Welches Bäumchen soll es zu Weihnachten sein?

22. Dezember 2019

In zwei Dritteln der Haushalte stand im vergangenen Jahr ein festlich geschmückter Baum.

„Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum“, so wird er gerne besungen, der gute alte Weihnachtsbaum, der in den Stuben zum Fest der Feste nicht fehlen darf. Mit dem Advent kommt die Verkaufssaison in Fahrt. Der beliebteste Baum der Deutschen ist die Nordmanntanne. Etwa drei Viertel der Weihnachtsbäume waren zuletzt Nordmanntannen. Weit abgeschlagen auf Platz zwei steht mit zwölf Prozent die Blaufichte. Dahinter folgen die Rotfichte und die Nobilistanne. Mehr als 90 Prozent der Bäume kommen dabei aus Deutschland.

Die Nordmanntanne wird wegen ihres gleichmäßigen Wuchses, der weichen Nadeln in sattem Grün und der besonders langen Festigkeit geliebt. Liebhaber der Blaufichte schätzen ihren angenehmen Duft und das schöne Wuchsbild mit stahlblauben Nadeln. Die Nobilistanne ist vom Wuchs her schlanker und hat einen intensiven Nadelduft. Die Rotfichte ist oft preiswerter als die anderen Sorten, ihre Nadeln pieksen allerdings.
Der Baum sollte am besten einen Tag vor dem Schmücken aufgestellt werden, damit die Äste wieder in die richtige Position kommen. Weihnachtsbaum und Ökologie stehen in der bisherigen Praxis nach Einschätzung von Naturschützern im krassen Widerspruch. Die meisten Bäume stammen aus eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen, die für den optimalen Wuchs gespritzt und gedüngt werden. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger bezeichnet den Einsatz von Düngemitteln im Vergleich zum regulären Ackerbau als gering, auch aus Sicht der Kohlendioxidbilanz sei der Anbau positiv.

Ich schmücke nichts mehr, da ich jahrelang als Dekorateurin gearbeitet habe und auch privat viel im Seniorenheim dekorieren musste. Nun habe ich einfach keine Lust mehr. Nur unseren „Räucherstand“ schmücke ich noch. Es ist für mich immer eine stressige Zeit. Nun habe ich mich entschieden, etwas anderes zu machen. Ich würde gerne verreisen, habe aber noch eine pflegebedürftige Mutter zu Hause. Die möchte auch keinen Baum mehr haben. Wir feiern mit zehn Personen bei mir zu Hause und haben ein Gesteck mit Kerzen. Ein künstlicher Baum würde bei mir nicht in die Stube kommen – Marika Lohmann aus Walsrode

Bei uns gibt es immer eine schöne Nordmanntanne. Egal woher, sie muss mindestens 1,70 Meter groß sein. Schmücken werde ich den Baum alleine. Die Frau kümmert sich derweil um das Essen. Es gibt alte, traditionelle Kugeln, die ich dranhänge. Wir haben schon seit 60 Jahren kein Lametta mehr und aus Sicherheitsgründen grundsätzlich elektrische Kerzen. Heute sind die Kinder groß und haben selbst Kinder. Wir sind bei den Kindern immer reihum eingeladen. Wenn alle am ersten Weihnachtstag zusammenkommen, feiern wir mit elf Personen. Zwischendurch wird bei uns der Baum bewundert – Erwin Kröger aus Walsrode

Den Weihnachtsbaum suche ich mit meinem Lebensgefährten aus. Egal woher, Hauptsache er ist schön gewachsen. Ich nehme immer eine Nordmanntanne. Die wird einen Tag vor Heiligabend geschmückt. Dieses Jahr haben wir neuen Weihnachtsschmuck in Dunkelrot dazu gekauft. Wir schmücken den Baum auch gemeinsam, denn es gibt immer Stellen, wo ich nicht herankomme. Süßes gibt es nur auf dem Teller, das hängen wir nicht an den Baum. Wir haben batteriebetriebene Lichterketten, die kann man besser verteilen. Echte Kerzen haben wir nur auf dem Tisch, am Baum kann zu schnell etwas passieren. Wir feiern in kleiner Runde Weihnachten – Regina Oepen aus Bad Fallingbostel

Wir suchen den Tannenbaum gemeinsam aus. Meistens eine Nordmanntanne. Seit drei Jahren holen wir den Baum aus Borg. Dort werden seit ewigen Zeiten Bäume angepflanzt. Wir holen den Baum am 23. Dezember ab. Heiligabend muss er fertig sein. Meist schmücken wir ihn ohne die Kinder. Doch mittlerweile können sich die Kinder aussuchen, ob sie mitmachen wollen oder nicht. Unser Zwölfjähriger liebt noch die Überraschung. Wir haben Kugeln in den Standardfarben Rot und Gold. Der Kinder wegen haben wir keine echten Kerzen, sondern kleine LED-Lichterketten. Heiligabend feiern wir zusammen mit acht Personen – Elisabeth Korth aus Bad Fallingbostel

Wir haben seit dem letzten Jahr einen künstlichen Weihnachtsbaum. Ich war immer dagegen, aber sie sehen mittlerweile so gut aus, und sie nadeln nicht! Die drei Teile steckt man einfach zusammen und gut ist. Nach dem Fest kommt der Baum dann wieder auf den Dachboden. Vom Umweltgedanken her ist es nicht so günstig, doch dafür hat man länger etwas davon. Ich schmücke ihn mit meinen Geschwistern bei Glühwein mit alten Kugeln, ohne Lametta. Da kommt man schon in Weihnachtsstimmung. Wir feiern bei mir auch alle gemeinsam Weihnachten – Nadine Nagler aus Walsrode

Bei mir bleibt der Weihnachtsbaum bis zu meinem Geburtstag zum 8. Januar stehen. Das war schon so, als ich Kind war. Es kommen auch Süßigkeiten an den Baum – Kringel und kleine Lutschstangen – richtig nostalgisch. Den Baum, eine 1,70 Meter große Nordmanntanne, suche ich mir immer in Altenwahlingen aus. Ich habe noch einen Engel und ein Vögelchen, Erbstücke meiner Oma. Es wird erst Heiligabend geschmückt, dann ist die Überraschung größer. Ich habe Lichterketten, da der Hund meiner Tochter auch öfters bei mir ist. Wir feiern mit sieben Personen am 1. Weihnachtstag – Petra Hinnah aus Walsrode

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