Sind Sie auch schon E-Book-Fan?

12. September 2021

Die Nachfrage nach E-Books ist in Deutschland auch im ersten Halbjahr, im Shutdown 2021 im Zuge der Corona-Pandemie, gestiegen.

Der Umsatz von E-Books nahm von Januar bis Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent zu. Der Absatz kletterte um 8,3 Prozent von 18,8 auf 20,3 Millionen Exemplare, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit.

In den vergangenen Jahren hatten E-Books nur zögerlich Marktanteile gewonnen. Zugleich traf auf elektronische Bücher das zu, was auch für Originalbücher galt – der Kreis der Leser in Deutschland stagnierte oder nahm ab, die Konkurrenz der Sozialen Medien und anderer Freizeitaktivitäten setzte dem Literaturmarkt zu. Dazu kam der Konflikt mit den Bibliotheken. „Ob das E-Book generell ein Wachstumsmarkt bleibt, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die E-Book-Leihe in Bibliotheken und die Bedingungen für die Verlage und Autoren dabei entwickeln“, sagte Börsenvereins-Geschäftsführer Alexander Skipis.
Im Vorjahr war die Wachstumsrate der Ausleiher in Bibliotheken sechsmal so hoch wie bei den Käufern. Verlage und Handel sprechen von einer „Kannibalisierung des Buchmarkts“. Viele Onleihe-Nutzer kauften weniger oder gar keine Bücher mehr, seitdem sie E-Books ausleihen. Die Bibliotheken verteidigen sich: Der digitale Zugang sei gerade in Zeiten von Corona oft die einzige Möglichkeit gewesen, an Bücher und Medien heranzukommen.
Das E-Book-Leihsystem „Onleihe“ sieht einige Nutzungsbegrenzungen vor: Nach Ablauf der Leihfrist wird die Datei unbrauchbar gemacht, erst danach kann der nächste Nutzer das E-Book ausleihen. Außerdem können Bibliotheksbenutzer nur die E-Book-Titel ausleihen, für die es Verträge mit den Verlagen gibt. Der Börsenverein befürchtet, dass der Bundestag diese Urheberrechts-Regelungen weiter liberalisieren könnte.

Ich selbst komme durch die Kinder zurzeit nicht zum Lesen. Abends ist der Haushalt dran. Ich lese den Kindern immer vor dem Schafengehen oder bei Regen und schlechtem Wetter vor. Das ist mir wichtig. Die Bücher kaufe ich hier vor Ort. Das ist mir lieber, als sie auszuleihen, da die Kinder sie auch oft in die Hände nehmen. Da darf dann auch mal etwas passieren. Ich bin überhaupt kein Freund von Internet oder E-Book, besonders, wenn es um Kinderbücher geht. Wir haben noch viele Bücher von meiner elfjährigen Tochter, die wir immer noch für die Kleinen nutzen und auch weitergeben. Mit E-Book ist das nicht möglich. Doch es kommt ja ständig etwas Neues – Denise Reitz mit Mika aus Walsrode

Wir bieten in unserer Bibliothek auch „Onleihe“ an. Damit kann man mit einem Bibliotheksausweis eine gewisse Zeit lang alles an E-Medien, außer Spiele, aber auch Printmedien und eben Bücher ausleihen. Die Nachfrage der Buchausleihe ist bei uns sogar nach der Einführung der „Onleihe“ noch gestiegen, weil die Bibliothek attraktiver geworden ist. Wir leihen mehr aus als sonst. Wir haben auch Leser, die nur „Onleihe“ nutzen. Aber viele nutzen beides, wie zum Beispiel Reiseführer, die wir sonst nicht als Buch ausleihen. Ich persönlich lese auch beides. Zum Beispiel ist das Online-Angebot an Zeitschriften größer, als das hier vor Ort in der Bibliothek – Sabine Axt aus Altenboitzen

Ich lese fast hauptsächlich nur Bücher, höchstens mal auf Reisen ein E-Book. Man kann sich online aus der Stadtbibliothek immer etwas ausleihen und hat nicht so viele Bücher im Gepäck. Ich nutze „Onleihe“ gerne, um einfach mal reinzulesen. Da muss ich nicht gleich das Buch kaufen. Ich lese gerne querbeet, aber das Buch muss mir schon etwas geben, es soll nicht nur der Unterhaltung und dem Zeitvertreib dienen. Ich lese im Monat berufsbedingt und privat rund zwölf Bücher und kann entsprechende Lektüren empfehlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mal keine Bücher geben wird. Der Büchermarkt hat sich stabilisiert und läuft parallel zu E-Books. Besonders im Bereich der Kinderbücher ist es wichtig, dass beim Kind alle Sinne angeregt werden – Nora Konerow aus Visselhövede

Ich habe seit vier Jahren E-Book, nicht, weil ich das Buch nicht liebe, sondern ich lese sehr gerne Fantasy-Bücher. Aber da ist oft die Schrift sehr klein, und die Bücher sind sehr dick. Beim Kindle habe ich eine Hintergrundbeleuchtung und kann im Bett lesen, ohne Licht anzumachen, und es ist leichter als ein Buch. Wenn ich ein Buch durchgelesen habe, kann ich mir ein neues runterladen und muss nicht ins Geschäft. Ich erhalte automatisch neue Buchvorschläge, kann die Rezession lesen und erhalte oft schon mal ein älteres Buch für einen Euro. Mein Mann liest traditionell Bücher, die er sich dann in den Schrank stellt. E-Books sind platz- und ressourcensparender. Ich glaube aber nicht, dass das Buch mal ausstirbt, doch ich möchte mein Kindle nicht mehr missen – Ariane Behrens aus Benefeld

Generell bekommen wir hier in der Buchhandlung nicht mit, wenn jemand ein E-Book kauft. Es sei denn, er kauft es über unsere Homepage. Man kann aber auch hier bei uns direkt E-Books bestellen. Ein bestimmter Kundenstamm tut das auch, aber es ist nicht der absolute Renner. Die Kunden, die zu uns kommen, kaufen noch „old school“. Ich persönlich mag auch lieber gedruckte Bücher. Das Problem ist, dass wir gewisse Leseexemplare oft nur noch in E-Form erhalten. Dann lese ich mich rein, kann das Buch beurteilen und bestelle es, wenn es mir gefällt. Bildbände kommen zum Beispiel auch einfach besser rüber, als auf dem Bildschirm. Von daher wird es das Buch immer geben – Katrin Porath aus Benzen

Wir lesen sehr viel, aber vorwiegend gebundene Bücher, keine Taschenbücher. Wir lesen gerne Kriminalromane oder geschichtsträchtige Bücher, wie von Ken Follet. E-Book reizt uns überhaupt nicht. Sicherlich, es hat Vorteile, wenn man in den Urlaub fährt, da braucht man keine dicken Romane mitschleppen, aber ansonsten lieben wir das Buch. Wir haben über 500 Bücher zu Hause und können keine verschenken oder weitergeben. Persönlich glauben wir nicht, dass das gute alte Buch mal ausgedient hat. Im Monat schaffen wir ein bis zwei Bücher, es kommt aber darauf an, wie dick das Buch ist. Wir haben noch andere Hobbys, einen großen Garten, einen Hund und Enkelkinder – Hella und Heinrich Sürig aus Ebstorf

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