Foto: Landkreis Verden

Umstellung auf Vormittagsbetrieb

7. Juni 2020

Corona-Bürgertelefon des Landkreises Verden von Beginn an im Einsatz

Seit Beginn der Coronakrise und dem Auftreten erster Virusinfektionen im Landkreis Verden Anfang März ist das Corona-Bürgertelefon des Landkreises im Einsatz. Seit mehr als zwölf Wochen beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline nun schon Tag für Tag Fragen rund um das Corona-Geschehen.
„Besonders in der Anfangszeit, als das Thema für die meisten Menschen neu war und es große Unsicherheiten in der Bevölkerung gab, war die Frequenz am Telefon hoch“, berichtet Pressesprecher Ulf Neumann, der das Bürgertelefon-Team beim Landkreis betreut. Zu Hochzeiten verzeichnete das Bürgertelefon über 200 Anfragen pro Tag. Inzwischen hat sich die Zahl der täglichen Anrufe auf 30 bis 60 eingependelt. Seit Anfang Juni schaltet man daher beim Landkreis das Bürgertelefon nicht mehr ganztags, sondern nur noch vormittags.
„Mit dem Corona-Bürgertelefon bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern eine erste Anlaufstelle für Auskünfte zu diesem Thema. Zugleich wollen wir dadurch das Gesundheitsamt und auch die Zentrale der Kreisverwaltung entlasten“, erklärt Neumann. Ob Fragen zur Virustestung und zu erforderlichen Hygienemaßnahmen, zu Corona-Regelungen und Verboten im privaten und öffentlichen Bereich, zu Feiern und Veranstaltungen, zur Öffnung von Läden und zur Ausübung von Dienstleistungen – am Bürgertelefon versucht man, auf alle Fragen eine Antwort zu geben.
Wie und wann bekomme ich einen Termin beim Abstrichzentrum? Was muss ich als Gastronom bei der Wiederöffnung meines Lokals beachten? Darf ich als medizinische Fußpflegerin wieder Kunden empfangen? Sind Proben und Aufführungen für unseren Posaunenchor wieder erlaubt? Wo bekomme ich den Quarantäne-bedingten Arbeitsausfall erstattet? „Ein Großteil der Fragen kann das Bürgertelefon direkt beantworten, für andere, sehr fachliche Fragen vermitteln wir an kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an anderer Stelle im Kreishaus weiter“, sagt Neumann.
Das Team habe sich tief in die Thematik eingearbeitet. Schwierig werde es allerdings dann, wenn in den Medien seitens des Landes bereits Lockerungen und Maßnahmen angekündigt würden, für die es zu dem Zeitpunkt aber noch keine beschlossenen Regelungen gebe, um den Anrufern verbindliche Auskünfte geben zu können. „So müssen wir am Telefon immer mal wieder um Geduld bitten, bis die zugehörigen Landesverordnungen verabschiedet sind und dem Landkreis vorliegen.“
Das Team des Bürgertelefons kommt aus allen Bereichen der Kreisverwaltung und ist fester Bestandteil des Katastrophenschutzstabes beim Landkreis. „Wir haben Ende 2018 nach Freiwilligen für diese zusätzliche Aufgabe in Krisensituationen gesucht und bieten den Teammitgliedern auch jährliche Schulungen“, so Neumann. Entsprechend groß sei auch das Engagement. Es habe auch niemand damit gerechnet, dass ein Echteinsatz für das Team so schnell erfolgen würde – und dann auch noch über einen so langen Zeitraum. „Dadurch sammeln wir zurzeit viele wertvolle Erfahrungen für unsere internen Abläufe und Vernetzungen“, betont Ulf Neumann.
Mit der schrittweisen Lockerung der allgemeinen Beschränkungen und vermutlich auch infolge der Gewöhnung an das Thema verzeichnet man beim Landkreis derzeit einen Rückgang der Anrufe am Bürgertelefon. Und so wird die Corona-Hotline unter der Nummer (04231) 158778 nach vielen Wochen im Ganztagsbetrieb ab sofort montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar sein. „Sollte uns eine zweite Infektions- und nachfolgende Fragewelle erreichen, können wir die Zeiten der Erreichbarkeit auch wieder ausdehnen. Doch ich hoffe sehr, dass die Vorsicht der Menschen trotz all der Lockerungen trägt und das Infektionsgeschehen auf einem niedrigen Niveau bleibt.“

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