Christian Meyer, Karl-Friedrich Körner, Günter Sittkus, Hagen Hinners und Wilhelm Wiechers (v.l.)

Treffsichere Jäger aus dem Südkreis – Landesmeister

12. Juli 2015

Auf Abruf saust die signalrote Tontaube wie von der Erde aufgestiegen in die Luft

Niemand weiß, in welche Richtung sie unterwegs ist, bis sie die ersten Meter hinter sich hat. Sie hat dabei eine deutlich höhere Geschwindigkeit eingenommen, als es eine wildlebende Taube jemals könnte. Hier ist Treffsicherheit gefragt. Nur Sekunden später fällt eine Pulvermasse auf den Boden – etwa 30 Meter vom Schützen entfernt, der gerade eine Ladung Schrot auf dieses tönerne Ziel abgeben hat.

„Wir trainieren auf diese Weise die Treffsicherheit, die nicht automatisch mit dem Erwerb des Jagdscheins gegeben ist“, erzählt der Leiter auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft Fallingbostel, Wilfried Ehrlich. Seit der Stand in Krelingen gebaut wurde, sind auch die Trefferquoten der Jäger erheblich höher geworden. Das demonstrierten kürzlich auf eindrucksvolle Weise die Alters- und Seniorenschützen auf der Landesmeisterschaft in Liebenau bei Nienburg. „Oft packen wir nach dem Schießen unsere Gewehre ein und fahren nach Hause“, bekannte Christian Meyer.

Doch in diesem Jahr bestätigte sich die Vorahnung: „Vielleicht kriegen wir noch was ab.“ Die Jäger haben nicht nur etwas abbekommen, sie haben ihren Wettbewerb vor der Jägerschaft Harburg mit 21 Treffern deutlich gewonnen. Natürlich gehörte nicht nur das Trapschießen auf Tontauben zu den Disziplinen, auch Skeet (dann fliegen die Tontauben seitlich durch die Luft) und das Schießen mit der Büchse und somit der Kugel musste möglichst perfekt erledigt werden. Mit der besten Gesamtleistung im Team des Kreisverbandes ragte der Bierder Christian Meyer heraus. Er erzielte 329 Treffer und führte damit das gesamte Feld der über 100 Schützen an.

Der Hodenhagener Günter Sittkus kam ihm mit 329 Treffern aus der eigenen Mannschaft am nächsten. Hagen Hinners (321), Norbert Mania (305) und Karl-Friedrich Körner (287) komplettierten die 1282 Zähler. Dabei hatte das Team noch das Pech, den Walsroder Wilhelm Wiechers aus der Stammbesetzung ersetzen zu müssen. Er war kurz vor dem Wettbewerb erkrankt. Von den sechs Schützen werden immer vier in die Wertung genommen. Jetzt gilt das Hauptaugenmerk der Deutschen Meisterschaft im September in Freiburg.

(so)

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