Wie feiern Sie Silvester?

30. Dezember 2018

Am letzten Tag des Jahres, lassen viele Menschen das vergangene Jahr Revue passieren und blicken in die Zukunft.

Oft werden auch bestimmte Silvesterbräuche und Traditionen gepflegt. Dazu zählt unter anderem das aus der Schweiz stammende Ra-clette-Essen. Das ist für den Silvesterabend so gut geeignet, weil man dabei stundenlang essen und sich unterhalten kann, während man auf Mitternacht wartet.
Früher steckte man an Silvester eine Schuppe des Karpfens, der abends auf den Tisch kam, in die Geldbörse, in der Hoffnung, sie würde einem im kommenden Jahr stets zu ausreichend Geld verhelfen. Feuerwerk, Fackeln und Kerzen, die an Silvester schon immer in großer Zahl entzündet wurden, sollten die bösen Geister des alten Jahres vertreiben und dem Neuen Gutes bringen. Nicht nur das Licht, sondern auch der Lärm diente symbolisch diesem Zweck.
Auf den Dörfern in Westfalen hämmerten Schmiede das alte Jahr im wahrsten Sinne des Wortes aus, indem sie sich um den Amboss versammelten und abwechselnd auf ihn einschlugen. Ein anderer alter Silvesterbrauch bestand darin, dass die Familie oder Freunde den Mitternachtssekt – früher war es oft Punsch statt Sekt – alle aus einem Glas tranken, das schließlich einer über die Schulter warf und zerbrach. Dieser Brauch stand symbolisch für die Gemeinschaft der Menschen, der die Scherben Glück bringen sollten. Beliebt ist auch das Bleigießen. Dabei bringt man kleine Blei- oder Zinnstücke über eine Kerze in einem Löffel zum Schmelzen. Das geschmolzene Blei gießt man in kaltes Wasser, wo es sofort kalt und starr wird und eine neue Form erhält. Die so entstehenden Gebilde oder Figuren werden dann – mithilfe der eigenen Fantasie oder einer speziellen Schablone – als Symbol und Voraussage für das gedeutet, was das neue Jahr der jeweiligen Person bringen wird.

Früher sind wir Silvester immer zum Tanzen gegangen. Nun sind wir älter und jeder hat seine Wehwehchen. Daher gehen wir mit Freunden schön Essen und kehren dann immer reihum bei jemanden zu Hause ein. Wir sind drei Pärchen. Dann werden Spiele gespielt und auch gesungen. Wir spielen querbeet und auch ein Kegelspiel, das mein Mann selbst gebaut hat. Wir verwenden keine Böller, sondern gucken nur zu, wie andere knallen. Berliner gibt es noch um Mitternacht, die gehören einfach dazu. Für 2019 wünschen wir uns vor allem Gesundheit. Mehr brauchen wir nicht – Bärbel Gummert aus Benefeld

Dieses Jahr sind wir Silvester bei Freunden auf einer Hochzeit. Die kirchliche Trauung findet in Nordkampen mit rund 100 Gästen statt. So früh wusste ich noch nie, wie ich Silvester feiern werde. Musik, Tanz, Essen – alles ist geregelt. Ich denke, es wird ordentlich von der Gaststätte aus geknallt. Zum einen, um das neue Jahr zu begrüßen, zum anderen auch, um das Brautpaar zu ehren. Für 2019 wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben. Ich bin erst kürzlich mit meinem Freund zusammengezogen. Mal sehen was 2019 noch passiert. Für 2019 haben wir nur einen Kurzurlaub geplant – Mariesa Stolte aus Nordkampen

Früher gab es grundsätzlich selbst gemachten Heringssalat und Würstchen. Seit zehn Jahren gehen wir mit Freunden essen, immer in ein anderes Lokal. Dieses Jahr geht’s ins „Nostalgie“, dem Griechen auf dem Rocksberg in Fallingbostel. Dann kehren wir bei Bekannten ein. Wir sind vier Ehepaare, da werden Karten gespielt und wir „Schrott-Wichteln“. Geknallt wird nicht! Das habe ich noch nie in meinem Leben. Es ist übertrieben. In einer Nacht ist die Umweltbelastung so groß, wie ein Jahr Autofahren. Aber Berliner-Essen gehört um Mitternacht dazu – Hiltraud Schade aus Bad Fallingbostel

Wir sitzen zusammen gemütlich auf dem Sofa und gucken raus, wenn es um Mitternacht das Feuerwerk gibt. Für uns ist es ein Tag wie jeder andere. Früher haben wir auch mit Freunden und Bekannten gefeiert, aber aus dem Alter sind wir raus. Wir trinken auch keinen Alkohol. 2019 nehmen wir, wie es kommt. Da steht nichts Besonderes an. Wir hoffen vor allem, dass es mehr regnet, und der Winter nicht so hart wird, damit sich der Garten wieder erholt. Da muss im neuen Jahr einiges wieder aufgepäppelt werden – Christine und Werner Jahns aus Meinerdingen

Geknallt wird Silvester nicht. Es schadet der Umwelt und ist gefährlich. Es ist besser, wenn das Geld gespendet wird. Wir gehen hier in Walsrode im „Anders“ feiern. Da muss man sich früh anmelden. Es ist eine richtige Silvesterparty. Gemeinsam mit vielen anderen Leuten wird bei Livemusik bis zwei Uhr morgens gefeiert. Das reicht dann auch. Früher haben wir mit den Kindern gefeiert und Ra-clette gegessen. Nun sind die Kinder aus dem Haus und es ändert sich einiges im Leben. Für 2019 steht eine Reise in die Sonne an. Wohin genau, steht noch nicht fest. Ich hoffe, dass wir gesund bleiben – Hanna und Bernd Raute aus Walsrode

Silvester fahren wir zu meiner Schwester nach Zeven. Wir sind acht bis zehn Personen. Jeder kocht etwas und bringt es dann mit. So hat die Hausfrau wenig Arbeit. Wir spielen Spiele, unter anderem das „Schweinchen-Spiel“ und „Jenga-Turm“, ein Geschicklichkeitsspiel mit Holzklötzen. Es gibt um Mitternacht Sekt. Wir knallen nicht, sondern gucken nur zu, wie die anderen Silvesterraketen starten. Wir sind alle Rentner, da machen wir nicht mehr so viel Tamtam, feiern aber trotzdem gerne – Peter Geier aus Visselhövede

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