Welche Hoffnungen und Erwartungen setzen Sie in den neuen US-Präsidenten Joe Biden?

24. Januar 2021

Der neue US-Präsident übernimmt ein aufgewühltes Land, das am Rand eines Bürgerkriegs steht.

Genau zwei Wochen nachdem eine aufgebrachte Menge das US-Kapitol stürmte, wurde der neue Präsident Joe Biden vor eben jenem Kongressgebäude vereidigt. Aus Furcht vor neuer Gewalt und wegen der Corona-Pandemie verlief die Zeremonie zur Amtseinführung des 46. US-Präsidenten ganz anders ab als üblich. Mit großem Interesse blickte die Welt am Mittwoch auf die Vereidigung von Joe Biden, die unter drakonischen Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Große Zuschauermengen gab es nicht. Neben tausenden Polizisten wurden mehr als 20.000 Nationalgardisten zu Bidens Amtseinführung in Was-hington eingesetzt. Die drei früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren die prominentesten Gäste der Zeremonie. Donald Trump, der seine Wahlniederlage weiterhin nicht eingestand, blieb der Amtseinführung fern und verließ die Hauptstadt Richtung Florida.

Trump ist der erste Präsident seit mehr als 150 Jahren, der der Amtseinführung seines Nachfolgers fern blieb. Trumps Stellvertreter Mike Pence nahm an der Zeremonie hingegen teil. Popdiva Lady Gaga, die sich im Wahlkampf für Biden eingesetzt hatte, sang die US-Nationalhymne. „Amerika vereint“ lautete das Motto der Zeremonie.
Biden will das tief gespaltene Land versöhnen und politische Gräben überwinden. Das war auch das zentrale Thema der Antrittsrede des 78-Jährigen. Vereidigt wurde auch Vizepräsidentin Kamala Harris. Das neue Führungsduo legte anschließend einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten im Nationalfriedhof Arlington nieder.
Biden will die polarisierte Gesellschaft aussöhnen. Die Europäer hoffen darauf, dass Joe Biden das transatlantische Verhältnis wieder als einen Schwerpunkt der US-Außenpolitik ansieht und die schweren Schäden repariert, die Trumps Politik angerichtet hat.

Ich freue mich, dass es Biden trotz aller möglichen Angriffe und Anfeindungen von Trump und seinen Freunden geschafft hat, Präsident zu werden! Mir hat Trumps Verhalten gezeigt, dass die größte Demokratie der Welt, wie die USA genannt wird, doch keine ist, sondern der Wählerwille nicht respektiert wird, wenn es dem einen oder anderen nicht genehm ist. Donald Trump hat sich auf die Ebene vieler nationalistischer Führer gestellt. Er ist nicht besser als Putin und Co. Die große Gefahr ist, dass Trumps Freunde, die kriminelle Machenschaften betrieben haben, diese auch noch weiter betreiben können. Ich hoffe, dass Deutschland und Europa nun durch Biden wieder auf einer Ebene miteinander reden und verhandeln können und nicht so herablassend, wie Trump gehandelt hat. Durch die Ernennung der Afroamerikanerin Harris zur Vizepräsidentin, hoffe ich, dass der ewige Kampf zwischen schwarz und weiß aufhört. Es ist eine Chance – Klaus Twesten aus Bad Fallingbostel

Wir sind froh, dass Donald Trump abgewählt wurde und hoffen, dass durch den neuen Präsidenten Biden das Verhältnis zu Europa wieder besser wird und dass in den USA wieder Ruhe einkehrt. Trumps Abgang und sein Wirken war eine Katastrophe, egal ob es um die „Fake-News“, die Ignoranz zu Umwelt und Klimawandel oder um Corona ging. Außerdem war er ein absolut schlechter Verlierer. Er hat sich wie im Kindergarten benommen. Der nun 46. Präsident der USA hat mit Kamala Harris eine starke Vizepräsidentin an seiner Seite. Ansonsten ist er uns schon fast zu alt für das Amt – Birgit und Helmut Bruns aus Kirchboitzen

