Was erwarten Sie von Donald Trump?

29. Januar 2017

Vor einer Woche wurde der 45. Präsident der USA vereidigt.

Donald Trump hat in seiner Antrittsrede angekündigt, jede seiner Entscheidungen ganz und gar an amerikanischen Interessen auszurichten. „Von jetzt an wird eine neue Vision dieses Land regieren. Von diesem Tag an heißt es: Amerika zuerst, Amerika zuerst!“, sagte der 70-Jährige. Bereits seit seinem Wahlsieg ist in der Wirtschaft die Sorge vor einer Abschottung der USA groß. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte Trump vor Protektionismus. Dies würde am Ende vor allem den USA selbst schaden. Er könne die Nervosität deutscher Autobauer wegen der angedrohten Strafzölle verstehen. Davon wären aber auch Teile von Zulieferern betroffen, was US-Autos vermutlich teurer machen würde. 

Dem islamistischen Terror sagt Trump den Kampf an. „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“, sagte der Republikaner. Zum Ende seiner Antrittsrede streckte Donald Trump die Faust kämpferisch in die Höhe. Die Geste des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten passte zu seiner Ansprache – sie ist eine Kampfansage. Seine verheerende Zustandsbeschreibung des Landes war nichts anderes, als eine Ohrfeige für den auf dem Podium sitzenden Vorgänger Barack Obama. Es war eine Zustandsbeschreibung, die erneut viele am Realitätssinn des neuen Präsidenten zweifeln lassen. So hat doch gerade Obama das Land aus der großen Finanzkrise herausgeführt und die Arbeitslosenquote sinkt seit Jahren.

Man hat Angst! Er ist eine Gefahr für die Welt, da er Amerika komplett von der Welt abschotten will. Doch zum Glück wirkt der Außenminister schon entgegen. Er ist ein hochrangiger Mann, der in der Nato tätig war. Trump kann eine Mauer zu Mexiko ziehen, aber die müsste er selbst bezahlen, nicht die Mexikaner. Sein Verhältnis zu Deutschland ist abzuwarten. Ich hoffe nur, dass unsere Kanzlerin nicht zu Kreuze kriecht. Es war vorauszusehen, dass Trump sich mit Putin verbindet. Aber Putin ist ein Fuchs und lässt sich nicht vereinnahmen – Eva Groebler aus Walsrode 

Trump ist ein gefährlicher Mann. Wir dürfen ihn auf keinen Fall unterschätzen. Er hat eine narzisstische Persönlichkeit. Die Selbstdarstellung beherrscht er. Aber einigen Menschen gefällt es und sie lassen sich von ihm beeinflussen. Viele meiner Freunde und Bekannten meinen, dass er keine vier Jahre durchhält. Der Druck der Bevölkerung fängt schon an. Es ist gut, dass sie etwas gegen Trump unternehmen und auf die Straße gehen. Ich selbst würde auch auf die Straße gehen und demonstrieren. Ich kann ihn mir auch nicht neben Merkel vorstellen – Gabriele Kaiser aus Ahlden

Man muss die ersten 100 Tage abwarten und gucken, wie es sich entwickelt. Jedenfalls hat schon mal sein Verteidigungsminister für die Nato und somit gegen ihn gestimmt. Trump bekommt eben auch Gegenwind, er regiert ja nicht allein. Dafür ist die USA zu sehr eine Demokratie. Hoffentlich ufert es nicht aus und er setzt nicht all seine Vorhaben durch, die er im Wahlkampf versprochen hat. Bei seiner Amtseinführung hat man durch die Demos gesehen, dass nicht alle mit ihm einverstanden sind – Britta und Hans-Jürgen Stadler aus Düshorn 

Man kann nur hoffen, dass die Leute, die Trump um sich hat, ihn in die richtige Richtung lenken. Er braucht Leute, die ihm Honig um den Bart schmieren und ihm trotzdem die Meinung sagen. Ich glaube, dass Putin ganz genau weiß, wie er Trump entgegenkommen muss und manipulieren kann. Die Mauer zu Mexiko hat er vor, zu bauen. Das hat man vorher nicht ernst genommen. Er hat auch sein ganz eigenes Modell von Sozialreform. Man konnte ihn von Anfang an nicht ernst nehmen, aber nun ist er tatsächlich zum Präsidenten gewählt worden – Birgit Duensing mit Jördis aus Düshorn

Ich weiß nicht, was man von Trump denken soll. Er hat es mit seinem „Baubetrieb“ weit gebracht und hat es durch wichtige Gebäude zum Multimillionär geschafft. Nun glaubt er, dass er alles damit kaufen kann. Er hat wirklich keine Ahnung von Politik und hält es für ein Spiel. Aber wenn man Leute an der Seite hat, die etwas davon verstehen, ist es einfach. Er hat zum Glück auch Personen in seinem Stab, die ihm sagen, was er zu tun hat. Ich hoffe, er verwirklicht nur die Hälfte von dem, was er vorhat – Nino Block aus Papenburg

Trump ist eine Gefahr für uns, da er seine Meinung durchdrücken will. Er scheint mir manchmal größenwahnsinnig. Man kann ihn gar nicht angucken, da er so unsympathisch ist. Aber es muss Leute geben, die ihn gewählt haben. Er ist ein Showmaker und kann die Menschen manipulieren. Er hat ein schlechtes Image und ist nicht berechenbar. Er macht, was er will und was ihm in den Kopf kommt. Wenn er vorher nicht abgesetzt wird, ist er für vier Jahre Präsident, aber keine acht Jahre – Petra Rosner aus Walsrode 

Schlagworte:




Comments are closed.

Back to Top ↑