Der Seat Leos steht ab Januar aufgewertet bei den Händlern Foto: Seat

Seat Leon – Neues Outfit nach Kosmetikeingriff

27. November 2016

Barcelona. Als die Provinzhauptstadt Leon im Jahre 1999 einem Fahrzeug den Namen geben durfte, war der Erfolg des Modells der unteren Mittelklasse noch nicht abzusehen. Mittlerweile dürfe die Bezeichnung aber eher für das Fahrzeug bekannt sein, als für die Stadt mit knapp 130.000 Einwohnern in Nordspanien.

Allerdings dürfe Weinkennern auch die Lage excellenter Rotweine aus der Region keine unbekannte Größe sein. Nachdem auch die dritte Auflage des von Seat gebauten Leon die Erfolgsgeschichte nahtlos weitergeschrieben hat, sei dem Fahrzeug ein Facelift wie auch eine technische Aufwertung gegönnt. Der Leon ist bei 354.000 Fahrzeugen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die spanische Automobilindustrie geworden. Im Januar sollen die Händler dann das neue Fahrzeug bekommen, dass nicht so stark verändert wurde, dass es nicht wiederzuerkennen ist. Genau das Gegenteil ist eher der Fall.

Leichte Korrekturen am Kühlergrill und an den Stoßfängern demonstrieren den neuen Look des Seat Leon. Wer die Sicherheit in dem temperamentvollen Fahrzeug verändert wissen wollte, kommt nochmals auf seine Kosten, denn eine Reihe von Assistenzsystemen sind im neuen Leon verbaut, die es zuvor bei der VW-Tochter noch nicht gegeben hat. „Wir haben alle Motoren verbaut, die keinerlei Probleme bei der Zulassung durch Abgasungenauigkeiten nach sich ziehen“, beteuern die Techniker von Seat und können sich dabei auf die Antriebstechnologie aus dem Konzern stützen, die mittlerweile überarbeitet wurde. Die Palette der Motoren reicht derzeit vom 3-Zylinder-Motor, der durch seinen Turbolader jedes Leistungsdefizit wettmachen kann, das ihm ein 4-Zylinder voraushaben könnte. Aber der Verbrauch ist natürlich durch die Effizienz deutlich geringer.

Wer 180 PS und teilweise darüber haben möchte, kann das natürlich auch für seinen Leon haben. Dann sind die Leistungen aber schon recht sportlich. Toppen lässt sich die Motorenriege dann nur noch durch den Cupra, der über 300 PS verfügen soll, aber erst im kommenden Jahr erwartet wird. Die ersten Testkilometer mit den unterschiedlichen Seat-Modellen, bei denen die Kombivarianten wie schon in der Vergangenheit, den Löwenanteil der Zulassungszahlen einfahren werden, verliefen wie erwartet. Durch das neue Modell muss die Automobilgeschichte nicht umgeschrieben werden. Es ist aber so, dass sich das Fahrzeug durch Aufwertungen wie Lane-Assist, Verkehrszeichen-Erkennung und den großen Bildschirm mit neuer integrierter Entertainment-Technik sehr viel komfortabler fahren lässt.

Wer dann noch das DSG-Getriebe geordert hat, kann ohne Leistungsverlust und bei höchster Fahrfreude Berge und Kurven hinter sich lassen. Der Seat Leon ist in erster Linie in seiner Anmutung verbessert worden und dürfte ab Januar 2017, wenn er bei den Händlern anzutreffen ist, die sportlich ambitionierten Autofahrer ansprechen, die auch gern etwas Gepäckraum zur Verfügung haben. Die allgemeine Aufbruchstimmung hin zur Elektrifizierung hat Seat für sich noch nicht entdeckt. „2019 werden wir dort eine Lösung anbieten“, ist die Antwort auf die Fragen nach dem Warum und in welcher Form. Genaue Angaben werden zu dem Thema noch nicht gemacht. Vielleicht muss auch Mama VW noch erst die Hausaufgaben erledigen, die von anderen Konzernen schon gemacht wurden.

Kurt Sohnemann

 

Daten: Seat Leon 1,0 TSI – Hubraum: 999 ccm – Zylinder: 3 Reihe Turbo – Leistung kW/PS: 85/115 bei U/min.: 5.000 – Max. Drehmoment: 200 Nm/2.000 – Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 9,6 sek. – Leergewicht: 1.202 kg – Zul. Gesamtgewicht: 1.720 kg –Anhängelast gebr.: 1.000 kg – Verbrauch (WA): 4,4 l/100 km – Gepäckraum: 380 l – Tankvolumen: 50 l – Kraftstoffart: Super – CO2-Ausstoß: 102 g/km (WA) – Euro 6 – Effizienzklasse A – Grundpreis: 14.990 Euro

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