Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Großeltern?

17. November 2019

Großeltern sind wichtig für die Entwicklung eines Kindes!

Nicht nur, wenn die Kinder klein sind, sondern vor allem auch dann, wenn sie größer werden, helfen Oma und Opa weiter. Sei es als guter Geist oder als treibende Kraft – sie helfen ihren Enkeln auch im Erwachsenenalter, wenn diese selbst nicht mehr weiter wissen. Darum sind Großeltern in allen Lebenslagen wichtig.

Wenn das erste Enkelkind auf die Welt gekommen ist, werden auch Großeltern geboren. Und ab da bringen sie sich gern als Babysitter und Aufpasser ein. Ob mit dem Kinderwagen eine Runde drehen oder das Baby mal eine halbe Stunde bespaßen, damit die Mama schlafen oder duschen kann!
Solange Großeltern und Eltern sich auf ihre Rollen verständigen, profitieren die Enkelkinder davon. Da Eltern im Alltagstrubel nicht immer die Ruhe und die Zeit haben, mit ihren Kindern zu spielen, sind oft die Großeltern gefragt, und die Kids lieben die Geschichten der Großeltern, als diese selbst mal klein waren. Mit Opa im Garten ein Baumhaus bauen, Drachen steigen lassen, oder bei Oma lernen, wie man Marmelade kocht und leckeren Kuchen und Kekse backt. Oma und Opa sind in der Zeit auch diejenigen, die sich mit den Enkeln auf viele tolle Abenteuer einlassen.
Wenn sie älter werden, tragen sie auch mehr Sorgen und Probleme auf dem Herzen. Die Großeltern sind in der Teenagerzeit der Enkel wichtige Zuhörer. Sie besänftigen, vermitteln und schlichten, wenn die Enkelkinder zum ersten Mal die Welt der Gefühle entdecken.
In der Phase helfen die Großeltern auch beim selbstständig werden. Später brauchen und wollen die jungen Menschen nicht mehr so viel Zuwendung. Aber sie sind dankbar, wenn die Großeltern Schützenhilfe leisten. Umgekehrt helfen die Enkel auch gern beim Einrichten von Smartphone oder Tablet – das ist nämlich eine Phase, in der die Enkel langsam aber sicher mehr Ahnung haben als die Großeltern.

Oma und Opa wohnten nebenan – Tür an Tür -, und wir konnten zu jeder Zeit zu ihnen. Wenn es bei uns nichts Leckeres zu Essen gab, gab es bei Oma etwas Gutes. Heringssalat zu Weihnachten mit Weißbrot – das vergisst man nicht. Wir haben abends oft Canasta gespielt. Ich habe nur gute Erinnerungen. Sie leben leider nicht mehr. Für mich war meine Oma sehr wichtig. Sie hat uns Kopfrechnen beigebracht, und Opa lernte uns Skat. Meine Schwiegereltern und meine Eltern sind auch immer für unsere Kinder da. Es ist ein Segen und zum Glück leben sie alle noch – Heiko Meyer aus Walsrode

Es gibt nur schöne Erinnerungen. Die Großeltern leben auf einem Bauernhof, haben aber keinen Tierbetrieb mehr. Ich bin jede Woche dort. Sie haben sich damals schon immer Zeit für mich genommen. Es ist ein Gefühl für Familie, Geborgenheit und des Willkommenseins. Es gab immer gutes deutsches Essen. Nun fahre ich einmal die Woche mit meiner Oma nach Walsrode. Gesundheitsbedingt benötigt sie einen Rollator. Sie hat mir oft geholfen in meinem Leben. Sie ist 80 Jahre alt, spricht mehrere Sprachen und wir schreiben uns per WhatsApp. Wir sind Seelenverwandte – Kathrin Wiese aus Walsrode

Ich habe nur gute Erinnerungen an die Großeltern, die einen Hof hatten. Wenn wir zu Besuch kamen, wurde Platt gesprochen. Das ist für mich die schönste Erinnerung. Ich kann ein bisschen Platt, aber ich kann es besser verstehen als sprechen. Als mein Schwiegervater verstarb, zog die Schwiegermutter zu uns. Da war unsere Tochter sehr klein. Es war die „Lese-Oma“, die immer viel vorlas. Es war eine Bereicherung und auch eine Erleichterung, wenn die Kleine vom Kindergarten abgeholt werden musste. Es ist schön, wenn man die Großeltern in der Nähe hat und darauf zurückgreifen kann – Beate Schulz aus Böhme

Für uns sind die Großeltern alles. Ohne meine Mutter würde ich gar nicht arbeiten gehen. Fremdbetreuung kommt in dem Alter für uns nicht in Frage – später schon. Es ist ein Segen, sie wohnt zwei Haustüren weiter. Dadurch haben wir viel Unterstützung, und ich bin mir immer sicher, dass Johann gut aufgehoben ist. Meine Oma hat bei uns gelebt und mein Sohn heißt heute wie mein Großvater. Meine Oma ist ganz verrückt nach ihrem Urenkel. Meine anderen Großeltern wohnten auch in der Nähe. Dort habe ich immer gerne mit meinen Cousins übernachtet. Der Familienzusammenhalt setzt sich fort – Katharina Arumu mit Johann aus Soltau

Ich habe nur schöne Erinnerungen an Oma und Opa. Das waren die Besten! Sie haben immer „Ja“ gesagt, und Opa war bei jedem Fußballspiel und bei jedem Training dabei. Oma war die Beste beim Kochen und Backen. Egal, um welches Gericht es sich handelte. Ich habe alle Rezept von Oma bewahrt. Sie haben nur ein paar Häuser weiter weg gewohnt, und ich war mehr dort, als bei uns zu Hause. Sie sind leider schon verstorben, aber ich gehe oft zum Grab. Ich selbst bin auch schon Großvater. Die Enkel sind drei, sechs und neun Jahre alt, spielen aber leider kein Fußball – Markus Ruben mit Lyra Aurelia aus Bad Fallingbostel

Wenn Probleme anstanden, haben sie uns immer geholfen: Zum Beispiel, nachts nach Hause fahren. Aber sie haben auch Regeln aufgestellt. Mein Opa hatte einen Vollbart. Als Kleinkind habe ich immer daran gezogen. Eine Oma hat bei uns zu Hause gewohnt und mit uns gespielt – MauMau und Rommé. Meine andere Oma ist vor Kurzem gestorben. Mit der haben wir immer „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Meine elfjährige Tochter wird von meinen Eltern und Schwiegereltern nur verwöhnt. Aber dafür sind Großeltern da. Ich werde es später genauso handhaben – Sonja Bunke aus Walsrode

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