Welchen Stellenwert hat der Muttertag für Sie?

8. Mai 2016

Die Kinder basteln schon die ganze Woche eifrig in den Kindergärten und dürfen doch nichts verraten. 
Aber was schenkt man selbst – einen Blumenstrauß, Topfpflanze, Theaterkarten oder doch lieber etwas Süßes? Geht man essen oder lässt Muttern kochen? Heute am Sonntag erinnert man sich daran – da war doch etwas! Richtig – es ist Muttertag! Zumal die Blumenhändler und die Schokoladenindustrie uns dank Dauerbeschallung in Werbeblocks Wochen vorher immer wieder darauf aufmerksam machen. Es ist ein offizieller Feiertag zu Ehren der Mütter.
Hat der Muttertag auch seinen Ursprung in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung von 1865, ist er heute, rund 150 Jahre später, zu einer festen Einrichtung geworden, die besonders die Gärtner erfreut. Als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter, sollte der 2. Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden. Der Präsident der Vereinigten Staaten sollte an diesem Tag die öffentlichen Gebäude beflaggen lassen; diesem Willen des Kongresses hat Woodrow Wilson noch im gleichen Jahr Folge geleistet. So wurde der Muttertag 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.
Die Begründerin des Feiertages, die Methodistin Anna Marie Jarvis veranstaltete bereits am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mother Day. Im darauf folgenden Jahr ließ sie 500 weiße Nelken zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen. Mit steigender Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags wandte sie sich aber von der Bewegung ab und bereute, diesen Tag ins Leben gerufen zu haben.

Ich bin der Ansicht, Muttertag sollte das ganze Jahr über sein. Wenn die Kinder nur einmal am Muttertag an einen denken, ist es für die Mutter ein ungutes Gefühl. Einfach mal  zwischendurch eine Anerkennung, ist viel mehr Wert. Daher wird an dem Tag auch bei uns nichts gemacht. Der Muttertag ist ein Geschäft für die Blumenhändler und hat mit dem eigentlichen Sinn nichts mehr zu tun. Für meinen Mann bin ich nicht die Mutter. Es ist eher so, dass die Familie sich öfter im Jahr trifft oder ich telefoniere mit den Kindern – Annegret Gruner aus Nordkampen

U-Annegret-Gruner

Für mich hat der Muttertag einen großen Stellenwert, da dann die ganze Familie zum Kaffee zusammenkommt. Es steht nicht die Mutter im Mittelpunkt, sondern es ist einfach schön, dass die Kinder da sind. Es heißt doch: „Wenn es den Kindern gut geht, geht es auch mir gut!“ Und das bezieht sich auch auf die Enkel. Ich erwarte keine Geschenke, aber sie bringen mir immer ein Blümchen mit. Ich habe drei Kinder, drei Schwiegerkinder und sechs Enkel. Einige sind dienstlich verhindert. Traditionell gibt es am Muttertag Erdbeerboden – Ursula Bruns aus Honerdingen

U-Ursula-Bruns

Es ist ein Tag der Anerkennung für die Mutter, um einmal Danke zu sagen mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Eigentlich ist es so, dass die Männer nicht oft daran denken, aber an dem Tag werden sie daran erinnert. Ich besuche meine Mutter und schenke eine Kleinigkeit. Ich selbst freue mich über ein gemaltes Bild von meinem Sohn. Wir machen Muttertag nichts besonders, aber wir verbringen Zeit miteinander. Vielleicht geht es in den Vogelpark. Wir haben eine Jahreskarte. Da haben alle etwas davon – Nadja Ulbricht aus Bomlitz

 

U-Nadja-Ulbricht

Es ist gut, dass an dem Tag die Mütter gewürdigt werden. Sicher, man sollte es das ganze Jahr über tun, aber an dem Tag wird man darauf aufmerksam gemacht. Wir wohnen mit meiner Mutter in einem Haus und gehen am Muttertag zum Kaffeetrinken runter. Es gibt immer leckeren selbstgebackenen Kuchen, hoffentlich diesmal Frankfurter Kranz. Die Mutti bekommt einen Blumenstrauß und eventuell etwas Süßes. Die Enkelkinder basteln im Kindergarten etwas. Als sie noch zu klein waren, habe ich meiner Frau auch etwas mitgebracht – Jürgen Giesemann aus Groß Eilstorf 

U-Juergen-Giesemann


Ich überrasche meine Mutter mit einem kleinen Geschenk und ich selbst hoffe, dass meine Kinder mir Kaffee ans Bett bringen. Sie sind elf und 17 Jahre alt und vergessen so etwas oft gerne. Man kann es nicht an einem Tag festmachen, es gibt einfach viele kleine schöne Momente und ich freue mich über jede Aufmerksamkeit. An dem Tag selbst unternehmen wir nichts besonders. Mutti wohnt nebenan, von daher ist es problemlos. Die Werbung zum Muttertag ging in diesem Jahr, dafür war sie zum Valentinstag übertrieben – Heidrun Karkheck aus Häuslingen  

U-Heidrun-Karkheck


Muttertag sollte öfters sein, als nur einmal im Jahr. Ich selbst habe keine Mutter mehr. Aber meine Frau, die ja die Mutter meiner Kinder ist, überrasche ich öfters mit einem Blumenstrauß und versuche ihr zu helfen, wo ich kann. Wir sind 58 Jahre lang verheiratet. Früher haben wir an dem Tag etwas unternommen, aber das geht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. So versuche ich nun, ihr den Tag mit einer unserer Töchter so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir trinken gemeinsam Kaffee und ich koche Spargel – Karlheinz Scharf aus Walsrode

U-Karlheinz-Scharf

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