Wie groß ist Ihr Umweltbewusstsein?

24. April 2016

Seit dem 1. April müssen in den meisten Geschäften Plastiktüten bezahlt werden. 
Die meisten Verbraucher haben für diese Maßnahme Verständnis. Aber auch so sind die Deutschen beim Verzicht auf Plastiktüten Spitzenreiter: 82 Prozent der Menschen hierzulande benutzen wiederverwendbare Körbe oder Taschen, um ihre Lebensmittel zu transportieren. Das sind mehr als in jedem anderen Land. Beim direkten Nachbarn Frankreich sind es lediglich 57 Prozent, in Großbritannien nur rund 50 Prozent. Auch beim Wassersparen sind die Deutschen in einigen Bereichen führend. Die Mehrheit (83 Prozent) stellt hierzulande beim Zähneputzen das Wasser aus, während es in Kroatien nur etwa 69 Prozent der Befragten tun. Dafür geben lediglich 68 Prozent der Deutschen an, dass die Aussage „Ich spare Wasser, wo auch immer es geht“ für sie weitgehend bis vollständig zutrifft. In Italien haben 83 Prozent der Befragten in dieser Weise geantwortet.
Vorbildlich verhalten sich die Deutschen beim Mülltrennen: Fast 85 Prozent trennen immer ihren Müll. Damit liegt Deutschland auf Platz 2 hinter Belgien (86 Prozent). In Russland trennen hingegen nur etwa 15 Prozent ihre Abfälle. Dagegen kennen nur 19 Prozent der Deutschen den Energieverbrauch ihres Hauses oder ihrer Wohnung in Euro. In Österreich wissen dies mehr als 27 Prozent und in Kroatien sogar fast 47 Prozent der Befragten.
Bei der Veganer-Quote liegt Deutschland mit gut zwei Prozent im Mittelfeld. Absoluter Sieger ist hier die Türkei: Dort trifft für rund neun Prozent die Aussage „Ich ernähre mich aus Überzeugung vegan“ voll und ganz zu. Nachholbedarf besteht in Deutschland auch beim Konsumverhalten. Lediglich neun Prozent der befragten Deutschen sind bereit, mehr für Produkte mit Fair Trade Label zu zahlen. Doch auch in anderen europäischen Ländern ist diese Motivation nicht sehr groß.

Ich fahre immer mit dem Zug zur Arbeit, um schnell und günstig nach Hannover zu kommen. Ich gehe den Weg zum Bahnhof zu Fuß und benutze auch in Hannover die öffentlichen Verkehrsmittel. Zeitungen und Altpapier werden für die Freiwillige Feuerwehr Honerdingen gesammelt. Unsere Wohnung wird mit nachwachsendem Rohstoff, sprich Holz, gewärmt. Gartenabfälle kommen auf den Kompost, Küchenabfälle in die Biotonne. Ich habe wegen der Ungeziefer, Mäuse und Ratten, Bedenken, Küchenreste auf dem Kompost zu entsorgen. Aber dafür gibt es ja die Biotonne – Michael Mühlberg  aus Walsrode

U-Michael-Muehlberg

Wir verzichten auf Plastiktüten und trennen den Müll. Wir haben einen Kompost für Gartenabfälle. Küchenabfälle kommen in die Biotonne. Den Strom schalten wir ab, wenn wir ihn nicht brauchen. Ich selbst habe kein Auto, sondern gehe meistens zu Fuß. Den wöchentlichen Einkauf erledigen wir mit dem Wagen. Mein Mann fährt sehr energiesparend und geht immer rechtzeitig vom Gas. Wir lassen den Wagen auch nicht unnötig laufen. Ich finde es nicht schön, dass die Leute einfach ihren Müll auf der Straße entsorgen – Kathleen Dreuter mit Talisa aus Walsrode

U-Kathleen-u.-Talisa-Dreuter

Ich finde es nicht richtig, dass die Leute ihren Müll, wie Reifen, Computer und Elektroschrott im Wald entsorgen. Dabei gibt es genügend Abgabestellen, und es ist keine Arbeit, Sperrmüll zu beantragen. Es macht mehr Arbeit, den Müll in den Wald zu karren, als vor die Tür zu stellen. Wir trennen Müll, haben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung. Ich lasse häufig den Wagen stehen und gehe zu Fuß. Ich fahre  energiesparend und habe einen Kleinwaren, der 3,5 bis 5,5 Liter verbraucht – Rüdiger Thölken aus Dorfmark

 

U-Ruediger-Thoelken

Der Umweltgedanke steht für mich an erster Stelle. Ich habe drei Kinder und vier Enkelkinder, denen ich auch die Mülltrennung beibringe. Auch bei meiner Kosmetik achte ich auf Bioprodukte, die hautfreundlich und biologisch abbaubar sind. Ich bin sehr sportlich und fahre viel Fahrrad. Wenn andere am Sonntag mit dem Auto unterwegs sind, nehme ich die Inliner. Es ist für mich Ausgleich und Sport. In Spanien sind die Müllberge extrem. Es ist ein anderes Leben und eine andere Einstellung, aber es stört. Ich mache auch Umweltsünder freundlich auf ihr Tun aufmerksam – Karin Pena Estevez aus Oerbke

U-Karin-Pena-Estevenz


Ich erledige alle Besorgungen zu Fuß, wie es sich für einen Rentner gehört. Längere Strecken fahre ich mit dem Fahrrad. Von Honerdingen bis nach Soltau und zurück, ist kein Problem. Es spart Geld und schont die Umwelt. Außerdem habe ich die Zeit. Den Müll trenne ich ganz gründlich. Eine Biotonne brauche ich nicht. Der Rasenschnitt zum Beispiel kommt auf den Kompost. Ich spare einfach auch an allem, wie beim Strom. Früher waren die Eltern noch strenger, was das betraf. Plastiktüten brauche ich nicht. Ich nehme meistens einen Pappkarton. Leere Pfandflaschen hebe ich auf – Jürgen Lenz aus Honerdingen  

U-Juergen-Lenz


Mir liegt vor allem die Mülltrennung am Herzen. Zeitungen werden generell gesammelt und es werden verschiedene Mülleimer für Plastik, Gläser, Altpapier und Restmüll benutzt. Ich achte auch aufs Stromsparen. Wenn ich am Wochenende nicht da bin, wird alles ausgeschaltet. Beim Autofahren schalte ich auch den Motor an Bahnübergängen aus, oder man weiß, dass es  länger dauert. Kurze Strecken zum Einkaufen fahre ich auch mit dem Fahrrad, oder zur Arbeit, wenn ich weiß, ich habe keine weiteren Termine – Luise Börold aus Walsrode

U-Luise-Boerold

Schlagworte:




Comments are closed.

Back to Top ↑