Sollte der Reformationstag als freier Feiertag eingeführt werden?

5. November 2017

Niedersächsische Politik denkt über weiteren freien Tag nach

Ach, wie war das schön am vergangenen Dienstag, einfach mal ein freier Tag zwischendurch. Martin Luther sei Dank! Er schuf vor genau 500 Jahren den Grundstein für die Reformation und schlug seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Erstmalig wurde dank des Jubiläums der Reformationstag ein bundesweiter Feiertag. Nun gibt es in einigen Bundesländern Bestrebungen, den Tag als regelmäßigen Feiertag einzuführen – vor allem in Niedersachsen. Doch die Idee stößt nicht überall auf Gegenliebe. Starker Gegenwind kommt aus der Wirtschaft.

Ein weiterer Feiertag würde dem Land eine Milliarde Euro an Wirtschaftsleistung kosten, warnte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller. Der Verband Niedersachsenmetall mahnte, es gebe wichtigere Probleme im Land, etwa den demografischen Wandel oder den Fachkräftemangel. Allein der niedersächsische Metall- und Elektroindustrie würde ein neuer Feiertag rund 80 Millionen Euro kosten.

Zuvor hatten sowohl Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) als auch CDU-Landeschef Bernd Althusmann klargemacht, dass sie für einen zusätzlichen Feiertag offen sind. Weil schrieb auf Facebook, das Reformationsjahr als Brückenschlag zu anderen Religionen habe ihn überzeugt: „In diesem Sinne kann ich mir den Reformationstag gut als einen Tag des Dialoges zwischen den Religionen vorstellen. Und das wäre auch ein guter Grund für einen Feiertag.“ Althusmann will den neuen Feiertag zum Thema bei den Sondierungsgesprächen mit der SPD machen.

Ich habe den Montag zusätzlich als Brückentag genutzt. Es war aber Pflicht vom Arbeitgeber her. Es war ein richtig schönes langes Wochenende, dass wir zum Relaxen genutzt haben. Bei dem Wetter war nicht viel anderes möglich. Ich würde mich freuen, wenn der Reformationstag als Feiertag eingeführt würde. Wir sind eh benachteiligt im Verhältnis zu anderen Bundesländern. Es sollte ein ruhiger Feiertag ohne weiteren Veranstaltungen bleiben – Ralf Nickelmann aus Walsrode 

Ich wäre schon dafür, dass der Reformationstag als freier Feiertag eingeführt wird. Wir haben in Niedersachsen neun, die Bayern haben 13 Feiertage. Es wäre wichtig, dass das etwas ausgeglichen wird. Wir sind ein Volk, alle Christen, warum haben dann nicht alle Bundesländer gleich viele Feiertage? Ich habe den Feiertag genutzt und mir die Reden, später die Chöre zum Feiertag im Fernsehen angesehen. Es sollte kein Halloweenfest daraus gemacht werden, sondern ein ruhiger Feiertag bleiben – Else Hanisch aus Bomlitz

Ich habe immer Reformationstag, ich bin Rentner. Wenn ich noch berufstätig wäre, wäre es schön, wenn man diesen freien Tag hätte. Im Gegensatz zu den Bayern, könnten wir noch gut einen freien Tag gebrauchen. Ich hätte auch den Montag als Brückentag genutzt. Aber es kommt immer auf den Arbeitgeber an. Der Reformationstag sollte ein ruhiger besinnlicher Feiertag bleiben. Wir haben den Tag faul auf dem Sofa verbracht. Er bot sich dieses Jahr als langes Wochenende und für Ausflüge an – Knut Engelke aus Groß Häuslingen

Natürlich würde man sich freuen, wenn der Tag als Feiertag eingeführt würde, sodass man einen freien Tag mehr zur Verfügung hätte. Ich hatte die ganze Woche frei. Es lag in diesem Jahr günstig. Wir sind kirchlich nicht so eingestellt, aber haben den ruhigen Tag genutzt und sind mit dem Hund spazieren gegangen. Der Reformationstag sollte ein ruhiger Feiertag ohne „Tamtam“ sein. Wir Niedersachsen haben nur neun, andere Bundesländer haben 13 und 14 Feiertage. Da wäre es gerecht, wenn der Tag auch frei wäre – Anette Sawade aus Kirchboitzen

Ich kann mir den Reformationstag generell als freien Tag vorstellen. Wir sind hier nun mal in einem evangelischen Landstrich und haben im Gegensatz zu anderen Bundesländern weniger Feiertage. Selbst in Augsburg wurde ein extra Feiertag eingeführt. Die sind uns immer voraus. Ich hatte den Montag als Brückentag auch frei. Das passte prima mit meinem Urlaub. Wir kamen aus dem Urlaub und die Autobahn war nicht gerade frei. So hatten wir den nächsten Tag relaxen können – Martin Fischer-von Frielingen aus Bomlitz

Von mir aus gerne! Die Bayern haben viel mehr frei als wir hier. Wenn ich kein Rentner wäre, dann würde ich mich auch über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Es war ein ruhiger, schöner Tag. Wir sind mit Freunden und dem Hund viel spazieren gegangen. Es war herrlich. Ich habe den Alltag und den Rummel nicht vermisst. Der „Rummel“ kann am Wochenende wieder kommen. Als Rentner braucht man das nicht so – Irene Weissenfeld aus Walsrode

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