Anspruchslos mit großem Platzangebot – der Suzuki Celerio. Foto: (so)

Suzuki Celerio

9. August 2015

Suzuki Celerio Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

2.7


Die schlichte Art der Bewegung.

„Was soll ich mit all dem Schnickschnack? Ich will ein Auto, das mich sicher und bequem zur Arbeit und zurück bringt“, diese Meinung ist unter Autofahrern nicht selten anzutreffen. Für diese Zeitgenossen hat sich Suzuki ins Zeug gelegt und eine höchst günstige Variante entwickelt – den Suzuki Celerio. Suzuki kennt sich aus mit Kleinstfahrzeugen und kann so aus einer Fülle von Erfahrungen schöpfen.

Der Celerio ist offensichtlich auf die europäischen Geschmacksnerven zugeschnitten worden, denn die schnittige Form trifft bei der überwiegenden Mehrheit auf ungeteilte Zustimmung. Noch mehr Punkte sammelt der Celerio wenn man ihm näher kommt. Das Ein- und Aussteigen kann in einem sehr günstigen Winkel erfolgen, den sich insbesondere die Senioren unter den Autofahrern wünschen.

Durch seine recht großzügige Raumaufteilung, die bei Fahrzeugen dieser Größenordnung nicht überall gegeben ist, haben Mitfahrer auf Kurz- und Mittelstrecken keine Einschränkungen zu erleiden. Die Bein- und Kopffreiheit übersteigt das übliche Maß eines Kleinstwagens. Besonders interessant sollte der Celerio auch für Mütter sein, die schnell mal ihre Kinder zum Kindergarten, in die Schule oder zu den nachmittäglichen Spiel- und Sportterminen fahren müssen. Auf den Rücksitzen lassen sich zwei Kindersitze so installieren, dass sich die Folgegeneration sicher und bequem unterbringen und wieder ausladen lässt. Sogar die Gepäckdimension kann positiv erwähnt werden.

Die Ladekapazität von maximal 1.053 Litern löst einige Transportprobleme. Zudem können die Rücksitze durch zwei einfache Handgriffe in eine Ladefläche verwandelt werden. Mit den knurrenden drei Zylindern macht sich der Celerio auf die Strecke und lässt keinen Zweifel daran: er wird nie auf einer Rennstrecke eingesetzt werden. An der Lautstärke sollte es nicht scheitern.

Die 68 Pferde traben mitteilsam durch den Verkehr. Was da durch das Blech der Karosserie klingt, sollte niemanden im Innenraum zweifeln lassen: es handelt sich hier nicht um einen Dieselmotor, obwohl der Verbrauch im Test mit 4,8 Litern recht moderat ausfiel. Positiv wird den Menschen auffallen, dass der Celerio nicht mit hunderten Schaltmöglichkeiten überladen ist. Die Bedienungseinheiten beschränken sich auf das Nötigste: Licht, Hupe, Kühlanlage und Scheibenwischer sind dabei die wichtigsten Funktionen. Dass hinsichtlich der Verarbeitung keine Meisterleistungen verlangt werden können, versteht sich schon angesichts des Preises. Ein Suzuki Celerio 1.0 kostet ebenso viel wie der Mehrpreis für eine gehobene Ausstattung in der Oberklasse ausmacht. Die spartanische Bauweise des Fahrzeugs schlägt sich nicht auf das Wohlgefühl der Insassen bei der Fahrt nieder.

Leichtgängig lässt sich der kleine Suzuki manövrieren und passt mit seiner Länge von 3,60 Metern in Parklücken, vor denen ein Kompaktfahrzeug kapitulieren muss. Überhaupt zeigt der Celerio, dass er sich in der Stadt heimisch fühlt. Der Wendekreis von 9,40 Metern unterstreicht die Fähigkeiten, sich durch den Verkehrsdschungel bahnen zu können.

Der Fronttriebler kommt gut und gern mit fünf Gängen aus, um immer einen guten Leistungsanschluss zu haben. Die relativ hohen Drehzahlen unterstützen dabei die Mitteilsamkeit des Celerio, die ihm nicht abgesprochen werden kann. Im Fazit ist allerdings zu sagen, dass der Suzuki Celerio in seiner Klasse eine Bereicherung ist. Insbesondere vor dem Hintergrund des günstigen Preises, den Suzuki für das Grundmodell mit 7.890 Euro noch bis zum Ende des September anbieten will.

Kurt Sohnemann

Schlagworte:




Back to Top ↑