Wie gehen Sie mit dem „Novemberblues“ um?

15. November 2015

Die Tage werden kürzer und die Abende länger – die dunkle Jahreszeit ist angebrochen. 
Je dunkler die Tage, desto trüber ist bei vielen Menschen die Stimmung. Das Phänomen lässt sich einfach erklären: Wenn Licht fehlt, geht unsere Stimmung in den Keller. Die Jahreszeiten und das Wetter lassen sich zwar nicht ändern, aber mit kleinen Tricks lässt sich das Stimmungstief überlisten.
Studien haben gezeigt, dass in Mitteleuropa etwa zehn Prozent der Bevölkerung im Winter unter Symptome wie Müdigkeit, Energielosigkeit, Konzentrationsschwäche und Heißhunger auf Kohlenhydrate leiden. Schuld daran sind die veränderten Lichtverhältnisse. Die Zirbeldrüse schüttet bei Dunkelheit Melatonin, ein schlafförderndes Hormon, aus, das bei Licht wieder abgebaut wird. Fehlt die Helligkeit, bleibt der Melatonin-Spiegel hoch und die Stimmung sinkt auf Null.
Wegen der geringen Sonneneinstrahlung wird außerdem zu wenig des lichtabhängigen Botenstoffes Serotonin, das stimmungsaufhellend wirkt, produziert. Die Serotoninproduktion wird durch einige Lebensmittel angeregt z.B. Bananen, Nüsse, aber auch Schokolade. Daher kommt auch in der dunklen Jahreszeit der Heißhunger auf Süßes. Mit zunehmender Dunkelheit stellen viele ihre Aktivitäten in der freien Natur ein. Aber: Auf Bewegung sollte man auf keinen Fall verzichten. Wenn es das Wetter zulässt, sollte man raus gehen. Das fördert außerdem die Abwehrkräfte und kurbelt das Immunsystem an! Gerade im Herbst ist man durch das ungemütliche Wetter für Krankheiten besonders anfällig.

Ich habe diese Phase nicht. Ich habe zwei Kinder, die halten mich auf Trapp, da kommt man gar nicht zum Nachdenken. Das Wetter stört mich auch nicht. Wenn die Kinder schlafen, kommt ein kleines Tief, weil man einfach erschöpft ist. Aber die Kinder wollen spielen und nach Draußen. Das hilft und entspannt. Das Jüngste ist zwei Monate alt und schläft viel, der ältere spielt auch mal alleine. Man muss sich einfach zum Rausgehen motivieren und darf sich nicht runter ziehen lassen – Jasmin Pashley mit Tristan aus Bad Fallingbostel

Jasmin-Pashley

Ich freue mich schon auf den Winter. Da fängt für mich die ruhige Zeit an und ich komme mehr zum Lesen. Aber vorher muss ich bis zur Adventszeit die Küche renovieren und streichen. Der Winter ist einfach zum Nachdenken und Vertiefen geeignet. Aber eine depressive Phase habe ich nicht. Ich arbeite im Sommer im Garten, nun steht das Laub harken an und wir haben viel Laub. Das ist aber eine Arbeit, die ich gerne mache. Sie gehört zum Herbst dazu. Ich lasse mich auch kaum vom Wetter beeinflussen und fahre wenn möglich viel Fahrrad und gehe wandern – Dirk Dalhuisen aus Vethem

Dirk-Dalhuisen

Ich leide nicht unter dem November oder die grauen Monate. Man nimmt es einfach so hin. Ich gehe trotzdem immer mit meiner Tochter raus und laufe durch den Wald. Wir haben zu Hause Pferde und die müssen auch versorgt werden. Da man immer raus muss, kommt man nicht in die „Depri-Phase“. Zu Hause werden Bücher angeguckt und im Kaminofen Feuer angemacht. Mein Mann ist Landwirt und schimpft über das Wetter, aber es gehört einfach zur Jahreszeit dazu. Wenn wir dieses Jahr noch Schnee bekommen, würde ich mich freuen – Sandra Grünhagen mit Finja aus Düshorn

 

Sandra-Gruenhagen

In meinem Beruf ist es etwas speziell. Ich suche mir einen Ort aus und gehe von Tür zu Tür die Kunden besuchen. Wenn es regnet, brauche ich nicht los. Es macht keinen Spaß und die Leute sind nicht gut drauf. Das merkt man. An solchen Tagen mache ich lieber Büroarbeit. Auch wenn später die Sonne scheint, brauche ich nicht mehr los, da es früh dunkel wird. Dann machen die Leute nicht mehr auf. Ich leide aber nicht unter Depressionen, darüber bin ich weg. Ich versuche immer positiv zu denken und tanke zu Hause Kraft – Detlef Wichnewski aus Zeven

Detlef-Wichnewski


Ich habe damit wenig Probleme, da ich immer viel zu tun habe und man kann sich nachmittags mit Freunden zum Kaffee treffen. Der Garten ist so gut wie fertig. Der Wind hat das übrige getan und Laub harken ist fast überflüssig. Nun freue ich mich auf die ruhige Adventzseit ohne viel Hektik. Ich genieße die Wochen bis Weihnachten in aller Ruhe. Dann ist wieder Trubel, wenn alle kommen. Aber jeder geht damit anders um. Ich habe einen Hund und mit dem muss ich jeden Tag mehrmals raus. Jede Jahreszeit hat etwas Schönes, da bin ich wetterunabhängig – Regina Karaban aus Hodenhagen

Regina-Karaban

 


Ich habe damit kein Problem, da ich einen festen Tagesablauf habe. Der ist so gestaltet, wie immer. Ich nehme mir jeden Tag etwas vor. Von Montag bis Donnerstag muss meine Frau zur Therapie und auch am Wochenende sind wir meistens unterwegs. Das Wetter belastet auch nicht. Ich komme nicht oft zum Nachdenken und Trübsal blasen. Zu Hause macht man es sich dann gemütlich, bei Kaffee und Kuchen. Für Sport oder andere Hobbys bleibt keine Zeit. Das Laub harken fällt auch noch an. Das muss ich zwischendurch auch noch machen. Ansonsten hilft jeden Tag Fahrrad fahren – Manfred Gebhardt aus Benefeld

Manfred-Gebhardt

 

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