Welche Unarten stören Sie an Urlaubern?

2. Juli 2017

Andere Länder, andere Sitten.

Wer eine Reise macht, kann viel erleben und erleidet manchmal Schiffbruch, beziehungsweise tritt in Fettnäpfchen, wenn man die Regeln und Umgangsformen des heimischen Landes nicht kennt. Daher sollte man sich mit den Eigenheiten des Urlaubslandes vor Reiseantritt vertraut machen. Viele Menschen sind stolz auf ihre Heimat, ein paar Ausdrücke in der Landessprache und lobende Worte über das Land öffnen garantiert die Herzen der Gastgeber. In vielen Ländern sollte man am Strand nicht einfach die Hüllen fallen lassen. Oft sind „oben ohne“ sonnen und FKK verboten. Das trifft übrigens auch auf Kleinkinder zu, für den Nachwuchs sollte also auch eine Badehose eingepackt werden.

Natürlich sollte man sich im Urlaub entspannen und erholen – das heißt jedoch nicht, dass man nonstop in Hawaiihemd und Bikini herumlaufen kann. Abseits von Strand und Pool sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden, sonst bleibt einem der Eintritt in die Kirche oder ins Restaurant verwehrt. Herren sollten deshalb auch eine leichte, lange Hose und Damen ein Schultertuch im Gepäck haben. Oft vergessen Urlauber vor lauter Begeisterung über das tolle Motiv, dass sie echte Menschen ablichten. Daher gilt: Immer vorher fragen! Der Magen knurrt und der Weg zum Büfett erscheint lang? Trotzdem sollte man nicht den Teller zu voll schaufeln – der Rand vom Teller sollte noch zu sehen sein. Zudem sehen es die meisten Hoteliers nicht gern, wenn vom Frühstücksbüfett Proviant für den ganzen Tag mitgenommen wird.

Unser Urlaub führt uns seit 1994 nach Holland. Da mieten wir immer eine Jacht. Davon können wir nur positiv berichten. Es gibt zwar auch junge Leute mit Handys, aber das stört uns nicht. Schade ist, wenn Eltern mit dem Smartphone dasitzen und die kleinen Kinder sich langweilen. Das ist nicht schön. Wir sind im Urlaub beim Einkaufen und im Restaurant alle ganz entspannt. Die Jachtbesitzer sind alles Freunde. Jeder hilft dem anderen, nicht nur im Notfall. Alle grüßen sich, auch auf See. Es ist ein ganz anderes Leben – Raili und Jürgen Blume aus Walsrode 

Wenn ewig das Handy am Tisch in Betrieb genommen wird und herum getippt wird. Ich habe noch nicht mal ein Handy und vermisse es auch nicht. Wir waren bereits im Elbe-Sandstein-Gebirge. Da hat man die Probleme mit den vollbesetzten Liegen nicht. Wenn es im Sommer warm ist, trage ich Sandalen ohne Socken und ziehe abends zum Essen eine lange Hose an. Man sollte sich entsprechend kleiden. Was ich gar nicht mag ist, wenn Gäste direkt sandig vom Strand kommen und sich an den Tisch setzen – Andreas Löding aus Bomlitz

Sandalen und Socken bis zu den Knien geht gar nicht. Dann diese Hawaii-Hemden mit Blümchen für Männer. Mein Mann trägt Flipflops oder Turnschuhe. Wir waren schon oft im Urlaub. Beim ersten Mal habe ich mich gewundert, warum alle um 4 Uhr morgens aufstehen und die Liegen reservieren. Das ist typisch deutsch. Unser Handy wird im Urlaub nur für Notfälle benutzt. Wir waren dieses Jahr in Bulgarien. Da war alles ganz entspannt. Das Hotel war zwar sehr groß, aber ruhig und es hat sich keiner um die Liegen gekloppt – Christine Köhler mit Cilian aus Walsrode

Mich stören besonders Socken in kurzen Hosen. Egal ob schwarze oder weiße Socken – es ist ein absolutes No-Go! Meinem Mann habe ich es abgewöhnt. Er mag es jetzt auch nicht mehr. Männer denken darüber anders als Frauen. Schlimm ist auch, wenn Leute über alles Mögliche meckern. Viele buchen möglichst günstig und wundern sich darüber, dass das Essen nicht die volle Palette umfasst. Man darf das Preis-Leistungsverhältnis nicht vergessen. Wer günstig bucht, muss auch Abstriche machen – Monika Krause aus Benefeld

Auf dem Campingplatz herrscht ein anderer Codex, als in Hotelanlagen. Da ist man nicht für sich, sondern in der Gemeinschaft. Wir haben seit 12 Jahren einen festen Campingplatz direkt am Hämelsee. Es ist ein freies Leben. Man kann anziehen, was man will, frühstücken, wann man will oder grillt einfach abends mit den Nachbarn. Da ist keiner, der meckert. Man muss das entsprechende Fahrzeug und einen doppelten Haushalt haben. Aber die Freiheit kann einem keiner nehmen. Da gibt es keinen Zaun zum Nachbarn, jeder hilft dem anderen – Günter Scheele aus Walsrode

Ich finde es am allerschlimmsten, wenn Leute sich am Büfett die Teller mit allen Möglichen vollladen und dann stehen lassen. Es gibt aber auch viele peinliche deutsche Eigenarten. Wenn Deutsche in ein fremdes Land kommen und gleich Deutsch sprechen, anstatt erst versuchen, in der Landessprache die Menschen zu begrüßen. Besonders in den typischen Urlaubsorten macht man schlechte Erfahrung. Schade ist auch, wenn Rentner über junge Familien mit Kindern herziehen, statt gemeinsam die Urlaubszeit zu genießen – Franziska Philipp aus Rethem

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