Wie behalten Sie den Sommer 2020 in Erinnerung?

6. September 2020

Auch wenn der Sommer in diesem Jahr wechselhafter war als seine beiden, von großer Hitze geprägten Vorgänger, war er insgesamt zu warm und zu trocken.

Das geht aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Monate Juni bis August hervor. Mit 18,2 Grad Durchschnittstemperatur lag der Sommer 2020 um 1,9 Grad über dem Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990, berichtete ein Sprecher über die bisherige Auswertung der rund 2000 DWD-Wetterstationen.
Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung 1,1 Grad. Dabei waren hochsommerliche Phasen in den Monaten Juni und Juli eher rar. Eine mehrtägige Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 35 Grad heizte mit einer landesweiten hohen bis extremen Wärmebelastung nicht nur den Menschen in Deutschland ein, sondern brachte auch die Durchschnittstemperatur des Sommers nach oben. Die deutschlandweit höchste Temperatur wurde am 9. August mit 38,7 Grad in Trier-Petrisberg gemessen. Die niedrigsten Frühtemperaturen wurden am 1. Juni an der Station Oberharz am Brocken-Stiege mit 0,5 Grad verzeichnet.

Obwohl die Temperaturen vielfach gemäßigter als in den Vorjahren waren, ließ sich die Sonne reichlich blicken: Mit rund 675 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Sommer ihr Soll von 614 Stunden um etwa zehn Prozent. Dabei gab es in den Küstenregionen mehr als 700 Stunden Sonnenschein, in den westlichen Mittelgebirgen dagegen nur etwa 500.

Ich habe durch Corona weniger Arbeit, da ich in der Gastronomie tätig und in Kurzarbeit bin. Das ist der Nachteil. Der Vorteil ist, ich konnte in dieser Zeit meine Familie öfters besuchen und so vier Wochen Urlaub in der Heide machen. Ich bin hier aufgewachsen und freue mich, die alte Heimat und meine Neffen und Nichten zu sehen. Mit denen habe ich viel unternommen und war mit ihnen unter anderem im Heide-Park, Quad fahren und viel in der Eckernworth spazieren. Normal hätte ich dafür keine Zeit. Das ist das Positive. Einfach mal auf alten Pfaden wandern. Ich bin als gelernter Koch in Hamburg tätig. Nun freue ich mich, dass ich zu Hause für meine Familie kochen kann. Ich koche das, was die Kids mögen. Die Familie dankt es mir, und ich bin dankbar für die Zeit, die ich mit ihnen verbringen kann – Sebastian Wolters aus Bremen

Sehr arbeitsreich! Ich bin im Schichtbetrieb in der Lagerlogistik tätig und habe mein eigenes Haus mit einem 1200 Quadratmeter großen Garten. Bei dem Wetter konnte ich einiges im Garten schaffen. Wenn ich von der Arbeit kam, ging es weiter im Garten, auch im Urlaub. Wenn, dann habe ich mal ein, zwei Tage mit Freunden etwas unternommen, sonst war ich nicht weg. Auf der Arbeit muss man fit sein. Also, alles in Maßen. Ich habe die Terrasse fertig gestaltet und bei der Teichanlage bin ich noch bei. Alles in Eigenarbeit. Wenn es fertig ist, freut man sich. Nur bei der Hitze von 38 Grad habe ich nichts gemacht, da braucht man nicht buddeln. Ich habe einen Brunnen und habe damit entsprechend bei Bedarf den Garten gewässert – Sven Müller aus Beetenbrück

Durch die Einschränkungen, war es traurig für die Kinder. Vor den Ferien war auch die Schulzeit für die Enkel schwierig. Sie konnten sich nicht mit Freunden treffen. Hausaufgaben über Internet hat die Mama mit ihnen gemacht. Sie waren aber fast täglich bei uns, da wir einen großen Garten zum Austoben haben. Wir haben nicht nur einen Gemüsegarten, sondern auch Kaninchen, und ein Imker hat einen Bienenstock bei uns abgestellt. Das ist für die Kinder schön zu beobachten, und für unsere Pflanzen ist es gut, weil sie durch die Bienen entsprechend bestäubt werden. Wir haben unter anderem einen Apfelbaum und Kiwis, die wir zu Marmelade verarbeiten, oder sie kommen in die Philadelphia-Torte. Regenwasser wird in Fässern aufgefangen. Damit gießen wir die Pflanzen. Wegen Corona haben wir beschlossen, dieses Jahr nicht zu verreisen. Ansonsten empfand ich die Krise als entschleunigend für den Alltag. Ich bin in der Pflege tätig, und es machte mich traurig, dass die Heimbewohner keinen Besuch bekommen durften. Aber sie sind geduldig und verständig – Ute Pankow aus Walsrode

Ich fand den Anfang der Sommerferien sehr anstrengend! Das Problem war, dass die Ferienbetreuung abgesagt hat und wir niemanden für die Kinder hatten. Meine Kinder sind sieben und drei Jahre alt, und ich bin in der Hotelbranche tätig. Zwar im wöchentlichen Wechsel, aber mein Mann ist Vollzeit berufstätig und wenn ich arbeiten musste, gab es ein Problem. Dann habe ich meinen Bruder angerufen und der half aus. Meine Mutter war auch nachmittags für die Kinder da. Wir haben im April ein Haus gekauft. Wir möchten den Lebensstandard halten, den Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass es sich lohnt zu arbeiten. Die andere Hälfte des Sommers war recht schön. Wir haben einen Pool aufgestellt und ein Klettergerüst mit Rutsche aufgebaut. Dann waren die Kinder beschäftigt. Für mich war der Sommer nicht zu heiß. Es hätte ruhig so bleiben können – Ann-Kathrin Schuch aus Walsrode

Corona und sehr heiß! Aber ich habe ja einen Pool, und da war ich viel drin, um mich zu erfrischen. Der Pool ist 4,20 Meter groß und 1,20 Meter tief. Der Garten ist rund 600 Quadratmeter groß. Wir hatten erst einen kleinen Pool, seit fünf Jahren aber einen richtig eingelassenen. Die Sommer werden immer wärmer, und bei neun Enkelkindern lohnt sich das schon. Ich habe eine Pumpe und abends wurde mit Grundwasser das Obst und Gemüse – Tomaten und Gurken – nach Bedarf gegossen. Wir waren für ein Wellness-Wochenende in Rostock. Das war sehr schön. Aber aufgrund von Corona sind wir nicht weiter verreist und haben auch nichts geplant. Wir haben das Beste daraus gemacht – Michael Krause aus Munster

Wir sind wegen Corona relativ viel zu Hause geblieben, da meine Eltern auch arbeiten mussten. Mit einer Freundin bin ich das erste Mal alleine mit dem Auto an die Ostsee nach Eckernförde gefahren. Wir haben für drei Tage ein Hotelzimmer gebucht. Das Wetter war schön, sonnig, aber kalt. Das war Anfang der Sommerferien. Mit meinem Bruder und meiner Mutter war ich noch für eine Woche in Lübeck und habe mit ihnen die Gegend erkundet. Im nächsten Frühjahr 2021 mache ich mein Abitur und habe dafür einiges in den Ferien nach- und auch vorgearbeitet. Mein Profil ist Musik. Ich habe das gemacht, was anlag und was man durch Corona in der Schule nicht geschafft hat, nachgeholt. Vom Wetter her mag ich es, wenn es warm ist. So konnte ich viel draußen lesen und war im Bomlitzer Freibad zum Schwimmen – Gina-Marie Schuster aus Bomlitz

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