Foto: Subaru

Subaru Outback

12. April 2015

Subaru Outback Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.5


Gefahren werden auf Abstand gehalten

Schlüsselfeld. Subaru ist nie in den Verdacht geraten, den Markt mit Massenproduktionen zu überschwemmen und hat sich immer eine Nische gesucht, wo der japanische Hersteller dann zu den besten gehört. Das ist im Allradsegment immer noch so und erstreckt sich über alle Modelle, die der Hersteller auf den Markt bringt. Einzige Ausnahmen sind immer Kooperationsprodukte, die für Auflockerung sorgen, aber nie ernsthaft einen typischen Subaru ausmachen. In diesem Jahr ist es nach dem Forester der Outback, der einen gewaltigen Sprung nach vorn macht. Grund dafür ist die technische Überarbeitung des Fahrzeugs. Der Autofan findet den Outbackvornehmlich in der freien Natur, wobei sein Revier sich von Hofgrundstücken, Förstereien und Pferdeställen bis in die Niederungen unbefestigter Weiden und Wälder erstreckt.

Man sieht den Outback nicht selten in beladenem Zustand, dann mit gefüllter Wildwanne oder aktiver Anhängerkupplung. Das hat alles seine Gründe, denn durch seine Fähigkeiten, alle Viere auf den Boden zu bringen, genügend Bodenfreiheit für höhere Aufgaben zu haben und dabei nicht übermächtig im Stadtverkehr zu erscheinen. Der Outback ist quasi ein Fahrzeug für alle Fälle, wie sein Name schon vermuten lässt. Allerdings sind die Besitzer zumeist Menschen mit klaren Vorstellungen, die sich gern von technischer Eigenwilligkeit begeistern lassen. Der Outback ist naturgemäß mit einem Boxermotor ausgestattet, der flach unter der Haube liegt, damit er möglichst wenig Platz in der Höhe wegnimmt, weil der Outback ja nicht in jeder zweiten Hochwasserniederung stecken bleiben soll. Mitsamt des stufenlosen Automatikgetriebes „Lineartronic“, das präzise und sehr verbraucherfreundlich arbeitet, zieht sich der Outback samt seiner Fracht von bis zu fünf Passagieren durch alle Untergründe, die anderen Fahrzeugen so sehr zum Verhängnis werden können, dass diese nur noch vom Outback an den Haken genommen werden müssen. Diese Lineartronic funktioniert übrigens sehr viel ohrenfreundlicher als ein herkömmliches CVT-Getriebe und nervt den Fahrer nicht mit vorauseilenden Drehmomentorgien. Hier wird fachlich und sachlich gearbeitet, so dass die Arbeitsfreude des Fahrzeugs nicht eingetrübt wird. Ein Rennfahrzeug verbirgt sich nicht hinter der formschönen Front des Vertreters aus dem Lande der aufgehenden Sonne. Wer das will, findet bei Subaru Modelle, die in der Rallye-Szene unabkömmlich sind. Der Outback ist ein Modell der Vernunft.

Ob es vernünftig ist, den recht ansehnlichen Preis von 42.900 Euro für das Modell Sport hinzublättern ist eine Frage, die nur individuell beantwortet werden kann. Es gibt ihn aber auch schon für 34.400 Euro. Dann muss er selbst geschaltet werden, hat die Ausstattungslinie Trend und ist nicht so feudal ausstaffiert, wie das getestete Modell „Sport“. Wer einen Blick in die Zubehörliste wirft, erkennt schnell, dass es sich bei den Subaru-Fahrern um praktisch denkende Menschen handelt. Statt überflüssiger Gimmicks für das optische Erscheiungsbild sind solche praktischen Details wie Motorunterfahrschutz und ähnliche Teile für günstige Preise zu haben. Eine ganz angenehme Sache ist übrigens die Beladung des Subaru Outbacks. Seine Ladekante hat einen ebenen Abschluss und lässt so das Verstauen des Abschussbocks ebenso einfach zu wie das Verstauens des Schnäppchens aus dem Baumarkt. Die Stadt ist weniger das Zuhause des zugkräftigen Japaners. Bei einem Wendekreis von 11,8 Metern gerät er schnell in Unterlegenheit wenn die kleinen Cityflitzer sich mit ihm um die Parkplätze streiten. Auch wenn die Werksangabe von 6,1 Liter Diesel für hundert Kilometer ausgewiesen ist, sollten vorsichtshalber etwas mehr einkalkuliert werden.

(so)

 

Subaru Outback 2.0 D Sport – Hubraum: 1.998 ccm – Zylinder: 4 Boxer – Leistung kW/PS: 110/150 bei U/min.: 3.600 – Max. Drehmoment: 350 Nm/1.600 – Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 9,9 Sek. – Leergewicht: 1.689 kg – Zul. Gesamtgewicht: 2.180 kg – Zul. Anhängelast gebr.: 1.800 kg – Verbrauch (WA): 6,1 l/100 km – CVT-Getriebe – Tankvolumen: 60 Liter – Kraftstoffart: Diesel – CO2-Ausstoß: 159 g/km – Euro 5 - Effizienzklasse C – Grundpreis: 42.900 Euro

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