Werden Sie den 500 Euro-Schein vermissen?

15. Mai 2016

Tschüss 500-Euro-Schein heißt es bald! 
Ende 2018 sollen keine Scheine mehr ausgegeben werden, aber auch nach 2025 soll er weiterhin umtauschbar bleiben. Der Abschied vom 500-Euro-Schein ist beschlossene Sache, hatte der Rat der Europäischen Zentralbank Anfang Mai verkündet. Ähnlich erging es dem alten 1000-DM-Schein. Wie alle anderen D-Mark-Scheine  ist er seit nunmehr 14 Jahren ausgemustert. Der Tausender war bei der Euro-Einführung einer der wichtigsten Gründe, warum es überhaupt einen 500-Euro-Schein gab – die Deutschen wollten einfach nicht auf eine sehr hohe Banknote verzichten. Im günstigsten Fall wird die Abschaffung der 500-Euro-Note mehr als eine halbe Millarde Euro kosten. Das Gros der Kosten entsteht durch den Druck alternativer Scheine. Die bislang kursierenden 600 Millionen 500-Euro-Scheine müssten durch kleinere Banknoten, wohl vor allem Noten mit dem Nennwert 100 und 200 Euro, umgetauscht werden. Dafür müssten mehrere Milliarden neue Banknoten in recht kurzer Zeit gedruckt werden. Darüber hinaus müsse voraussichtlich eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe für die Logistik des Umtauschs aufgebracht werden. Die Kosten könnten noch deutlich höher ausfallen, je nachdem wie schnell die Maßnahme umgesetzt wird: „Wenn die Abschaffung sehr schnell geschehen soll und die Druckkapazitäten eng werden, könnten die Kosten noch deutlich steigen“, sagte ein mit den Beratungen vertrauter Notenbanker. Nach Einschätzung von Fachleuten könnte der Druck dann um ein Drittel teurer werden.

Ich finde es nicht gut, dass der 500-Euro-Schein abgeschafft wird. Es dient nur wieder den Banken und wir werden weiter überwacht. Erst kommen die 500-Euro-Scheine und was kommt als nächstes? Wenn das Bargeld abgeschafft ist, muss man mit Karte zahlen. Das kostet Gebühren, und die Bank weiß, wie viel ich wann und wo eingekauft habe. Das will ich nicht. Daher zahle ich selten mit Karten, sondern habe auch andere Sachen, die ich bar bezahlen möchte – Hans Heinrich Lindwedel aus Lindwedel

U-Hans-Heinrich-Lindwedel

Ich habe nie soviel Bargeld dabei, aus Angst vor Diebstahl. Man kann jetzt, auch in kleineren Orten, mit Karte zahlen. Das war früher anders. Ich hatte mich oft beschwert, dass Geschäfte keine Karte nehmen. Von meiner Mutter habe ich mal einen 500-Euro-Schein bekommen. Ich musste ihn zur Bank tragen, da ich ihn in den Geschäften nicht losgeworden bin. Für die Betriebe ist es ein zu großes Risiko. Besonders kleine Läden leiden darunter, selbst wenn es sich um falsche 20er handelt. Von daher kann der Schein, genau wie die kleinen Centmünzen, abgeschafft werden – Doris Jungnickel aus Benzen

U-Doris-Jungnickel

Es ist immer problematisch, größere Scheine loszuwerden, wenn man einkaufen geht. Viele Kassen, auch Tankstellen, nehmen keine 500-Euro-Scheine an. Daher bin ich schon zum Karten-Fan geworden. Größere Anschaffungen und auch im Supermarkt zahle ich nur mit Karte. Außer beim Autokauf von Privat, da sind größere Scheine von Vorteil und sind auch beim Zählen einfacher. Von mir aus müsste der 500-Euro-Schein nicht unbedingt abgeschafft werden. Er stört doch nicht, da gibt es wichtigere Dinge – Heinke Jakobsohn aus Walsrode

 

U-Heinke-Jakobsohn

Eigentlich braucht man den Schein nicht. Außerdem gab es auch keinen großen Zugriff darauf. Wer holt schon so einen Schein von der Kasse und geht damit einkaufen? Selbst die 200-Euro-Scheine sind wenig im Umlauf. Größere Beträge werden überwiesen. Bei der Bank muss man beim Geld abheben bestimmen, welche Stückelung man haben will, sonst bekommt  man höchstens 50er. Ich kenne die Kaufhäuser, bei denen ich mit EC-Karte zahlen kann, und mache mir darüber keine Gedanken – Wilhelm Meyer aus Bomlitz 

U-Wilhelm-Meyer


Wer hat schon einen 500-Euro-Schein und trägt ihn mit sich herum? Wir brauchen ihn nicht. Lieber kleine Scheine und das, was man braucht, in bar zahlen. Und wenn es mal mehr ist, zahlt man mit der EC-Karte. Die Kriminalität spielt eine große Rolle. Ich habe immer nur soviel Geld mit, wie ich benötige. Bei einem Autokauf von Privat würde ich das Geld überweisen. Es gibt ja auch skrupellose Autohändler. Daher würde ich immer per Rechnung bezahlen. Im Imbiss dürfen wir auch keine 500-Euro-Scheine annehmen. Das Risiko von Betrug ist einfach zu groß – Petra Hinnah aus Walsrode  

U-Petra-Hinnah


Es ist Blödsinn, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Den Politikern war wohl wieder langweilig, wir haben wirklich andere Probleme. Die wenigsten benutzen ihn. Aber dann fangen sie an, auch die anderen Euro-Scheine abzuschaffen. Die Wirtschaftskriminalität bleibt sowieso. Es wird immer Geldfälscher geben und die krummen Geschäfte werden sowieso gemacht. Beim Autokauf von Privat haben ich auch schon 500-Euro-Scheine benutzt. Es ist einfacher, man hat nicht so einen großen Packen Geld – Michael Pfeiffer mit Anna-Bella aus Walsrode

U-Michael-Pfeiffer

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