Was bewegt Sie, an der Kommunalwahl teilzunehmen?

11. September 2016

Am heutigen Sonntag sind in Niedersachsen Kommunalwahlen

Alle fünf Jahre werden die Abgeordneten für die rund 2200 niedersächsischen Kommunalvertretungen gewählt. In diesem Jahr ist es wieder soweit – heute am 11. September findet die Kommunalwahl in Niedersachsen statt. Von 8 bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten die Stimmzettel in den Wahllokalen abgeben und entscheiden darüber, wer Mitglied in den Stadt-, Gemeinde und Samtgemeinderäten in Niedersachsen, Kreistagen, Stadtbezirksräten, Ortsräten sowie der Regionsversammlung wird. Insgesamt nehmen 25 Parteien an der Kommunalwahl in Niedersachsen teil. Neben der CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke — die aufgrund der Vertretung im Deutschen Bundestag bzw. Niedersächsischen Landtag keine Wahlanzeige einreichen mussten — wurden durch den Niedersächsischen Landeswahlausschuss 20 weitere politische Vereinigungen als Parteien anerkannt. Die Hauptverwaltungsbeamten — also die Bürgermeister und Landräte — werden nur neu gewählt, wenn die Amtszeit der Abgeordneten im Oktober 2016 endet. Dies ist in Bezirken Braunschweigs, Hannovers, Lüneburgs und im Weser-Ems-Bezirk der Fall. Es werden Wahlbezirke für die Stimmabgabe der Wahlberechtigten gebildet. Hierbei werden kleinere Gemeinden mit bis zu 2.500 Einwohnern zu einem Wahlbezirk, Gemeinden mit einer höheren Einwohnerzahl in mehrere Wahlbezirke eingeteilt. Die Anzahl dieser Wahlbezirke sowie das Wahllokal werden von der jeweiligen Gemeinde bestimmt. Die Wahlberechtigten erhalten je einen Stimmzettel für jede Wahl. Für die Kommunalwahl gilt das Dreistimmenrecht. Die Direktwahl der Bürgermeister und Landräte erfolgt nach der sogenannten Mehrheitswahl.

Ich werde nicht zur Wahl gehen, weil ich mich durch die Asylpolitik ungerecht behandelt fühle. Zum Beispiel bekommen Asylanten eine Monatskarte für den Bus und fahren kostenlos. Meine Kinder müssen dafür teuer bezahlen, dass sie zur Schule kommen. Es sind unsere Kinder, die hier später arbeiten und wohnen werden. Ich glaube, dass zum Beispiel Dieter Herzog eine gesunde Einstellung hat, aber es wird hinterher nicht umgesetzt, was versprochen wurde. Seit dem Skandal mit den Montblanc-Füllern vertraut man den Politikern nicht mehr, so wie die mit unserem Geld umgehen – Thomas Kuhr aus Hollige

Ich wähle nicht die Partei, sondern die Person. Ich achte darauf, ob die Kandidaten vor Ort sind und informiere mich vorher. Die Kommunalwahl ist etwas Lokales und da kennt man den ein oder anderen. Letztendlich spürt man dann die Entscheidung direkt vor Ort. Egal ob es um eine Einbahnstraße geht oder um eine Firma, die sich ansiedeln wird und Arbeitsplätze schafft – uns tendiert es vom sozialen bis hin zum wirtschaftlichen Aspekt. Es ist wichtig, wählen zu gehen. Lieder gibt es in Walsrode einen bitteren Beigeschmack, da hier verhältnismäßig mehr parteipolitisch entschieden wird – Ersin Kocabas aus Walsrode

Ich weiß was ich wähle. Ich wechsle jetzt, weil mir die anderen Parteien nicht mehr genehm sind. Für mich ist das Programm und die Leute, die für uns zuständig sind entscheidend. Ich höre mir das Programm vorher an, das sie bei Infoveranstaltungen vorstellen. Es ist eine reine Personenwahl. Wir gehen bereits am Vormittag. Es ist wichtig, wählen zu gehen. Hinterher kann ich  meckern und habe eine Partei gewählt. Uns geht es darum, dass was in Walsrode passiert. Es werden immer viele Versprechungen gemacht. Aber ich hoffe, dass ich auch den wähle, der auch ausführt, was er verspricht – Peter Grimm aus Fulde

Diejenigen, die ich nicht mag, wähle ich auch nicht. Ich informiere mich vorher über die Zeitung, Presse und einige kennt man persönlich, von Gesprächen vor Ort und einige kennt man vom Sport her. Mir geht es hauptsächlich um die Zukunft der Kinder und die Sicherheit der Arbeitsplätze, dass die erhalten bleiben und wo die Kinder später leben können. Ich denke, es wird so ausgehen wie in Mecklenburg Vorpommern, wo die CDU an Stimmen verlor. Wichtig ist, dass viele wählen gehen. Jede nicht abgegebene Stimme ist eine verlorene Stimme – Sven Kuhr aus Hollige

Wir sind treue Bürger und gehen sowieso immer wählen! Wir kennen fast alle Kandidaten persönlich und wissen, wer der ein oder andere ist. Die Briefwurfsendungen waren sehr aufschlussreich und interessant. Das ganze Herumgenörgele bringt uns nicht weiter. Die Partei ist hierbei nicht wichtig, sondern rein die Personen. Wir gehen gleich vormittags wählen, dann hat man es hinter sich. Wir können uns nicht vorstellen, dass die CDU hier abgestraft wird. Aber es gibt Politiker, die regen einen einfach auf – Edda und Etgard Sassen aus Walsrode

Ich gehe zur Wahl, weil ich den Kandidaten meine Stimme geben möchte, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie meine Meinung auch vertreten. Wenn ich nicht zur Wahl gehe, darf ich mich auch nicht beschweren, wenn meine politischen Entscheidungen für die Stadt nicht berücksichtigt werden. Über die Möglichkeit der Wahl kann ich wenigstens versuchen, Einfluss zu nehmen. Über Prospekte und Flyer sowie zum Teil durch persönliche Gespräche habe ich mich informiert. Gerade die Kommunalwahlen betreffen unser persönliches Einzugsgebiet. Astrid Joost aus Visselhövede



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