Donald Trump ist von innen und außen hässlich. Von daher bin ich froh, dass Biden als neuer Präsident der USA vereidigt wurde. Ich glaube nicht, dass er so ein Selbstdarsteller ist, wie Donald Trump. Mich wundert, dass die Amerikaner Trump damals überhaupt gewählt haben. Das verstehe ich nicht. Er hat menschlich total versagt. Zum Beispiel wird bereits Schulkindern beigebracht, dass man nicht alles über die sozialen Medien preisgibt und nicht alle Nachrichten so verteilt. Trump aber nutzt diese Medien, um mit Dreck zu schmeißen. Ich hoffe, dass Biden unter anderem die Krankenversicherung wieder einführt. Das wäre für die Amerikaner wichtig. Außerdem hoffe ich, dass sich die Amerikaner mit anderen Staaten wieder auf Augenhöhen begegnen. Donald Trump war einfach nur zum „fremdschämen“ – Jutta Joost aus Honerdingen

Ich denke, es sind alle froh, dass Trump abgewählt wurde. Ob der neue Präsident Biden es nun besser macht, sei dahingestellt. Es wird viel Hoffnung in ihn gesetzt, und die Zukunft wird zeigen, ob er die Erwartungen erfüllt. Zu Trump muss man nicht viel sagen. Was er gemacht hat, stand in allen Zeitungen und dass er die Wahl Bidens nicht anerkennt, ist erschreckend. Dass er sich so sträubt, dafür kann ich keine Worte finden und nur mit dem Kopf schütteln. Die ganze Welt hatte Angst, was er noch alles anstellt. Er lebt aber nicht ewig, es wird immer einen geben, der sich querstellt. In Bezug auf den neuen Präsidenten, hätte ich es besser gefunden, wenn er jünger wäre. Aber die Vizepräsidentin ist eine Frau, die auch etwas bewirken kann – Iris Lüpke aus Honerdingen

Vor sechs Jahren kam ich von Kalifornien der Liebe wegen nach Deutschland. Trumps Amtszeit ist beendet und fertig, Punkt aus! Am Mittwoch war sein letzter Tag, und er kann nach dem hoffentlich erfolgreichen Impeachment-Verfahren niemals wieder zum Präsidenten gewählt werden. Biden ist ein guter Mann in meinen Augen. Er ist zwar ein bisschen alt, aber ich hoffe, dass er die USA wieder zusammenführt. Im Moment ist das Land, die Demokraten und Republikaner, zu sehr zerstritten. Das Land muss sich wieder zusammenraufen. Ich werde nicht mehr nach Amerika zurückkehren, denn Deutschland ist nun meine Heimat. In Bezug auf Europa, hoffe ich auch, dass Biden feinfühliger ist als Trump und wieder ein besseres Niveau zu Europa schafft – Bob O’Neal aus Schwarmstedt

Ich bin froh, dass es mit Donald Trump vorbei ist. Er ist so ein Populist, der sich in den vier Jahren seiner Amtszeit nur selbst dargestellt hat, und er hat gelogen ohne Ende. Er hat die Wahl Bidens nicht anerkannt und noch nicht einmal seinem Nachfolger gratuliert. Das ist unhöflich! Er meint, er wäre der stärkere Mann, aber er hat kein Benehmen. Ich hoffe, dass durch Joe Biden das Verhältnis von Amerika zu Europa und eigentlich zur ganzen Welt wieder besser wird und dass er das schafft, was er sich vorgenommen und sein Land wieder vereint. Donald Trump hat das Land gespalten. Es ist schlimm, doch so langsam wachen die Republikaner auch auf. Ich finde es klasse, dass Biden die Afroamerikanerin Harris zur Vizepräsidentin ernannt hat. Sie ist wesentlich jünger und gleicht somit sein Alter wieder aus – Heinrich Freytag aus Wehnsen

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