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Was fasziniert Sie am Flohmarkt?

7. Oktober 2018

Pro Jahr finden Tausende dieser Märkte in Deutschland statt.

Tausende Besucher begaben sich am vergangenen Sonntag beim Krämermarkt in Dorfmark wieder auf „Schatzsuche“. Knapp vier Wochen zuvor hatten zahlreiche Menschen bereits in Düshorn nach alten Langspielplatten, Büchern, Spielzeug, Werkzeuge, Kleidung, Geschirr oder Dekorationsgegenstände Ausschau gehalten. Und auch der Flohmarkt in Hünzingen zum Maifest findet regelmäßig großen Zuspruch. Doch nicht nur diese drei traditionellen Märkte im Heidekreis zeigen, dass die Faszination der Floh- oder Trödelmärkte ungebrochen ist. Dabei begeben sich rund zehn Prozent der Deutschen nach eigenen Angaben zwei bis drei Mal pro Monat auf die Suche nach dem fehlenden Stück in einer Sammlung oder nach dem passenden Accessoire für die eigenen vier Wände oder den Garten.

Der erste Flohmarkt in Deutschland fand im April 1967 in Altstadt von Hannover statt. Noch heute treffen sich an der Leine jeden Sonnabend private Händler, die gebrauchte Gegenstände und Trödel zum Verkauf anbieten. Die Ursprünge der Trödelmärkte liegen in Frankreich und Belgien, wo sie sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt haben. Im Laufe der Zeit sind dabei auch immer mehr Spezialmärkte unter anderem für Sammler entstanden, so beispielsweise Briefmarken- und Münzbörsen. Gestiegen ist auch die Zahl an Secondhand-Märkten unter anderem für Kinderbekleidung und -spielzeug, die auch in vielen Ortschaften der Region im Frühjahr und Herbst stattfinden.

WoSo-Wanda-Dralle

Ein bis zwei Mal im Jahr beteilige ich mich mit einem Stand auf einen Flohmarkt. Die Sachen sind zum Teil von meiner Oma oder der Haushaltsauflösung einer älteren Bekannten, die nicht möchte, dass ihre Sachen im Müllcontainer landen. Es ist schön, dass die Sachen weitergegeben werden und sich andere so noch daran erfreuen. Natürlich verdient man auch ein bisschen Geld dabei. Ich gehe auch gerne selbst auf Flohmärkte zum Gucken und kaufe gerne Klamotten. Es ist immer wieder überraschend, was man findet – Wanda Dralle aus Dorfmark

WoSo-Hannelore-u

Wir haben nur einmal im Jahr einen privaten Stand. Es macht viel Spaß, mit den Leuten zu sprechen, und man trifft alte Bekannte wieder. Wir sortieren dafür alles aus unserem Bestand aus und was die Kinder noch auf dem Dachboden liegen haben. Zum Beispiel Benjamin Blümchen-Kassetten. Die Nachfrage ist nach wie vor groß. Die Preise mache ich aus dem Bauch heraus und setze etwas höher an, sodass sich die Leute freuen, wenn sie nach dem Handeln 50 Cent weniger zahlen müssen. Ich selbst gehe auch gerne auf Flohmärkte und gucke nach alten Dekosachen für den Garten – Hannelore und Hans-Herbert Schach aus Dorfmark

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Wir schauen immer nach wirklich alten Sachen. Die anzusehen und zu kaufen ist schön. Uns fehlt leider das Kleingeld für ein altes Grammophon. Wir haben einen Koffer voll alter Schellack-Platten. Es macht auch Spaß, die Leute zu beobachten. Was nicht so schön ist, ist Neuware. Die gehört nicht auf Flohmärkte. Wenn man etwas Bestimmtes sucht, findet man es nicht. Man muss einfach drauf zu kommen. Wir selbst haben einmal im Jahr einen Stand direkt an unserer Straße. Da ist im Mai immer Flohmarkt. Da verkaufen wir alles, was noch zu schade zum Wegschmeißen ist – Dagmar und Wolfgang Stünkel aus Jeddingen

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Man findet viele Kindersachen, die neu ziemlich teuer wären und hier auf dem Flohmarkt günstig angeboten werden. Bei alten Bilder ist es schön, wenn man denen noch ein neues Zuhause geben kann. Ich war selbst schon mal mit einem eigenen Stand unterwegs und habe Kindersachen verkauft. Es ärgert mich, wenn die Leute bei 50 Cent noch handeln wollen. Da muss man den Preis gleich höher ansetzen. Mit Kind und Kinderwagen ist es anstrengend, über den Flohmarkt zu gehen. Einige Händler sind kinderfreundlicher als andere und lassen die Kinder beim Stöbern gewähren – Jennifer Junker aus Bergen

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Wir sind in Dorfmark das erste Mal mit einem Flohmarktstand dabei und haben alles aussortiert, was wir nicht mehr brauchten. Von der Schwiegermutter gab es Tupper-Ware, die zum Wegwerfen zu schade ist. Den Erlös investieren wir in unsere Tiere – vier Kaninchen und einen Hund. Ich selbst finde meistens auf Flohmärkten etwas, womit ich gar nicht gerechnet habe. Das Handeln ist besonders interessant und spannend. Man bekommt gute Ware für wenig Geld. Meistens wird man sich doch einig. Man ist einfach mit Spaß dabei – Maria und Tim Rodzos aus Dorfmark

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Mit Freundinnen bei einem Sektchen macht es einfach Spaß! Ich möchte in ein paar Jahren nach Rom fahren. Dafür „vertickere“ ich, was ich über habe. Seit ich Rentnerin bin, habe ich drei Mal im Jahr einen eigenen Stand. Die Sachen bekomme ich von der guten Oma oder Bekannten. Da muss man aufpassen, dass kein Schrott dabei ist. Neuware gehört auch nicht auf den Flohmarkt. Ich selbst kaufe gerne „Stehrümchen“ für den Garten und trage nur Sachen vom Flohmarkt und Secondhand-Läden, da mir die Nachhaltigkeit wichtig ist. Es muss nicht alles neu sein – Christa Burg aus Mengebostel

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