Wie lautet Ihr Fazit des langen schönen und trockenen Sommers?

2. September 2018

Grillabende, Sonnenbäder, laue lange Nächte bei kühlem Bier oder fruchtigen Cocktails, baden bei tropischen Temperaturen von Mai bis August, aber auch Dürre und Trockenheit, gleichbedeutend mit Wassermangel für Garten, Felder und Mastvieh – so sieht der Jahrhundert-Sommer 2018 aus. So viele Hitzetage wie im bisherigen Jahrhundert-Sommer 2003 gibt es diesmal wohl nicht, aber dafür ist dieser Sommer trockener und es können neue Temperatur-Rekorde purzeln. Bis Ende Juli war es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge im Schnitt 3,6 Grad wärmer als im langjährigen Vergleich. Bis dato fielen laut DWD in diesem Sommer lediglich etwa 113 Liter Regen. „Das ist weniger als die Hälfte des vieljährigen Mittelwerts der Niederschlagsmenge“, berichtet DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Der wenige Regen hat in Deutschland zu einer lang anhaltenden Dürre geführt, die Landwirten vielerorts zugesetzt hat. Sie beklagen Ernteausfälle und haben Schäden in Milliardenhöhe bei der Bundesregierung gemeldet. Teiche und Flüsse sind laut DWD ausgetrocknet, vielerorts herrschte hohe Waldbrandgefahr. Örtlich stiegen die Temperaturen in diesem Sommer auf fast 40 Grad, Spitzenreiter ist bislang Bernburg in Sachsen-Anhalt, wo am 31. Juli 39,5 Grad gemessen wurden. Den Allzeit-Hitzerekord hält allerdings Kitzingen in Bayern: sowohl am 5. Juli 2015 sowie am 7. August 2015 registrierte der DWD an der dortigen Messstation 40,3 Grad Celsius. Tropennächte, bei denen die Temperatur nicht unter 20 Grad gesunken ist, gab es ebenfalls einige. Besonders warm war es in der Nacht zum 1. August. So erlebte Berlin mit einem Tiefstwert von 24,4 Grad an zwei Messstellen seine bislang wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Ich bin Heidjer und war nie weg. Aber an eine so lange Wärmeperiode kann ich mich nicht erinnern. Es gab mal heiße Sommer, aber nie so lange. Das ist ungewöhnlich. Wir waren diesen Sommer einfach mal dran. Der nächste Sommer wird verregnet und nie über 25 Grad warm. Ich hatte mich den Temperaturen angepasst und habe meinen Tagesablauf verändert. Bereits morgens bis 8 Uhr hatte ich meine Einkäufe erledigt. Schön, dass sich auch Händler wie der Fleischer anpassten. Ich wohne im zweiten Stock unterm Dach, habe aber immer durchgelüftet. Daher ging es mit der Wärme. – Udo Helms aus Walsrode

Es hätte so bleiben können, mir machte die Hitze nichts aus. Wir waren mit dem Wohnwagen 14 Tage mit Kindern und zwei Enkelkindern an der Ostsee. An der See weht immer ein Lüftchen, das konnte man gut aushalten. Mal waren wir am Strand, mal im Wasser und haben richtig entspannt den Urlaub genossen. Auf dem Balkon haben wir einen kleinen Pool für die Enkelin aufgestellt. Ansonsten waren wir im Waldbad Bomlitz und im Lieth-Freibad. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lebensmittel durch die Trockenheit teurer werden. Ich selbst habe keinen Garten. – Rosemarie Deneke mit Caitlin aus Bad Fallingbostel

Sicher, wir brauchten Regen, aber ansonsten war es ein wunderschöner Sommer. Wir sind Rentner und können uns den Tag so einteilen, wie wir wollen. Daher erledigen wir immer alles vormittags und machen uns dann einen schönen Tag. Ab und an war es schon zu heiß, aber wir haben die Rollläden runtergelassen und Fenster auf „Durchzug“ gemacht. Wir haben unsere große Terrasse erneuert, konnten aber im Garten der Hitze entfliehen. Nun ist der Sommer vorbei. Morgens riecht es schon ganz anders. Ich kann die Wärme gut ab und mein Mann friert immer. Von daher passte es. – Praksede und Klaus Hasse aus Düshorn

Ich sehe es recht positiv. Da ich Motorrad fahre, ist so ein Sommer genial. Ich bin mehr Kilometer als letztes Jahr gefahren. Letztes Jahr waren von drei Urlaubswochen zwei verregnet. Da mag man nicht losfahren. Ich fahre gerne mal ins Weserbergland oder an die See. Wenn das Wetter unbeständig ist, fahre ich nicht gerne los. Dieses Jahr habe ich den Sommer an der Ostsee im Hotel verbracht. Wenn man Urlaub hat und schönes Wetter, hat man schon zu 50 Prozent gewonnen. Das macht den Urlaub aus – einfach mal draußen sitzen. Es müssen aber nicht immer über 30 Grad sein. – Manfred Wiedersich aus Walsrode

Der Sommer war eindeutig top! Ich kann die Hitze gut ab, das können nicht alle. Aber Sommer und Sonnenschein sind doch etwas Schönes. Ich war zu Hause und habe in Hamburg Verwandte besucht. Überwiegend hielt ich mich auf dem Balkon auf. Bereits morgens um 6 Uhr, wenn die anderen zur Arbeit fuhren, habe ich da gefrühstückt. Es war herrlich, ich habe es genossen. Bei dem Wetter musste man nicht in den Urlaub fahren. Ich habe eine Jahreskarte für den Vogelpark und da fahre ich oft hin, auch wenn es nur für zwei Stunden ist. Da suche mir eine schöne Ecke im Park aus. – Brigitte Holze aus Walsrode

Von mir aus hätte der Sommer so weitergehen können. Aber der Garten hat schon gelitten. Daher hätte es wenigstens nachts regnen dürfen. Die Hitze hat mir nichts ausgemacht. Ich bin Rentner und muss nicht mehr arbeiten gehen. Allerdings haben wir auch keinen Sommerurlaub gemacht, weil wir den Garten nicht alleine lassen wollten. Es wäre sonst alles verbrannt. Der Rasen ist eh hin, kommt aber hoffentlich wieder. Wir haben viel im Schatten unter der Markise gesessen, bei kühlen Drinks mit Bekannten und Geschwistern viel gegrillt und waren meistens bis 22 oder 23 Uhr draußen. – Wolfgang Maxion aus Bad Fallingbostel

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