Welchen Beitrag leisten Sie persönlich zum Umweltschutz?

16. September 2018

Mehr als 300 Meeresforscher aus 33 Ländern haben deutlich mehr Meeres- und Klimaschutz angemahnt.

Ein langer, heißer Sommer, kaum Regen, unnatürlich hohe Temperaturen, dafür kein Schnee im Winter. Die Erde erwärmt sich und die Forscher sagen weitere extreme Wetterkapriolen voraus. Laut den Forschern haben die Ozeane in den vergangenen 50 Jahren global zwei Prozent Sauerstoff verloren. Die Wassermenge im offenen Ozean, in der jeglicher Sauerstoff fehlt, sei um mehr als das Vierfache gewachsen. Die Wissenschaftler sehen die zunehmende Erwärmung und die Überdüngung der Ozeane als wesentliche Gründe für die Entwicklung.

Langfristig gefährden diese Veränderungen nicht nur das Leben in weiten Teilen der Weltmeere, auch Rückwirkungen auf die Atmosphäre werden erwartet, wenn sich in sauerstofffreiem Wasser Treibhausgase wie Lachgas und Methan bilden. Die Natur verändert sich schneller als bisher angenommen. Der Vergleich zwischen Messdaten und Ergebnissen komplexer numerischer Modelle zeigt, dass selbst die besten Modelle bisher beobachtete Veränderungen deutlich unterschätzen. Die Wissenschaftler fordern deshalb zu mehr Anstrengungen auf, das globale Bewusstsein für die Sauerstoffabnahme im Ozean zu schärfen, die Meeresverschmutzung und insbesondere den übermäßigen Nährstoffeintrag in den Ozean zu beenden und die globale Erwärmung durch Klimaschutz, wirksam zu begrenzen.
Umweltschutz fängt im Kleinen an. Ein großer Beitrag wurde bereits durch die Reduzierung der Plastiktüten geschaffen. Große Discounter gehen noch einen Schritt weiter und stellen Netze für Obst und Gemüse bereit. Aber auch im Haushalt kann man viel bewirken, in dem man öfter mal das Auto stehen lässt und mit dem Fahrrad fährt, sparsam mit Wasser umgeht, regionale Produkte kauft und auf ausländische, von weit her importierte Produkte verzichtet.

Müll trennen wir auf jeden Fall – Papier, Plastik, Bio. Ebenso versuchen wir, so gut es geht Plastik zu vermeiden. So gibt es bei uns auch mehr Holz- statt Plastikspielzeug. Wir fahren viel mit dem Fahrrad. Selbst Henri hat schon ein Laufrad. Damit fährt er lieber, als zu Fuß zu gehen. Auch innerhalb von Walsrode ist man schneller mit dem Rad unterwegs. Wir nehmen immer Taschen zum Einkaufen mit und verlangen auch beim Kauf von Kleidung keine Tüten. Bei Rewe gibt es Papiertüten, die nutzen wir wieder für den Müll. Die Eier holen wir vom Markt und bekommen vom Nachbarn viel aus dem Gemüsegarten – Sebastian Süfke mit Henri aus Walsrode

Ich nutze nur Pfandflaschen und habe immer meinen Jutebeutel dabei. Beim Einkaufen vermeide ich Verpackungsmüll und habe jetzt auch Netze für das Obst und Gemüse. Einmal die Woche verbinde ich alle Besorgungen mit dem Auto. Ansonsten gehe ich zu Fuß. Die Waschmaschine wird nur angemacht, wenn sie voll ist. Ich kaufe Bio-Eier und soweit es geht andere Bio-Produkte. Ich versuche, Bio zu kaufen, das ist aber nicht immer möglich. Man muss langsam umdenken, wenn man bedenkt, dass die Sommer immer wärmer werden, es im Winter keinen Schnee gibt und wir sind mitverantwortlich – Aneke Ahr aus Walsrode

Ich trenne schon immer den Müll. Das Obst wird oft lose angeboten, also muss man zur Plastiktüte greifen. Aber ich nutze die Tüten weiter und verwende sie zum Müllsammeln. Ich fahre kein Auto, sondern gehe viel zu Fuß oder nehme das Rad. Freitags geht’s zum Markt. Bei Kleidung achte ich nicht auf das Biosiegel. Was mich stört: Deutschland will die Welt verbessern und achtet darauf, Plastik zu vermeiden. Doch wir erreichen nichts alleine. Andere Länder müllen sich zu. Es müssten alle mitziehen. Der Plastikmüll landet im Meer, das ist schlimm – Evelin Kohs aus Walsrode

Fahrrad fahren kann ich leider nicht mehr, aber ich gehe viel zu Fuß und lasse das Auto stehen. Ganz ohne Auto geht es auf dem Dorf nicht. Ich spare Plastiktüten und nehme immer eine Tasche mit zum Einkaufen oder nehme eine Papiertüte. Die nutze ich später für den Müll. Bio kaufen wir nicht, da wir im eigenen kleinen Garten Kartoffeln, Möhren, Tomaten und Gurken haben. Außerdem gibt es bei uns auch Birnen, Kirschen und Johannisbeeren. Wenn etwas über ist, frieren wir es ein. Noch kompostieren wir für den Garten – Ina Mindermann aus Krelingen

Mülltrennung ist selbstverständlich. Ich nutze Mehrweg-Glasflaschen und kein Kunststoff, wenn möglich. Ich ärgere mich über die großen, doppelten Verpackungen. Vieles ist überflüssig. Wir gehen auch mit dem Behälter zum Schlachter, um Müll zu vermeiden. Der Schlachter hat sich schon darauf eingestellt. Aber bei den großen Discountern geht das nicht. Außer einem Gewächshaus haben wir altersbedingt keinen Garten mehr. Aber wir fahren größtenteils mit dem Fahrrad und lassen oft das Auto stehen. Wir haben alle alten Glühbirnen rausgenommen und auf LED umgestellt. Das spart Strom – Werner Augustat aus Bomlitz

Ich verwende Glasflaschen statt Plastik und nutze einen Einkaufskorb. Der Müll wird getrennt. Ich sammle auch meinen Kompost, der dann für die Biogasanlage abgeholt wird. Ich versuche auch, Plastik beim Obst- und Gemüsekauf zu vermeiden. Ich esse kein Fleisch, da es „Qualfleisch“ ist, die Tiere leiden zu sehr. Bei mir gibt es Mandel- statt Kuhmilch. Als Raucherin habe ich immer einen Behälter für die Kippen dabei, da ich es nicht leiden kann, wenn Kippen rumfliegen. Man ist auf dem Weg, immer klappt es mit dem Umweltschutz auch nicht, aber die guten Vorsätze sind da – Petra Kramer aus Rethem

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