Foto: Privat

Start mit der „Kinder-Kochkiste“

4. Januar 2015

Aktivitäten der Stiftung „Kinder seid Kinder“ in vier Projektbereichen zusammengefasst.

Ein halbes Jahr intensiver Arbeit lag hinter Annette und Axel Fitzen, als ihnen Mitte November die offizielle Stiftungsurkunde überreicht wurde. Bei den Überlegungen für ihr Testament war bei dem Soltauer Ehepaar die Idee, etwas Nachhaltiges aufzubauen, entstanden und nach einigen Gesprächen wurde daraus das Konzept für die Stiftung „Kinder seid Kinder“ entwickelt. „Mein Mann und ich sind Bauchmenschen, haben dabei riesiges Glück gehabt, was daraus alles geworden ist.

Trotz Hoch und Tiefs geht es uns so gut wie nie und dies wollen wir weitergeben“, sagt Annette Fitzen. Mit der Stiftung sollen schwerpunktmäßig im Heidekreis kranken oder anders beeinträchtigten Kindern, deren Geschwistern, aber auch dem Nachwuchs von Asylbewerbern „schöne, fröhliche und unvergessliche Glücksmomente“ geschenkt werden, in denen „die Kinder Kinder sein können“. Gestartet wird mit für eine Stiftung recht bescheidenen finanziellen Mitteln. Aus den Erträgen des Stiftungskapital von 50.000 Euro sollen die Projekte in die Tat umgesetzt werden.

Die Arbeit basiert vorrangig auf persönlichem Engagement und ehrenamtlicher Mitarbeit. „Wir hoffen, dass sich Betriebe einbringen und uns Menschen mit ihrer Fachkenntnis unterstützen“, so Annette Fitzen. Das erste Projekt der Stiftung, die mit dem Direktor der Soltauer Pestalozzischule, Robert Bruns, einen pädagogischen Begleiter an ihrer Seite hat, setzt die Gründerin selbst um. Als passionierte Köchin, die schon zusammen mit den Kinder aus Tschernobyl gekocht hat, startet sie Anfang des neuen Jahres mit der „Kinder-Kochkiste“, die regelmäßig im Soltauer Mütterzentrum stattfinden wird. Dabei kochen die Kinder, lernen zu genießen, haben aber auch die Möglichkeit, „über ihre Belange zu reden, bekommen ein Stück Geborgenheit“.

Auch für die „Kinder-Kreativkiste“ sind die ersten „kleinen Glücksprojekte“ organisiert. So wird es Chorübungsstunden als Fördermaßnahme für sprachgestörte Kinder oder auch Schreibseminare für den Nachwuchs geben. Außerdem bietet Malerin Soraya Heuer Malkurse an. Fleißig geplant wird auch für den dritten Bereich „Kinder in Bewegung“. Dabei stehen körperliche Aktivitäten und Sport im Mittelpunkt. Beim therapeutischen Reiten, Kinder-Yoga oder Bogenschießen sollen Kinder „Glücksmomente“ erleben. Kleine oder große Überraschungen verstecken sich hinter dem „Kinder-Lachen“.

Dazu kann unter anderem der Besuch eines Clowns im Krankenhaus gehören. Der Stiftungsvorstand sucht für seine Projekte Kooperationspartner, in dessen Struktur die Aktionen organisiert werden können. Vorstellbar ist aber auch die finanzielle Unterstützung von „Gruppen-, aber keinen Einzelaktionen“, wie Annette Fitzen betont. Die Entscheidungen trifft das dreiköpfige Vorstandsteam mit Annette und Axel Fitzen sowie Alexandra Schau. „Wir sind alle unterschiedlich gestrickt“, ist sich die Stiftungsgründerin sicher, dass vielen Kindern in unterschiedlichen Bereichen „unvergessliche Glücksmomente“ geschenkt werden können.

Informationen über die Stiftung gibt es per E-Mail an info@kinderseidkinder.de oder im Internet auf www.kinderseidkinder.de.

(rie)

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