Wie feiern Sie das Weihnachtsfest?

24. Dezember 2017

“Wir lieben die Tradition”

Für 80,5 Prozent der Deutschen gehört ein festlich geschmückter Christbaum unbedingt zum Weihnachtsfest dazu. Dagegen will nicht einmal jeder zweite Deutsche an Weihnachten in die Kirche gehen. Demnach planen gerade einmal 46 Prozent den Kirchgang. Bei den 30 bis 39 Jährigen wollen sogar fast zwei Drittel (62 Prozent) zu Hause bleiben. Dagegen wollen bei den über 65-Jährigen immerhin 52 Prozent einen Gottesdienst besuchen. Aber die Weihnachtszeit ist auch eine tolle Zeit für Familien. Spätestens wenn die Geschäfte zu Heiligabend endlich geschlossen sind, kann man beginnen, die heiligen Stunden zu genießen. 90 Prozent aller Gänse und Enten kommen übrigens im November und Dezember bei uns auf den Tisch. Bei gut jedem Dritten (36 Prozent) kommen demnach Würstchen und Kartoffelsalat am Heiligen Abend auf den Tisch. Auf dem zweiten Platz rangieren Ente, Gans und Co., allerdings eher zu den beiden Weihnachtstagen. Geflügel ist bei 27 Prozent der Deutschen Teil das Festessen. Raclette und Gerichte mit Schweinefleisch folgen mit je 14 Prozent auf Platz drei der beliebtesten Gerichte an Weihnachten. In einigen deutschen Landstrichen gibt es zu Weihnachten traditionell auch weniger aufwändige Gerichte. In der Oberpfalz beispielsweise Bratwurst mit Sauerkraut. Nur fast jeder Zehnte (neun Prozent) gab an, an Heiligabend oder dem ersten Weihnachtsfeiertag auch mal Essen vom Lieferservice zu bestellen. 23 Prozent gehen mindestens ab und zu in ein Restaurant.

Die Kinder kommen nach Hause und wir feiern aber erst am 1. Weihnachtstag, da ich Heiligabend Spätschicht im Krankenhaus habe. Mein Mann ist Jäger. Daher essen wir immer Wild. Dieses Jahr gibt es Dammwildkeule. Die Opas kommen zu Besuch, und wir feiern mit acht Erwachsenen und unserem Enkel, der im Oktober geboren ist, Weihnachten. Als die Kinder noch zu Hause wohnten, schmückten wir immer mit ihnen den Weihnachtsbaum. Am zweiten Weihnachtstag ruhen wir uns aus, dann habe ich Spätdienst. Da bleibt nicht viel Zeit zum Feiern – Astrid Johannmeyer aus Kettenburg

Wir feiern mit unseren zwei Kindern in der Familie Heiligabend. Wenn wir durch sind, kommen die Paten der Kinder. Den Baum holen wir erst Heiligabend und schmücken ihn gemeinsam mit den Kindern. Wir essen immer Raclette. Das macht wenig Arbeit und ist gemütlich. Leider verpassen wir immer den Weihnachtsmann. Der stellt seinen Sack mit den Geschenken vor der Tür ab. Dann wird alles ausgepackt. Die Kinder erhalten immer viele Geschenke. Wir Erwachsenen schenken uns nichts mehr. An den anderen Feiertagen reisen wir herum, klappern die Familie ab und gehen essen – Lisa Gnuschke mit Mats aus Bretel

Wir feiern mit unseren beiden Kindern, vier und neun Jahre alt. Traditionell suchen wir gemeinsam den Weihnachtbaum aus. Den holen wir immer zwischen Rethem und Stöcken. Wir versuchen immer in den Gottesdienst zu gehen und haben eine sehr lebendige Kirchengemeinde. Da wir eine Patchwork-Familie sind, kommen immer bis zu 15 Leute zusammen. Der Weihnachtsmann kommt mit seinem goldenen Buch, und ich koche traditionell und klassisch die Gans. Mit Datteln, Zwiebeln und Äpfel gefüllt, brät sie fünf Stunden! An den anderen Feiertagen geht’s auf „Rundreise“ – Jan Fredric Koch aus Visselhövede

Da ich im hohen Alter von 74 Jahren noch Oma geworden bin, ist das Enkelkind das schönste Geschenk. Es wird Heiligabend zwei Monate alt. Wir feiern mit meinem Sohn und der Familie Heiligabend. An den anderen Feiertagen besuchen sie die Schwiegereltern. Der Weihnachtsbaum wird mit selbstgemachten Strohsternen und den selbstgeschnitzten Figuren aus Holz behängt. Es gibt bei uns immer Flugente mit Rotkohl und Klößen. An den anderen Tagen essen wir dann die Reste auf. Zur Kirche schaffe ich es durch die Vorbereitungen nicht – Inge Lagrave aus Bad Lauterberg 

Kinder und Enkelkinder backen Kekse, die sie mitbringen. Am 2. Advent und am 2. Weihnachtstag ist bei uns immer großes Familientreffen angesagt. Heiligabend feiern unsere Kinder selbst mit ihren Familien. Es gibt bei uns Gans, Gulasch und Rindfleisch, jeder darf sich etwas wünschen. Jeder Wunsch wird von meiner Frau berücksichtigt. Bei einem Gläschen Wein lassen wir das Weihnachtsfest ausklingen. Am wichtigsten ist, dass die Familie zusammen ist – Eckhard Siemund aus Walsrode

Ich feiere mit den Eltern, Großeltern und meinem Bruder Heiligabend. Da ich eine Fernbeziehung pflege, fahre ich am zweiten Weihnachtstag zu meiner Freundin, die 230 Kilometer weit weg wohnt. Egal wie alt wir sind, mein Bruder und ich schmücken traditionell gemeinsam den Tannenbaum mit echten Kerzen und hören dabei Rolf Zuckowski. Da kommt Weihnachtsstimmung auf. Mein Vater bringt das Essen auf den Tisch. Es wird erst Heiligabend verraten, was es gibt. Der Kirchbesuch ist auch fester Bestandteil bei uns zu Hause. Ohne dem ist es kein Heiligabend – Kai Wenner aus Hamm 



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