Wie feiern Sie das Osterfest?

21. April 2019

Viele Osterbräuche werden in den Familien gepflegt.

Auch wenn die norddeutsche Landschaft noch eher karg und grau aussieht, die bunten Osterdekorationen an Bäumen und Sträuchern sorgen für ein farbenprächtiges Bild. Bräuche, die seit Jahren von Generation zu Generation weitergegeben werden und den meisten lieb und teuer sind.

Da wären zum Beispiel die Ostereier. Färben und verstecken, suchen und essen, gilt als einer der verbreitesten Bräuche.
Das Ei ist Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. In früheren Zeiten wurden die Ostereier der Frühlingsgöttin Ostara zum Opfer gebracht. Heute gelten sie eher als Zeichen der Freundschaft. Zur 40-tägigen Fastenzeit durften früher keine Eier gegessen werden. Damit die in der Zeit angefallenen Eier nicht schlecht wurden, mussten sie haltbar gemacht werden. Dazu kochte man sie und gab Pflanzenteile zum Färben mit ins Kochwasser, um sie später von den rohen Eiern zu unterscheiden.
Auch der Hase ist ein typisches Symbol für Ostern. Er ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Er ist aber auch ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.
Das Abbrennen eines Osterfeuers in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag und in der folgenden Nacht ist ebenfalls ein alter Brauch. Das Osterfeuer sollte den Winter und böse Hexen sowie Geister vertreiben.
Die Osterkerze und das Lichtfest haben ihre Wurzeln in den Traditionen der alten Kirche, die Osternacht mit vielen Kerzen zu erhellen.

Ohne kleine Kinder hat das Fest wenig Reiz. Mittlerweile haben wir schon Enkelkinder in der Familie und somit bekommt das Osterfest wieder mehr Wert, als die Zeit ohne kleine Kinder. Sie bereichern einfach das Leben. Wir feiern sehr traditionell und treffen uns mit zehn Personen – vier Generationen – bei uns zu Hause. Ich bekoche die Familie sehr gerne. Dieses Jahr gibt es Spargel und Schnitzel. Das Kochen ist für mich keine Last, sondern einfach nur schön, weil alle da sind. Wir reden und tauschen uns aus. Das kommt im Alltag oft zu kurz. So hat man mehr voneinander und genießt die Feiertage – Monika von Deylen aus Bomlitz

Diesmal feiern wir ganz anders, da unsere Kinder mit unseren Enkelkindern für eine Woche an die Ostsee fahren. Wir werden sie eventuell mit dem Wohnmobil besuchen. Die Ostereier werden in der Ferienwohnung versteckt. Wir haben auch schon Ostereier ausgepustet, bemalt und beklebt und zur Sparkasse gebracht. Da gab es für die Kinder eine kleine Überraschung zum Dank. Osternester wurden auch schon gebastelt. An der Ostsee geht es ins Bade- und Spielparadies mit Kletterwand und Trampolin – Eberhard Schröder mit Enkel Alexander aus Bad Fallingbostel

Es ist das erste Jahr, in dem mein Sohn das Fest bewusst erlebt. Bunte Eier haben wir noch vom letzten Jahr, die hängen schon am großen Forsythienbusch vor dem Haus. Da kommen einfach noch neue Eier hinzu, die wir noch bemalen werden. Ostersonntag kommt die Familie – bis zu zehn Personen – bei uns zusammen. Wir wohnen mit meiner Mutter in einem großen Haus. Das Hauptgericht kocht meine Mutter, der Rest wird mitgebracht. Die Neffen und Nichten sind schon groß und bekommen einen Osterhasen mit einem Schein. Mit dem Kleinen werden wir versuchen, Ostereier zu suchen – Ramona Dean aus Walsrode

Im Kindergarten machen wir drei Tage lang eine Osterwerkstatt, in der die Kinder viel basteln können. Da gibt es tolle Angebote von den Mitarbeitern, unter anderem Holz-Osterhasen und Osterkörbe aus Filtertüten. Mit den Kindern gehen wir nach Ostern auf Ostereiersuche. Privat bleibt nicht viel Zeit zum Vorbereiten. Die Familie trifft sich zum Essen am Ostersonntag. Ostereier suchen wir nicht mehr, da keine kleinen Kinder da sind. Früher war es immer toll, die Eier zu verstecken, als die Kinder klein waren. Aber so muss ich nun nachts nicht mehr aufstehen, um Osterhase zu spielen – Susanne Spilker aus Düshorn

Wir sind Christen und glauben auch daran, was wir feiern – eben die Auferstehung Christi, und das ist für uns wirklich Ostern. Wir verstecken natürlich für die Kinder auch etwas im Garten, aber der Schwerpunkt ist das eigentliche Osterfest. Wir feiern in der Kirche mit den Familien Gottesdienst. Anschließend gibt es einen gemeinsamen Osterbrunch mit der ganzen Gemeinde. Wir treffen uns auch mit den Großeltern und feiern zu Hause. Eventuell wird spontan gegrillt, wenn das Wetter es zulässt. Wichtig ist aber die Gemeinschaft. Die erleben wir auch beim Osterfeuer auf dem Dorf – Tanja Deschner mit Nele aus Krelingen

Ostern wollen wir an den Weißnhäuser Strand, an die Ostsee und dort für die Enkelkinder die Ostereier verstecken. Kleine Geschenke gibt es auch. Wir gehen mit ihnen ins Spielparadies und werden am Strand eine Sandburg bauen. Wir gehen dort zum Essen. Hier in der Heide besuchen wir das Osterfeuer in Adolphsheide und treffen uns mit vielen Nachbarn, Freunden und Bekannten. Da ist immer eine tolle Stimmung. Zum Osteressen gibt es Ente. Ostermontag kommen die Kinder schon wieder. In der Schule wurden schon Osterkarten gebastelt – Monika Schröder mit Florentiene aus Bad Fallingbostel

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