Foto: Jens Führer

Suche nach qualifizierten Führungskräften wird schwieriger

20. Januar 2019

Zahlreiche Gäste begrüßten Abschnittsleiter Richard Meyer und sein Stellvertreter Gerold Bergmann beim traditionellen Neujahrsempfang für die Feuerwehren im südlichen Heidekreis in der FTZ Schneeheide. Neben einem Jahresrückblick ging es auch um den Austausch untereinander.
Das Jahr 2018 begann mit einem Paukenschlag der Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, als Stephan Wagner an Leukämie erkrankte und sich daraus zusammen mit der DKMS die Aktion „Helft dem Helfer“ entwickelte. Richard Meyer freute sich sehr, Stephan Wagner persönlich begrüßen zu können. Auch den Brandeinsatz von niedersächsischen Feuerwehren (Nienburg) in Schweden erwähnte er als ein Novum. Dies hätte bis vor Kurzem niemand gedacht, dass die gut ausgebildeten und ausgestatteten Freiwilligen Feuerwehren im europäischen Ausland tätig sein würden.
Durch die lang anhaltende Hitze gab es auch im Heidekreis viele Brände, die aber alle durch den Einsatz der Feuerwehren unter dem Motto „Klotzen und nicht Kleckern“ gelöscht wurden.
Generationsübergreifend, kameradschaftlich und fachkompetent – so beschrieb er die Feuerwehren. Was gar nicht gehen würde, sei Gewalt gegen Einsatzkräfte, wie beispielsweise in der Silvesternacht, als Feuerwehren im Heidekreis mit Böllern und Raketen beschossen oder Einsatzkräfte mit Autos bewusst angefahren und verletzt wurden.
Schwieriger werde es, qualifizierte Führungskräfte zu finden, die sich immer im Spagat zwischen Familie, Beruf und Hobby befinden, und sich oft für Beruf und Familie entscheiden würden. Meyer rief dazu auf, dass kommunale Arbeitgeber verstärkt ihre Angestellten anhalten sollten, in die Feuerwehren einzutreten und dann für Einsätze freizustellen. Besonders lobte er die Arbeit der Kreisjugendfeuerwehrwartin Silke Fricke nebst Team, die durch die Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Baustein bei der Nachwuchsgewinnung spielten.

(jf/rie)

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