Welche Eier dürfen es zu Ostern sein?

16. April 2017

„Bio-Eier“, vom Land oder einfache Discounter-Eier?

Ostern ist eines der Schönsten unserer Feste. Die Natur erwacht, alles blüht und grünt. Die Familien kommen zusammen und die Kleinsten werden mit der Aufgabe betraut, Ostereier zu suchen, die der Osterhase versteckt hat. Da gibt es Schokoeier, Gelee-Eier, Eier aus Marzipan, Dragees und sogar aus Weingummi. Schon seit Wochen sieht man an den Sträuchern ausgepustete, bunte Eier oder sind es doch nur welche aus Plastik? Selbstverständlich dürfen auch gekochte bunte Eier zum Osterfest nicht fehlen, die vorher in liebevoller Kleinarbeit gefärbt und angemalt wurden.

Wer sich die Arbeit sparen will, für den gibt es bereits fertige Eier in den Regalen. Dann stellt sich dem Verbraucher noch die Frage „Bio-Eier“, vom Land oder einfache Discounter-Eier? Bei der Produktion von Bio-Eiern gelten die strengsten Regeln was Futter und auch Haltung betrifft. Die Legehennen dürfen unter anderem nicht in Käfigen gehalten werden, sondern nur in offenen Ställen mit Auslauf. Allerdings gibt es durch die auferlegte Stallpflicht nach Ausbruch der Vogelgrippe kaum Freilandeier. Bis zu zwölf Wochen dürfen konventionelle Legehennenhalter laut EU-Recht ihre Tiere im Stall halten und die Eier dennoch als Freiland-Ware verkaufen. Danach gelten sie als Eier aus Bodenhaltung.

Bei Bioeiern dürfen im Stall nicht mehr als 3.000 Hennen wohnen. Statt aus industriellen Abfallfetten stammt das Fett im Futter hier beispielsweise aus ökologisch erzeugten Pflanzenölen, Gentechnik ist nicht erlaubt, kranke Tiere sind mit Naturheilmitteln zu kurieren. Anders als bei den übrigen Haltungsarten dürfen die Schnäbel hier nicht systematisch gekürzt werden. Auch bei der Freilandhaltung darf man die Hennen nicht in Käfigen halten, sondern nur in Ställen mit Auslauf.

Wir kaufen ganz normal im Supermarkt unsere Freilandeier. Zeitweise gab es durch die Stallpflicht keine, da mussten wir dann beim nächsten Einkauf zuschlagen. Wir essen wirklich nicht viele Eier, daher haben wir auch keinen Geschmacksvergleich. Es gibt bei uns keine Ostertradition, an der wir etwas festmachen. Wir lassen das Fest einfach auf uns zukommen. Das einzige, was es gibt, ist der Schokohase auf dem Tisch. Ansonsten ist Ostern immer eine schöne Zeit, zum Ausspannen und Treffen mit der Familie, ohne große Bedingungen und Planungen und es geht zum Osterfeuer aufs Dorf – Jens Gilberg aus Schneverdingen

Wir holen immer frische Freilandeier von unserem Bauern. Trotz der Stallpflicht, haben wir sie dort gekauft. Da hat man einfach ein besseres Gefühl. Er hat nur braune Eier, aber wir essen sie eh´ natura, ohne Schnick-Schnack, also nicht gefärbt. Dafür gibt es für jeden einen Schokohasen am Platz auf dem Tisch. Traditionell gibt es immer einen großen Lammbraten. Wir sitzen mit acht Personen – drei Generationen – zusammen. Die Jungs bekommen ihren Schokohasen mit einem Schein dran. Ich muss arbeiten, daher fällt das Osterfeuer für mich wohl flach – Monika Brodersen aus Benefeld

Zu Ostern gibt es schon mehr Eier. Die kaufen wir hier in der Region. Meine Frau ist eine begnadete Dekorateurin, so dass wir einen großen Fundus an Dekorationsartikel mit jeder Art von bunten Eiern haben. Die Familie – 12 Personen – kommt traditionell Karfreitag schon zusammen. Da gibt es immer gegrillten Lachs am offenen Feuer. Wir haben einen alten finnischen Grill, an dem ich gerne koche. Wenn zu Ostern Schokolade auf dem Tisch steht, futtere ich sie auch weg und freue mich die ganze Fastenzeit darauf, da wir in der Zeit auf Alkohol und Süßes verzichten – Ralf Goebel, Bürgermeister in Visselhövede 

Wir haben nicht oft Ostereier ausgepustet und bemalt oder gefärbt, da wir oft in der Zeit verreist sind. Zurzeit muss ich mich in den Osterferien aufs Abi vorbereiten und etwas dafür tun. Wenn, dann gibt es bei uns nur Bio-Eier! Da wir katholisch sind, gehen wir Ostern auch in die Kirche. Zu Hause gibt es kleine Geschenke, die im Garten versteckt werden und die wir dann suchen müssen. Ostern kocht meine Mutter immer etwas Besonders. Schokohasen und Schokoladeneier gibt es auch, aber ich esse nicht viel Süßes – Johannes Degener aus Walsrode

Wir bemalen die Eier immer selbst. Es sind Freilandeier von unserem Bauern, da wir die Eierfabriken nicht unterstützen wollen. Man hat schon soviel Negatives gesehen. Wenn, dann holen wir im Supermarkt nur die Bio-Eier, wenn wir es nicht zum Bauern schaffen. Die Kinder lassen sich auch immer etwas einfallen und bemalen die Eier mit uns gemeinsam. Es ist ein richtiges Familienfest. Dann gibt es bei uns den Osterbrunch. Die Kinder sammeln die Ostereier im Garten, aus selbstgemachten Nestern. Ob wir zum Osterfeuer gehen, überlegen wir uns spontan – Merle und Klaus Jaschinski aus Walsrode

Angemalt und gefärbt werden die Eier bei uns nicht mehr, jetzt wo die Kinder nicht mehr klein und aus dem Haus sind. Selbst die Enkel sind bereits 15 und 24 Jahre alt. Tochter und Schwiegersohn kommen schon im Laufe der Woche, aber eher zum Arbeitsdienst. Wir wollen die Strandbar hinter dem Haus überdachen. Ostern gibt es normal gekochte Eier, so wie an jedem anderen Wochenende, nicht weil Ostern ist. In der Nachbarschaft gibt es eine Bekannte, die Freilandeier verkauft, aber nur eine begrenzte Zahl. Da reißen sich alle drum und die sind schnell weg – Helmut Sündermann aus Rosebruch

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