Wie bewältigen Sie die Laubmengen im Herbst?

18. Oktober 2015

So langsam verfärbt sich das Laub und alle hoffen auf einen goldenen Oktober. Doch wo viel Freud, da auch viel Leid! So schön das bunte Laub auch aussieht – Grundstücksbesitzer mit viel Laubbäumen haben es schnell über und bangen oft der dritten Jahreszeit entgegen. Dabei verbrennt man 280 Kilokalorien bei einer Stunde Laub harken.

Die altbewährte Methode dem Laub Herr zu werden, ist das Zusammenrechen. Oft anstrengend und mühselig. Hat aber den Vorteil, dass man damit das Laub vom Gras auf die Beete bringen kann, um dort Blumen und Pflanzen vor den kalten Temperaturen zu schützen. Außerdem ist diese Methode nahezu kostenlos. Den Rasen sollte man auf jeden Fall laubfrei halten.

Die bedeckten Stellen werden sonst gelb. Mit dem Rasenmäher geht das weit einfacher als mühsam mit der Harke. Weiterer Vorteil: Das Laub wird auch gleich zerkleinert und mit dem Rasenschnitt vermischt. Dies ist eine gute Basis für die spätere Verrottung auf dem Komposthaufen. Selbst auf dem Hof kann der Rasenmäher als „Laubsauger“ eingesetzt werden.

Allerdings sollte der Boden unbedingt eben sein, damit der Mäher nicht mit dem Schneidewerk aufsetzt. An manchen Stellen ist das Laub durchaus willkommen. Auf Blumenrabatten oder unter Sträuchern dient es zum einen als natürlicher Schutz vor Winterfrost. Außerdem verrotten die Blätter mit der Zeit und werden so zu wertvollem Kompost, der Nährstoffe in den Boden einbringt.

Auch auf dem Kompost wird Laub vermischt mit Rasenschnitt hochwertiger Dünger. Immer mehr Anklang findet die Methode mit dem Laubsauger und Laubbläser. Der Nachteil ist, die Geräte sind oft sehr laut, verbrauchen Benzin und es gibt keine schützende Laubschicht mehr. Außerdem werden oft nützliche Kleintiere mit aufgesaugt und zerhäckselt.


Wir haben einiges auf unseren 900 Quadratmeter großen Grundstück an Laub zu harken. Da stehen einige Obstbäume drauf und es kommt noch Laub vom Seitenstreifen hinzu. Mein Mann und ich sind ein bis zwei Mal die Woche dabei. Auch im Vorgarten haben wir Laub. Wir lassen etwas Laub für die Igel und Kleintiere für den Winter. Mein Mann fährt das Laub mit dem Anhänger zur Sammelstelle nach Idsingen. Laubsauger haben wir ausprobiert, aber das Laub fliegt nur überall hin und das Gerät ist zu laut – Margitta Gärtner aus Walsrode


Wir haben sehr viel Laub durch Kastanien- und Obstbäume auf einem Grundstück von 1000 Quadratmetern. Wir haben einen Urgroßvater, der das regelt und das Laub harkt. Wir wohnen mit mehreren Generationen zusammen. Daher ist mein Urgroßvater gerne draußen mit den Kindern im Gange. Traditionell nutzt er noch den Rechen. Wir haben einen großen Komposthaufen auf dem Grundstück. Die Kinder sammeln Kastanien, dann geht es in den Nordsunder, um damit die Hirsche zu füttern. Die verstecken sich meistens, kommen mit der Zeit aber auch raus – Kathrin Jähn mit Sönke aus Walsrode  


Wir wohnen direkt im Eichenwald. Es ist ein Hof von rund 2000 Quadratmeter Größe. Wir haben das ganze Jahr über mit Laub zu kämpfen und müssen zurzeit aufpassen, dass wir nicht von den Eicheln getroffen werden. Wir harken das Laub zusammen und entsorgen es mit Schubkarren beim angrenzenden Bauernhof auf den Biohaufen. Es ist viel, viel Arbeit für zwei Personen, da freut man sich auf den Frühling – Andreas Barz und Franceska Pearce

 


Unser Garten umfasst zirka 350 Quadratmeter. Wir sind drei Parteien und wir teilen uns die Arbeit. Wir haben relativ viel Laub, da wir keine Nadelhölzer, sondern viel Obst- und andere Laubbäume haben. Wir harken das Laub zusammen, damit der Rasen betretbar bleibt und die Hunde spielen können. Das Laub kommt in den Kompost und wird auch unter die Büsche zur Humusbildung und zur Überwinterung der Igel geharkt. Wenn das Laub  fällt, sind wir in der Herbstzeit zwei bis drei Mal dabei, es aufzuharken – Achim Hügel aus Walsrode


Wir haben ein großes Grundstück von 1000 Quadratmetern und Eichenbäume, die noch nicht mal auf unserem Grundstück stehen, sondern Stadteigentum sind. Wir nehmen den Laubpuster, dass ist bei der Größe nicht anders zu schaffen. Wir machen daraus ein Familienevent. In dem großen Laubhaufen toben sich die Kinder aus. Hier in Walsrode gibt es die Laubtonne. Wir warten bis zum bitteren Ende mit dem Laub und fegen alles an einem Tag zusammen. Für die Kinder ist es ein Highlight, mit viel Spaß draußen an der frischen Luft – Jacqueline Hoja mit Marlon aus Walsrode


Wir haben reichlich viel Laub auf einer Größe von 700 Quadratmetern. Für mich ist es ein toller Ausgleich zu meiner sitzenden Bürotätigkeit. Das Laub kommt zum Teil von uns, größtenteils auch von den Nachbarn. Wir haben Obstbäume und drei große Haselnussbäume. Daher gehört auch Nüsse sammeln zum Herbst dazu. Wir nehmen den Laubsauger, da es einfach zu viel ist, aber zusätzlich auch die Harke. Ich wohne in Bomlitz und da haben wir die Kompostieranlage, da bringe ich das Laub gegen eine kleine Gebühr hin – Thomas Deneke aus Bomlitz



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