Wie halten Sie es mit der Fastenzeit?

22. Februar 2015

Mehr als die Hälfte der Deutschen findet nach einer aktuellen Umfrage eine mehrwöchige Fastenzeit sinnvoll – aus gesundheitlichen Gründen. Dabei geht es in erster Linie um den Verzicht auf Alkohol und Süßigkeiten, den sich rund zwei Drittel der Befragten vorstellen könnten, ergab eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der Krankenkasse DAK. In der Umfrage erklärten 56 Prozent, sie hätten schon einmal über mehrere Wochen Verzicht geübt.

Sie tranken keinen Alkohol (70 Prozent), aßen nichts Süßes (64) oder kein Fleisch (41), rauchten nicht (40), schalteten Fernseher (33), Handy und Computer (27) ab oder ließen das Auto stehen (15). Besonders beliebt ist das Fasten in diesem Sinne bei den 30- bis 44-Jährigen, von denen es laut Umfrage schon 68 Prozent mal gemacht haben. Von den Älteren ab 60 Jahren gaben dies nur 45 Prozent an. In Ostdeutschland lehnen offenbar deutlich mehr Menschen den Gedanken an einen mehrwöchigen Verzicht ab als im Westen. 39 Prozent der Befragten aus den sechs ostdeutschen Ländern sagten, das käme für sie nie in Frage.

Von den befragten Westdeutschen äußerten nur 30 Prozent diese Ansicht. Zur „Fastenhochburg“ erklärte die DAK Bayern. Im Freistaat bekundeten 61 Prozent der Befragten eigene Fastenerfahrungen. Bei den Norddeutschen sehen 54 Prozent einen Sinn im Fasten und 56 Prozent haben schon über mehrere Wochen auf Genussmittel oder bestimmte Konsumgüter verzichtet. Fastenbefürworter haben meist einen höheren Schulabschluss oder studiert (64 Prozent), sind eher weiblich (62) und mittleren Alters.

Ich brauche meine Schokolade! Ich habe schon versucht, mich einzuschränken, aber die Fastenzeit habe ich noch nie direkt mitgemacht. Wegen der Kinder versucht man immer frisches Obst und Gemüse im Haus zu haben. Tiefkühlkost gibt es nur in Form von Erbsen und Möhren. Wer die Fastenzeit braucht, soll es mitmachen. Aber es gibt auch welche, die es übertreiben. Wie das so ist mit den guten Vorsätzen im neuen Jahr, man nimmt sich einiges vor. Vielleicht mache ich es irgendwann mal mit – Daniela Sackmann mit Noah aus Walsrode 

Daniela-Sackmann

 

Wir haben generell die Ernährung umgestellt, so dass wir möglichst fettreduziert auf Magerstufe kochen und leben. Wir gehen täglich bei jedem Wetter eineinhalb Stunden raus und machen zusätzlich zu Hause Gymnastik. Wir leben zwar nicht vegan oder vegetarisch, aber bewusst. Wir verwenden Omega-3-Fettsäuren und achten darauf, dass wir nicht zu viele Kalorien zu uns nehmen und halten unser Gewicht in Schach. An Heilfasten haben wir schon gedacht, aber konnten uns noch nicht dazu entschließen – Helge Gebhard aus Walsrode

Helge-Gebhard

Ich rauche nicht und trinke generell keinen Alkohol, höchsten zum Geburtstag mal ein Gläschen Sekt. Da mache ich lieber bei Feiern den Fahrer. Eine Fastenkur oder Fastenzeit habe ich noch nicht mitgemacht und achte auch nicht bewusst auf die Ernährung. Meine Schwiegermutter macht oft das Heilfasten mit, aber ich persönlich benötige die Energie für den Alltag. Vielleicht probiere ich es irgendwann einmal aus. Ich habe vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört, und das ist schon ein großer Schritt – Jennifer Höpfner mit Lina-Marie aus Walsrode  

Jennifer-Hoepfner

Ich mache es nicht an der Fastenzeit fest, sondern faste, wenn ich denke, dass es sein muss. Meistens ist es nach Weihnachten der Fall. Ich bin nicht so der Süßigkeitenesser, sondern eher die Kinder und mein Mann. Daher fällt es mir nicht schwer, auf Süßigkeiten zu verzichten. Alkohol trinke ich so gut wie gar nicht. Wenn, dann faste ich nicht aus religiösen, sondern eher aufgrund der Figur oder gesundheitlichen Gründen. Heilfasten – eine Woche nur trinken – kann ich nicht, dann lieber „FDH“ und auf Süßes verzichten – Britta Surey mit Jan Henrik aus Walsrode

Britta-Surey

Eigentlich haben wir das ganze Jahr Fastenzeit. Seit drei Jahren verzichte ich auf Schokolade und esse nur noch reduziert Süßigkeiten. Ein Gläschen Sekt trinke ich gerne einmal. Das Leben ist viel zu kurz, um auf alle schönen Sachen zu verzichten. Oft regelt es sich von selbst, wenn man irgendwann mal etwas nicht mehr essen kann oder darf. Am Karfreitag versuchen wir, spartanisch zu leben und verzichten oft auf Wurst und Fleisch. Das ist bei uns ein alter Familienbrauch – Brigitte und Karl-Heinz Schoppa aus Bomlitz 

Brigitte-u.-Karl-Heinz-Schoppa

Ich habe nicht vor, die Fastenzeit mitzumachen. Viel wichtiger ist es, sich richtig und gesund zu ernähren. Leider habe ich Übergewicht und es ist schwer, da runter zu kommen. Ich werde jetzt „FDH“ leben. Ich lebe allein und koche oft auf Vorrat. Nun möchte ich bewusster leben und mehr auf Vitamine, Obst und Gemüse achten. Es ist auf alle Fälle für die Gesundheit besser und eine Entlastung für den Körper. Vor 40 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Die letzte Schachtel landete einfach im Ofen, dann war Schluss damit – Horst Hein aus Buchholz 

 

Horst-Hein

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