Wie feiern Sie das Weihnachtsfest?

22. Dezember 2014

Wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird, ist allgemein bekannt. Aber es gibt viele unterschiedliche Bräuche weltweit rund um die Geburt Jesu – also dem Christkind. In England zum Beispiel werden die Wohnzimmer mit Girlanden geschmückt, wie bei uns an Silvester oder zum Fasching. Der 24. Dezember ist der Tag, an dem herrlich getafelt wird. Traditionell gibt es einen gefüllten Truthahn und Plumpudding.

Und auf jedem Teller liegt ein lustiges Hütchen, eine Tröte und Luftschlangen. Im Plumpudding wird eine Münze versteckt und wer diese findet, hat einen Wunsch frei. Am Ende des Essens wird im Wohnzimmer eine Leine aufgespannt, an die man Socken und Strümpfe hängt. Denn erst, in der Heiligen Nacht, kommt „Father Christmas“, wenn alle schlafen, durch den Schornstein und befüllt die Socken und Strümpfe. So bekommen die Kinder am 25. Dezember ihre Geschenke. Am besten haben es die Kinder in Frankreich, die gleich zweimal beschenkt werden. Am 24. Dezember beginnt der Abend mit einem richtigen Festmahl, das in Frankreich „Le Reveillon“ heißt.

Da kommt alles auf den Tisch was gut und teuer ist: Austern, Schnecken, Gänsebraten, Truthahn, Käseplatten und leckere Nachtische. Mit vollem Bauch und gut gelaunt geht dann die Familie zur Mitternachtsmesse in die Kirche. Und genau in dieser Zeit kommt zum ersten Mal „Père Noël“, um in den Schuhen der Kinder kleinere Geschenke zu platzieren. Doch dem nicht genug: Der fleißige „Père Noël“ kommt am 25. Dezember noch einmal, dann findet die richtige große Bescherung statt.

Bei uns wird traditionell der Tannenbaum mit den Kindern geschmückt. Es bekommt auch jeder einen bunten Teller mit Süßigkeiten. Es gibt immer Nudelsalat und Würstchen. Mein Vater spielt Weihnachtsmann und überreicht die Geschenke. Am ersten Weihnachtsfeiertag essen wir Gans oder Pute, mit Rotkohl und Knödel. Meistens feiern wir bei uns. Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir von der Familie 30 Personen, die in ganz Deutschland verteilt leben. In die Kirche geht es nicht, da die Kinder zu unruhig sind – Verena mit Mary Ann Bahr aus Hodenhagen

Verena-Bahr

 

Wir feiern mit der großen Familie. Wenn alle zusammen kommen, sind wir 27 Personen. Es werden aber nur noch die Kinder beschenkt. Heiligabend sind wir mit den beiden Kindern unter uns. Da gibt es bei uns Kartoffelsalat und Würstchen. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag gibt mal Gans oder Pute mit Rotkohl und allem was dazugehört. Bereits eine Woche vorher wird der Weihnachtsbaum geschmückt, da hat man länger etwas davon. Neujahr fahren wir für drei Wochen nach Gran Canaria, das ist Geschenk genug – Raffael Ahlden aus Ahlden 

Raffael-Ahlden

Wir haben keinen Weihnachtsbaum, sondern ein Gesteck. Das bleibt auf dem Tisch länger frisch und ist schön anzusehen. Das Essen steht noch nicht fest. Meistens gibt es Geflügel oder Fisch. Die Kirche ist immer sehr voll, da gehen wir lieber ein anderes mal hin, als an Heiligabend. Vielleicht kommen die Kinder vorbei, wenn sie nicht arbeiten müssen. Wir lassen uns überraschen. Wir haben immer etwas parat und kochen dann das, was Küche und Keller hergeben. Da wird keiner hungern müssen – Inge und Heinz May aus Bad Fallingbostel

Inge-u--Heinz-May

Am Nachmittag kommen mein Vater und mein Bruder zu uns nach Hause. Abends geht es zu der Familie meines Freundes. Den Weihnachtsbaum schmücken wir schon eine Woche vor dem Fest. Wir legen die Geschenke unter den Baum und packen sie der Reihe nach aus, so dass jeder sieht, was der andere bekommt. Am ersten Weihnachtsfeiertag besuchen wir meine Familie in Nienburg. Da gehen wir zum Chinesen zum Kegeln. Am zweiten Weihnachtstag sind wir zu dritt allein und haben Zeit für uns – Tanja Althoff mit Emily aus Walsrode

Tanja-Althoff

Ich bin alleinerziehend mit vier Kindern. Heiligabend gibt es bei uns Kartoffelsalat und Würstchen. Der Weihnachtsbaum wird mit selbstgebasteltem Schmuck behängt. Die Großeltern gehen meistens mit den Kindern zur Kirche oder spazieren und wir „spielen“ in der Zeit Weihnachtsmann. Mutter sein ist ein Job, bei dem man nicht mit Geld, sondern mit Liebe bezahlt wird. Am zweiten Feiertag kommt die ganze Familie zusammen, dann sind wir 30 Personen. Wir treffen uns im Lokal zum Essen. Aber ich komme mit den Kindern erst zum Kaffee hinzu. Das ist entspannter und günstiger – Sabrina Scheffler aus Walsrode

Sabrina-Scheffler

Bei uns bleibt alles in der Familie. Wir lassen es ruhig angehen. Der Weihnachtsbaum wird bei mir erst Heiligabend geschmückt. Vielleicht kommt der Enkel vorbei und hilft mit. Mal geht die Bescherung bei uns, mal bei unserem Sohn los. Wir wohnen alle auf einen großen Hof, aber in getrennten Wohnungen. Da ist jeder für jeden da. Gegessen wird mal hier, mal dort und immer etwas Unterschiedliches. Es wird gewürfelt, wer zuerst ein Geschenk nehmen darf – Irene und Hans-Georg Kortmann aus Schneeheide

 

Irene-u--Hans-Georg-Kortmann

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