Was halten Sie vom vorzugsweisen Bau der Verkehrskreisel?

13. März 2016

Viele Autofahrer verhalten sich noch recht unsicher an den Verkehrskreiseln
 
Das waren noch Zeiten, als die Bundesrepublik Deutschland nahezu kreisverkehrfrei war. An manchen Kreuzungen krachte es fast wöchentlich und die Stauzeiten an den Ampeln reichten vielen Autofahrern, die Aggressionen soweit aufzubauen, dass sie bei Dienstantritt gleich schlechte Laune mit im Gepäck hatten.
Als sich während der vergangenen Jahrzehnte dann herausstellte, dass der Verkehr in den südeuropäischen Ländern weit weniger von schweren Unfällen belastet war, als in Deutschland, machten sich die Verkehrsplaner daran, über die Grenzen zu schauen. Jetzt wird der Bau von Verkehrskreiseln teilweise schon als „Kreiselsucht“ bezeichnet und findet nicht immer den ungeteilten Beifall der Verkehrsteilnehmer. Auffällig ist aber auch nach vielen Jahren des Kreisverkehrbestands, dass sich viele Autofahrer noch recht unsicher an den Verkehrskreisel verhalten.
Zumeist wird beim Einfahren in den Kreisverkehr geblinkt, dafür aber beim Herausfahren nicht mehr. Umgekehrt wäre es nicht nur sinnvoll, sondern auch verkehrsrechtlich korrekt. Die Unfallzahlen sind auch aufgrund der zunehmenden Verkehrsberuhigung zurückgegangen, die ein Kreisverkehr automatisch nach sich zieht. Es ist die Ausnahme, Autofahrer auf zwei Rädern durch den Kreisel fahren zu sehen, so dass andere Verkehrsteilnehmer verunsichert werden. Es kommt aber allzu häufig vor, dass vor einem Kreisel ohne Notwendigkeit gebremst wird, weil bei den Verkehrsteilnehmern die Verunsicherung noch zu groß für ein zügiges Weiterfahren ist.

Die verstärkte Einführung der Verkehrskreisel in Deutschland ist eine sehr positive Sache. Wir sind große Italienfans und deshalb auch recht häufig in Italien mit dem Auto unterwegs. Das Fahren mit den Kreiseln auf der Strecke ist entspannender als an Ampeln zu halten. Die Italiener halten sich zwar nicht an Verkehrsregeln, schimpfend nehmen sie einander zur Kenntnis und fahren einfach hinein in den Kreisverkehr. Aber daran kann man sich gewöhnen. Hier sind bei vielen Verkehrteilnehmern aber noch Unsicherheiten spürbar – Christel Dudek aus Bomlitz

U-ChristelDudek

Wenn ich an die praktischen Erfahrungen mit dem Kreisverkehr denke, kann ich die Einrichtungen nur gutheißen. Wer aus Walsrode in den Südkreis, beispielsweise nach Hodenhagen unterwegs ist, wird den Unterschied bemerken. Als der Verkehr noch durch Ampeln geregelt war, stand man teilweise sehr lange davor. Jetzt fließt der Verkehr ohne Probleme in alle Richtungen. Ein zügiges Durchkommen und weniger Gefahren sind die Konsequenz aus den Baumaßnahmen der vergangenen Jahre – Irmtraud Schneider aus Eickeloh 

U-IrmtraudSchneider

Im Großen und Ganzen haben die Kreisverkehranlagen ihre Berechtigung. Es ist allerdings manchmal auch nicht ganz klar, warum an Stellen solche Baumaßnahmen durchgeführt werden, wo nur Feldwege von den Straßen abführen. Das ist für mich ein Zeichen von „Kreiselwut“ und muss nicht immer mit dem Verkehrsfluss gerechtfertigt werden. Der Verkehr wird dann ohne Notwendigkeit abgebremst. Der Fluss wird unnötig unterbrochen. Hier sollte man etwas umsichtiger beim Bau vorgehen – Manfred Holste aus Egenbostel 

 

U-ManfredHolste

Die Einrichtung der Kreisel ist eine gute Sache. Ich fahre lieber im Kreisverkehr als vor eine rote Ampel. Es sollte sich allerdings jeder an die Blinkregeln halten. Sehr häufig vergessen einige Autofahrer, dass sie vor dem Herausfahren aus dem Kreisel den Blinker setzen müssen und verhindern somit den Verkehrsfluss. Jetzt sind in Bad Fallingbostel neue Kreisel gebaut worden, das empfinde ich als positiv. Manchmal weiß man auch nicht, was der Vordermann überhaupt will, wenn er nicht den Blinker setzt – Anja Friedrich aus Bad Fallingbostel

U-AnjaFriedrich


Wenn ich den Verkehrsfluss über die Jahre verfolge und jetzt beurteilen soll, muss ich feststellen, dass sich weniger Staus vor den Ortschaften befinden. Der Verkehr fließt mehr oder weniger zügig durch die Kreisel. Es ist eigentlich immer eine Frage des Verkehrsaufkommens, wie schnell man vorankommt. Aber durch die Kreisel ist es schneller, als wenn die Autofahrer minutenlang vor den Ampeln stehen müssen. Leider wissen viele Autofahrer immer noch nicht, wie sie sich im oder vor dem Kreisverkehr verhalten sollen – Stefanie Lewin aus Ostenholz   

U-StephanieLewin


Ich empfinde die Verkehrskreisel als eine angenehme Sache. Man muss automatisch langsamer fahren und die Kreisel beruhigen den Verkehr. Anfangs hatte ich damit meine Schwierigkeiten, mich an die Regeln im Kreisverkehr zu gewöhnen, aber jetzt ist es für mich zur Selbstverständlichkeit geworden, mit einem Kreisverkehr umzugehen. Mir persönlich gefällt die Regelung, mehr auf Kreisverkehr als auf Ampeln an den Kreuzungen und Vorfahrtstraßen zu setzen, wesentlich besser – Anja Steinhardt aus Rethem 

U-AnjaSteinhardt

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