Wie halten Sie es mit der Fastenzeit?

10. März 2019

Immer mehr Deutsche finden Gefallen am Fasten.

Mittlerweile halten es 63 Prozent für sinnvoll, mehrere Wochen gezielt auf ein Genussmittel oder auf Konsumgüter zu verzichten, zeigt eine Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit. Vor acht Jahren waren es erst 53 Prozent. Die meisten wollen in diesem Jahr Alkohol meiden. Mit 73 Prozent sind das so viele wie nie zuvor und sogar zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit dem Osterfest voran, das durch das Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt wurde. Ostern ist deshalb ein beweglicher Festtermin, der auf die Zeit zwischen den 22. März und den 25. April fallen kann. Der Termin der Fastenzeit ist „beweglich“ und definiert sich im Verhältnis zu Ostern durch die Länge der Fastenzeit. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, so heißt es in dem bekannten Karnevalslied. Der Tag, an dem das närrische Treiben vorbei ist, markiert zugleich den Beginn der christlichen Bußzeit. Diese österliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet mit der Karwoche. Sie umfasst 40 Tage und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbrachte. Die Tradition der Aschebestreuung ist seit dem 11. Jahrhundert auf die ganze Gemeinde übergegangen und gehört bis heute zur Liturgie der katholischen Aschermittwochs-Gottesdienste: Der Priester besprengt die Asche, die aus verbrannten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen wurde, mit Weihwasser und zeichnet den Christinnen und Christen ein Aschekreuz auf die Stirn.

Die Fastenzeit habe ich noch nie mitgemacht, bin aber aus gesundheitlichen Gründen sehr daran interessiert, um auch zu entschlacken. Aber das wäre für mich unabhängig von der Fastenzeit. Wir verzichten regelmäßig eine Zeit lang auf Alkohol und Süßigkeiten, weil es einfach gut tut. Was mir schwer fällt, ist, auf Medien zu verzichten, und zum Beispiel abends das Handy auszulassen. Da muss schnell mal noch aufs Handy geschaut werden. Es dient auch „zum Runterkommen“. Zur Ablenkung habe ich mit dem Sticken angefangen. Es ist das positive Ergebnis, das zählt, und ich nähe viel, wenn Zeit ist – Rebecca Sandner mit Emmi

Davon halten wir überhaupt nichts. Auch wenn man christlich gesinnt ist, muss man die Sitte nicht mitmachen. Wir ernähren uns stets sehr gesund, sodass wir keine Fastenzeit brauchen. Mein Mann raucht ab und an Pfeife und trinkt mal ein Gläschen Wein. Mehr auch nicht. Ich koche gesund, mit viel Gemüse, wenig Fett und viel Obst. Käse und Joghurt mögen wir auch gerne. Ich habe noch nie eine Diät mitgemacht. Wir sind aber tolerant gegenüber anderen und haben Verständnis für diejenigen, die fasten möchten, machen das aber nicht mit – Hughette und Jean-Pierre Pouzol aus Walsrode

Meine Schwestern, eine lebt in Schweden, eine in Norwegen, essen fünf Tage in der Woche und fasten dann zwei und sind sehr begeistert. Man nimmt automatisch ab und fühlt sich besser. Dabei sind beide nicht korpulent, aber sehr gesundheitsbewusst. Eigentlich müsste ich auch etwas tun, um abzunehmen. Wenn ich das wirklich will, kriege ich es auch hin, aber ich würde es nicht an der Fastenzeit festmachen. Das hätte für mich nichts damit zu tun. Alkohol trinke ich eh nicht, und im Moment gibt es auch keinen Anlass zum Fasten – Geir Oesterli aus Visselhövede

Ich habe noch gar keinen Gedanken daran verschwendet und sehe auch keinen Anlass oder eine Notwendigkeit dafür. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol und esse nur ab und zu nachmittags zu meinem Latte Macchiato gerne mal einen Keks. Ich halte mein Gewicht, da ich zweimal am Tag mit meinem Hund laufe und morgens immer zehn Minuten Gymnastik mache. Ich mache viel für den Rücken und gegen meine Verspannungen. Einmal die Woche mache ich Bauchtanz im Walsroder Kurs. Wir treten auch privat auf. Das hält mich fit. Ich bin kein Mensch, der viel herumsitzen kann – Gaby Uelzen aus Visselhövede

Die Fastenzeit spielt bei uns keine Rolle. Wenn man zwei kleine Kinder hat, die sechs und zwei Jahre alt sind, möchte man auch auf nichts verzichten. Wir machen zwischendurch mal eine Eiweiß-Diät, auch Low-Carb genannt. Das ist eine kohlenhydratarme Ernährung, dient dem Abnehmen und bringt definitiv Erfolg. Kein Brot, keinen Reis, keine Nudeln und Zucker ist sowieso gestrichen. Das machen wir zweimal im Jahr, wenn uns danach ist. Wir haben auch einen Crosstrainer zu Hause, den wir zwei- bis dreimal die Woche nutzen. Wir geben uns eben Mühe – Ina und Sergey Dietz aus Nienburg

Ich nutze meistens die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern und fange mit einer Heilfasten-Woche an. Einfach, um den „Stöpsel zu ziehen“ und das „schmutzige Wasser“ abzulassen. Die übrige Zeit verzichte ich zusätzlich auf Süßigkeiten und Alkohol. Ich habe das Rauchen zum Glück aufgegeben und reduziere nun zwei weitere Laster. Außerdem versuche ich, in der Zeit zur Ruhe zu kommen und innezuhalten, da ich ein hektischer Mensch bin, und hinterfrage mich: „Stopp, wo läufst du hin?“ „Resetten“ unter dem Dach der Religion und Danke sagen, das einem 24 Stunden am Tag geschenkt werden – Sabine Bente aus Visselhövede

Schlagworte:




Comments are closed.

Back to Top ↑