Wie feiern Sie Weihnachten?

25. Dezember 2016

Familie steht im Mittelpunkt

Der 24. Dezember ist als Heiligabend der klassische Geschenktag für die Kinder

Das Weihnachtsfest ist nach Ostern das wichtigste Fest der Christen – die Geburt Jesus Christus’. Mittlerweile feiern auch Nichtchristen in aller Welt Weihnachten mit weihnachtlicher Dekoration, Tannenbaum und dem Austausch von Geschenken. Die Festtage wurden auf die Zeit zwischen dem 24. und dem 26. Dezember gelegt, da an diesen Tagen bereits in heidnischer Zeit Feierlichkeiten stattfanden. Der 25. Dezember, der Tag der Sonnwende, war in vielen europäischen Kulturen ein bedeutender Tag. Im Jahr 325 n. Chr. wurde Weihnachten zum ersten Mal an diesem Termin gefeiert. Bis zum 5. Jahrhundert war es ein schlichtes Fest. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich erstes Brauchtum wie Weihnachtslieder, Krippenverehrung und festliche Dekoration. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wird Weihnachten zunehmend romantischer, indem Christbäume und Krippen in den Wohnungen Einzug hielten. In evangelischen Familien wurde der 24. Dezember zum Kindergeschenktag. Bis dahin brachte der heilige Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. Die evangelische Kirche lehnt jedoch die Verehrung von Heiligen ab, so dass der Austausch von Geschenken auf einen anderen Tag verlegt wurde. Nun brachte in evangelischen Haushalten das Christkind die Geschenke. Daher entstand mit der Zeit aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann, der nun in vielen Familien zu Weihnachten die Geschenke bringt. Heute gibt es in katholischen und evangelischen Familien kaum noch Unterschiede im Brauchtum. Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich Weihnachten zu einem Familienfest.

Wir feiern klassisch – ganz normal – und gehen vorher mit den Kindern in die Friedenskirche in Bommelsen, da sie auch am Krippenspiel beteiligt sind. Danach essen wir traditionell Kartoffelsalat, Würstchen und Forelle. Anschließend ist Bescherung und wir spielen Spiele. Wer eine eins oder sechs würfelt, darf ein Geschenk hervorholen und weiterreichen. Dadurch werden die Geschenke nicht einfach aufgerissen. Die Kinder, 13, 16 und 18 Jahre alt, schmücken den Baum erst am 24. Dezember. Zwischen Weihnachten und Neujahr werden die Großeltern besucht – Meike von Hollen aus Bommelsen

Wir holen den Baum immer vorher und stellen ihn auf, so dass man etwas davon hat. Wir haben immer eine schöne Tanne mit Naturkerzen und Strohsterne. Die habe ich als Kind mit meinen Geschwistern gebastelt. Früher, als die Eltern noch gut Zuwege waren, sind wir auch in die Kirche gegangen. Doch heute bleiben wir zu Hause. Traditionell essen wir seit Jahren am Heiligabend Fondue. Da sitzt man schön lange am Tisch. Weihnachten ist einfach ein gemütliches Familienfest. Manchmal kommen auch die Nachbarn vorbei, die allein sind. Dann feiern wir gemeinsam – Susanne Mader aus Walsrode

Unser Weihnachtsbaum wird einen Tag vorher aufgestellt, den meine Frau dann schmückt. Meine Frau geht mit den Kindern in die Kirche, wenn Schnee lag, sogar mit Fackeln und Schlitten. Ich bereite in der Zeit dann alles vor. Nach dem Kirchbesuch gibt es eine Suppe und dann werden die Geschenke ausgewürfelt. Dieses Jahr sind die Geschenke kleiner, man hat ja alles. Viel wichtiger ist das Beisammensein. Am ersten Weihnachtsfeiertag, werden die Omas besucht und die Schwägerin feiert am 26. Geburtstag – Kersten Blankenhagen aus Walsrode

Wir feiern Heiligabend mit insgesamt 15 Personen bei meinen Schwiegereltern auf der Diele. Die Großeltern und auch meine Eltern sind mit dabei. Jeder bringt etwas zum Essen mit. Die Bescherung findet unter dem großen Baum in der Diele statt. Jeder bekommt ein Geschenk. Wir selbst haben aber auch einen Baum. Am 1. Weihnachtstag geht es zu den Schwiegereltern zum Gansessen. Am 2. Weihnachtstag ist nichts geplant. Zwischen den Feiertagen besuchen wir meine Eltern zur Kaffeezeit in Dorfmark. Es sind  somit für mich sehr entspannende Feiertage – Dorina Hellmann mit Mila aus Düshorn

Den Baum stellen wir schon vier Tage vorher auf. Er wird von meiner Mutter und meinem kleinen Bruder geschmückt. Wir müssen erst Gedichte vortragen und dürfen uns dann unser Geschenk nehmen. Zum Essen gibt es immer Ente und ein zweites Gericht zur Auswahl. Ich gehe eventuell zur Kirche. Am ersten Weihnachtsfeiertag besuchen wir meine Schwester in Hannover. Die kocht dann etwas Schönes. Am 2. Weihnachtstag besuchen wir meine Oma im Seniorenheim. Ich wünsche mir, dass die ganze Familie zusammen Weihnachten feiert – Lisa Klimmek aus Schwarmstedt

Weihnachten ist das Fest der Familie. Da sollten alle zusammenrücken. Wir sind mal fünf, mal bis zu zehn Personen, je nach dem, wo gefeiert wird. Am 23. abends schmücken wir mit den Kindern, 12, 15 und 18 Jahre alt, traditionell den Weihnachtsbaum. Bis auf Lametta,haben wir noch viel Weihnachtsschmuck von früher. Seit ein paar Jahren gibt es bei uns Heiligabend Raclette statt Würstchen und Kartoffelsalat. Die Oma ist auch mit dabei. Da sitzt man schön lange am Tisch. Dann ist Bescherung. Die Neffen und Nichten werden am 2. Weihnachtsfeiertag besucht und deren Wünsche erfüllt – Ellen Hillert aus Hodenhagen



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