Welche Erinnerung haben Sie an Ihren ersten Schultag?

6. September 2015

Die meisten Schulanfänger werden wieder eine klassisch gefüllte Schultüte im Arm halten.

85 Prozent der Mütter und Väter wollen die Tüten mit Süßigkeiten füllen, 80 Prozent packen auch Schreibwaren für die Schulzeit hinein. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Goldmedia. Technik wollen demnach nur wenige Eltern in die Schultüte stecken. Bei elf Prozent der Kinder soll Handy oder ein Smartphone in die Tüte, bei sieben Prozent ein MP3-Player.

Nur 2,4 Prozent der Befragten gab an, dass ihr Kind überhaupt keine Schultüte zur Einschulung bekommt. 6,8 Prozent sagten, dass sie die Tüte selbst basteln und befüllen, 30,2 Prozent kauft eine bereits gefüllte Tüte. Der Großteil (60,6 Prozent) kauft zwar eine fertige Schultüte – befüllt sie dann aber selbst.

Am 5. September war an den Grundschulen in Niedersachsen, direkt nach den Sommerferien, der erste Schultag für die Erstklässler. Dieser häufig auch als Einschulung bezeichnete Tag geht üblicherweise mit verschiedenen Bräuchen einher, wie zum Beispiel Einführungsfeier durch die Schule sowie der Übergabe von Schultüten durch Eltern an ihre Kinder.

Meist liegt das Einschulalter in Deutschland, je nach Bundesland, zwischen fünf und sieben Jahren. Im Regelfall muss ein Kind, das bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollendet hat, nach den Sommerferien in die Schule gehen. Es steht dann unter der Schulpflicht. Niemand muss bei Schuleintritt irgendetwas lesen, schreiben oder rechnen können. Aber das Schulkind sollte sich selbständig an- und ausziehen sowie Schuhe zubinden können.

Bei mir ist es sechs Jahre her. Wir wurden damals alle in der Turnhalle aufgerufen und den Lehrern zugeteilt. Von den Eltern habe ich eine Lilifee-Schultüte bekommen. Darin waren Süßigkeiten und Schulsachen. Der Tornister war von Steif mit einem Teddy drauf. Großeltern, Paten, Onkel und Tanten kamen nach Hause zum Feiern bei Kaffee und Kuchen. Ich kannte schon viele Schulkollegen vom Kindergarten her. Meine beste Freundin saß dann neben mir in der Klasse. Nun komme ich schon in die 7. Klasse der KGS Schwarmstedt – Lisa-Marie Lissy aus Wietze

Lisa-Marie-Lissy

Meine Einschulung mit der Familie war sehr schön und sehr schlicht. Es wurde nicht gefeiert. Es ging erst zur Kirche, dann zur Schule und wir haben zusammen Mittag gegessen. Am Nachmittag kamen die Großeltern zum Kaffee dazu. Ich bekam einen roten Ranzen, den meine Mutter aussuchte. Heute wird es oft übertrieben. Genauso wie bei Geburtstagsfeiern. Meine Enkelin wird eingeschult, da kommt der „Brasilianer“ ins Haus. Etwas weniger wäre besser. Es gibt für die Kinder später kaum noch eine Steigerung – Ute Veverka mit Enkelin Emely Glomb aus Walsrode

Ute-Veverka

Auf meiner roten Schultüte war die Micky Maus und es gab anschließend eine kleine Feier mit den Paten und Großeltern. Der Ranzen war rosafarben und ich habe ihn selbst ausgesucht. Die Schule war am Anfang aufregend und man hat sich gefreut. Bei meiner Nichte war die Einschulung viel schöner. Aber es liegt vielleicht daran, dass man es als Erwachsener mit anderen Augen sieht. Als Kind hat man es nicht bewusst erlebt. Früher wurde vieles selbst gemacht. Aber ich finde, eine Grillfeier reicht aus. Bis zur Einschulung meines Sohnes ist es noch ein bisschen hin – Melanie Wiedmann mit Lennox aus Walsrode

Melanie-Wiedmann

Ich komme in die 9. Klasse. Auf meiner Schultüte waren Pferde. Sie war, glaube ich, selbst gebastelt. Es waren Süßigkeiten und Geld drin. Aber auch Schulutensilien, Stifte, Tuschkasten und Federmappe. Den Schulranzen, ebenfalls mit Pferden und Elfen, habe ich mir selbst ausgesucht. Nach der Einschulung waren wir mit den Großeltern, Freunden und Bekannten essen. Nun freut man sich auf das Wiedersehen der Schulkollegen, aber nicht so auf den Unterricht, wie Mathematik. Es ist das vorletzte Schuljahr, dann geht’s zur BBS – Jasmin Bünger aus Klein Eilstorf

Jasmin-Buenger

Die Schultüten für meine Kinder habe ich im Kindergarten selbst gebastelt. Es gab dort entsprechende Muster. Mein Sohn bekam einen Ritter, meine Tochter eine Schultüte mit Pferden. Sie haben sich sehr darüber gefreut. Nach der Einschulung sind wir Essen gegangen. Zu Hause gab es dann Kaffee und Kuchen. Die Großeltern und die Paten waren dabei. An die eigene Einschulung kann ich mich nicht erinnern. Aber meine Lehrerin hieß Frau Schiff. Sie war sehr nett, lebt jetzt leider nicht mehr. Teilweise wird es heute übertrieben was die Geschenke betrifft, es hat kaum noch etwas mit der Einschulung zu tun – Tanja Pralle aus Hodenhagen

Tanja-Pralle

Unsere Schultüten wurden von unserer Mutter selbst gebastelt. Wir haben uns beide für Delfine entschieden. Die Einschulung selbst war cool. Es war alles neu und man freute sich auf die Hausaufgaben. Das war aber nur zu Anfang so, später nicht mehr. Man war stolz, ein Schulkind zu sein. Es gab zu Hause eine kleine Grillfeier mit der Familie und dem Freundeskreis. Nun komme ich in die 7., meine Schwester in die fünfte Klasse der Oberschule. Es gibt jetzt mehr Bücher. Es ist zwar spannend, bedeutet aber auch mehr Arbeit und der Ranzen wird schwerer – Sophia und Paulina Sandmann aus Visselhövede

Sophia-u.-Paulina-Sandmann

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