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Vorbereitung laufen bereits

15. April 2018

SoVD-Ortsverband Armsen feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen

Heinrich Luhmann aus Armsen gehört mit zu den Begründern des Sozialverbands Deutschlands (SoVD). Im März 1917, als der Sozialverband Deutschland zunächst als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten in Berlin gegründet wurde, verstand sich dieser als ein demokratischer und fortschrittlich-sozialer Interessenverband. Die Gründung eines Kriegsopferverbands war die Reaktion darauf, dass erstmals in einem Krieg die Kriegsbeschädigung mit ihren negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen zum millionenfachen Massenschicksal wurde.

Nach fünf Jahren hatten sich 830.000 Mitglieder im Verband organisiert, die nicht nur für eine umfassende Versorgung der Opfer des Ersten Weltkriegs, sondern insgesamt für den Aufbau einer sozialen und solidarischen Gesetzgebung eintraten und eine Politik für den Frieden forderten. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war ein Eigenleben des Verbandes nicht mehr möglich. Um der vollständigen Überführung in eine NS-Organisation zuvorzukommen, löste sich der Verband im April 1933 auf. Viele Reichsbund-Funktionäre waren bereits der Verfolgung ausgesetzt.

Unter den 32 Gründungsteilnehmern 1917 in Berlin war auch Heinrich Luhmann aus Armsen. Nachdem er zwei Jahre später wieder in sein Heimatdorf zurückkam, gründete er im April 1919 den Ortsverband Armsen. Dieses Gründungsdatum jährt sich 2019 zum hundertsten Mal, und der jetzige Ortsverband unter der Führung von Friedel Koch freut sich schon, am Freitag, 25. Oktober 2019, das Jubiläum zu feiern. Im Saal des Gasthauses zum Drommelbeck in Hohenaverbergen wird an diesem Tag auch die große Ausstellung über das 100-jährige Bestehen des Bundesverbands zu sehen sein. Eine Festzeitschrift mit einem geschichtlichen Rückblick, die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 22. März 1947 statt, ist in Arbeit.
Auf der vergangenen Vorstandssitzung des SoVD-Ortsverbands Armsen standen die ersten Vorbereitungen für dieses große Fest und die Festzeitschrift im Vordergrund. „Der Sozialverband berät und hilft in allen Fragen des Sozialrechts, Mitglieder werden darüber informiert, was ihnen zusteht und wir setzen uns für deren Rechte ein“, hob Friedel Koch die Arbeit des Verbands hervor. Der Ortsverband Armsen ist mit seinen mittlerweile 250 Mitgliedern der größte im Kreisverband Verden.

(hm/rie)

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