Bad Lauterberg

Ich feiere Silvester immer mit der Familie im engsten Kreis. Dazu gehören meine Mama, die Geschwister und der Onkel. Es gibt den ganzen Abend Raclette. Dann ein kleines Tischfeuerwerk und eventuell Blei gießen. Außerdem „Youlen“ wir, also würfeln um kleine Geschenke. Pünktlich um Mitternacht gehen wir raus, um Raketen hoch zu jagen. Dort treffen wir uns mit den Nachbarn. Ich gehe meistens anschließend in die Tenne und bringe am Neujahrsmorgen die frischen Berliner mit. Ich trinke lediglich ein Glas Sekt auf den ganzen Abend verteilt, mehr nicht – Kira Kreimer aus Visselhövede

Dieses Jahr feiern wir ganz ruhig und gemütlich, ohne Enkel, mit unserem Sohn. Wenn die anderen knallen, werden wir ganz in Ruhe unser Gläschen Sekt trinken und mit unserem behinderten Sohn anstoßen. Er ist immer dabei und das ist gut so. In den letzten vier Jahren sind wir mit ihm und unseren Enkeln immer nach Hamburg in den Hafen gefahren. Das war etwas Besonderes. Für 2018 wünsche ich mir vor allem Gesundheit und mehr Arbeit als selbständiger Pflasterer – Klaus Meyer aus Visselhövede

Wir feiern bei uns zu Hause. Mein Vater und mein Onkel sind sehr angetan vom Feuerwerk. Mein Onkel hat sogar einen Feuerwerksschein gemacht und richtet in Südkampen immer ein großes Feuerwerk auf dem Feld aus. Da kommt das gesamte Dorf zusammen, um zuzugucken.  Die Nachbarn stehen dann schon mit der Flasche Sekt bereit und warten aufs neue Jahr. Das machen wir jetzt schon fünf Jahre so und legen immer etwas Geld dafür zurück. Bis zu 400 Euro werden wir in diesem Jahr verknallen. Was für andere Weihnachten ist, ist bei uns Silvester – Manuel Weise aus Südkampen



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