Wer macht bei Ihnen den Frühjahrsputz?

17. März 2019

Die Sonne bringt es an den Tag!

Spätestens wenn die ersten Sonnenstrahlen wieder durch die Scheiben fallen, denkt man, beziehungsweise denkt Frau: „Die Fenster müssen auch mal wieder geputzt werden!“ Die Geschlechter-Gerechtigkeit ist einer Umfrage zufolge beim Thema Putzen bei Weitem nicht hergestellt. Auf die Frage: „Wer putzt bei Ihnen zu Hause?“, antworten 84 Prozent der Frauen mit: „Ich selbst.“ Von den Männern sagen das nur 58 Prozent. „Wie häufig werden Toiletten und Waschbecken bei Ihnen geputzt?“ „Nahezu täglich“, antworten 46 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer, von insgesamt 37 Prozent. Etwa wöchentlich sagen rund die Hälfte der Befragten (46 Prozent). Dass Klos und Becken seltener als einmal im Monat gesäubert werden, räumt ein Prozent ein.

Zwei von drei Bundesbürgern machen ihre Wohnung einmal im Jahr besonders gründlich sauber (63 Prozent). Das Großreinemachen findet aber nur bei jedem Fünften als Frühjahrsputz statt (19 Prozent). Ganz ohne Grundreinigung der eigenen vier Wände kommen 32 Prozent aus. Insgesamt greifen 71 Prozent der Erwachsenen daheim zu Staubsauger, Schrubber und Putzlappen. Jeder Zehnte investiert weniger als eine Stunde ins Putzen (elf Prozent), ein Drittel putzt ein bis zwei Stunden in der Woche (33 Prozent), ein weiteres Drittel zwei bis vier Stunden (35 Prozent). Mehr als sechs Stunden wöchentlich putzen sieben Prozent (zehn Prozent der Frauen und zwei Prozent der Männer). Riesige Unterschiede gibt es in den Haushalten beim Thema Fenster putzen. Auf die Frage: „Wie häufig wird das Fenster geputzt?“ sagen sieben Prozent: „Häufiger als einmal im Monat.“ Je ein Drittel putzt viertel- oder halbjährlich (36 Prozent beziehungsweise 34 Prozent) die Scheiben.

Im Frühjahr putzt man etwas gründlicher als sonst, weil die Sonne es an den Tag bringt. Aber ansonsten putze ich das ganze Jahr über. Wenn man einen Zwei-PersonenHaushalt hat, ist es etwas anderes, als wenn noch Kinder und Hund dabei sind. Heute haben wir eine Waschmaschine und der Haushalt nimmt gar nicht mehr viel Zeit in Anspruch. Gardinen habe ich kaum noch, die gewaschen werden müssen. Es wandelt sich alles. Früher mussten die Kinder auch im Haushalt mithelfen. Mein Mann mäht den Rasen und repariert alles im Haus. Da habe ich nichts mit zu tun – Adelheid und Horst Schlenke aus Bomlitz

Ich mache keinen generellen Frühjahrsputz mehr. Wenn ich meine, dass etwas dreckig ist, wird geputzt. Die Zeiten, wo wir alle Schränke ausräumen, sind nicht mehr, da wir ein Zwei-Personen-Haushalt und Rentner sind. Als ich noch berufstätig war, hatte ich einen Tag in der Woche meinen Hausfrauentag, an denen ich den Einkauf erledigte und putzte, was nötig war. Mein Mann saugt auch mal durch und räumt den Geschirrspüler aus. Ansonsten haben wir eine klassische Rollenverteilung. Wenn der Frühling kommt, geht mein Mann in den Garten und ich bin für den Haushalt zuständig – Uschi Lebiedz aus Bothel

Ich mache noch richtigen Frühjahrsputz mit Fenster putzen, Möbel wegrücken und Schränke ausräumen. Da wird alles kontrolliert und das ein- bis zweimal im Jahr, sobald die Sonne draußen ist. Das motiviert und es geht bald los. Wenn draußen alles schön ist, soll es auch im Haus so sein. Einen ganzen Tag – immer an einem freien Sonnabend – benötigen wir dafür, mit allem drum und dran. Dann kann man den Sonntag richtig genießen und hat Zeit für die Familie. Die beiden Kindern müssen auch mit anpacken. Dadurch geht es schneller und schadet den Kinder nicht. Ich bin alleinerziehend, deshalb dürfen alle Familienmitglieder mithelfen, die ja auch Dreck gemacht haben – Susann Näser mit Vivien aus Visselhövede

Den Haushalt macht mein Mann nicht, weil er einfach beruflich zu sehr eingespannt ist. Bei drei Kindern muss ich alles gut timen. Am Wochenende geht es meistens gemeinsam in den Garten. Den klassischen Frühjahrsputz gibt es nicht mehr. Ich mache sauber, wenn die Zeit da ist. Jetzt, wo die Jüngste im Kindergarten ist, habe ich wieder mehr Zeit. Da gehe ich von Zimmer zu Zimmer und wenn ich durch bin, kann ich wieder von vorne anfangen, da wir ein großes Haus haben. Die Kinder beziehe ich langsam mit in die Arbeit ein. Es dauert zwar länger, aber zum Schluss ist es dann doch fertig – Jessica Reese aus Hollige

Wenn ich den Schmutz sehe, geht es los. Einmal im Jahr ist Zeit für Großreinemachen. Aber das ist nicht von der Jahreszeit abhängig, sondern ich muss Zeit und Lust dazu haben. Das kann auch mal vor Weihnachten sein. Besonders gerne räume ich Schränke auf, nicht jede Woche, aber ab und an. Und die Fenster müssen bei mir auch geputzt sein. Überwiegend erledige ich die Arbeit. Wenn mein Partner es macht, muss ich meistens nochmal ran. Dann mache ich es lieber gleich selbst. Er ist dafür der Technikfreak. Als Kind habe ich auch früh Staub wischen gelernt und nun fängt meine Tochter an – Katharina Below aus Walsrode

Es bleibt alles an mir hängen. Fürs Fenster putzen hole ich mir Hilfe, das mache ich nicht selbst, sondern die Firma „Waschbären“. Es ist schon ein Putzdrang da, wenn die Tage länger werden und die Sonne scheint und es an den Tag bringt. Ich mache auch gerade einen „inneren Hausputz“ durch Heilfasten. Das setzt Energien frei. Besonders, wenn die Fastenkur überwunden ist, ist man voller Tatendrang. Ich habe sogar schon die Belege für die Steuererklärung 2018 rausgesucht. Der Wunsch nach „klar Schiff machen“ und Unerledigtes anzugehen ist im Frühling einfach da – Dieter Kasatkin aus Walsrode

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