Foto: Seat

Seat Alhambra

27. Juli 2015

Aus der Maske ins neue Modelljahr.

„Er ist an den neuen LED-Heckleuchten, den neuen Markenzeichen an der Front, dem Heck und dem Lenkrad und den neuen Felgen sofort zu erkennen“, markiert Bernhard Bauer die wesentlichen Unterschiede des Seat Alhambra des neuen Jahrgangs gegenüber seinem Vorgänger. Die nennenswerten Fortschritte in der Welt des Komforts und der Technik hat der geräumige Spanier eher unter dem Blechkleid erhalten, das sich mit bis zu 2.430 Litern Gepäck füllen lässt. Die wichtigste Rolle dürften dabei die fünf unterschiedlichen Motoren spielen, die Seat dem Großraumfahrzeug verabreicht. Alle sind so konzipiert, dass sie die strenge Euro 6-Emissionsnorm erfüllen.

Dabei reicht die Palette von 150 und 220 PS aus 1,4-Litern und 2-Litern Hubraum, die mit Benzin befeuert werden und den Selbstzündern, die mit 115, 150 und 184 PS dabei sind. Da es in der Natur der Sache liegt, ein großräumiges Fahrzeug haben zu wollen, wenn damit auch relativ viele Kilometer abgespult werden, dürften die drei Diesel unter der Haube die größten Zukunftschancen im Alhambra der neuen Zeitrechnung haben. Dass der Seat Alhambra keine wesentlichen Unterschiede zum Bruder Sharan aus dem Mutterkonzern aufweist, dürfte nicht überraschen.

Die gute Verarbeitung ist ebenso merklich wie die Aufnahmebereitschaft innovativer Assistenzsysteme und der mittlerweile unabdingbar scheinenden Möglichkeit, das Auto mit allen Kommunikationssystemen vernetzen zu können. Der Alhambra unterscheidet sich lediglich vom Vorreiter aus Wolfsburg in der Preisgestaltung, die sich durch Vergleiche ergibt. Der Vorteil liegt in den meisten Fällen bei etwa 1.000 Euro, wobei die Konzerne das gegeneinander Aufrechnen durch unterschiedliche Ausstattungen erschweren.

Seat hat dem Alhambra drei Ausstattungslinien zugedacht, die sich von der Einstiegs-Komponente Reference über Style bis Style Plus erstrecken. Im günstigsten Falle bekommt der Autofahrer den Alhambra mit 150 PS Benzinmotor für 29.965 Euro in seine Garage. Die Top-Version mit 184 PS Dieselantrieb und DSG-Kraftübertragung lässt sich der Konzern mit 40.640 Euro bezahlen. Wer möchte, lässt sich den Alhambra mit 7 Sitzen vor die Tür stellen, wer auf die dritte Sitzbank verzichten kann, belässt es bei 5 Plätzen und einem großzügigen Gepäckraum.

Da der Alhambra schon zum Start in die neue Saison mit zwei Sonderpaketen (Crono und Crono Plus) angeboten wird, sind ab sofort Preisvorteile von 2.500 und 2.700 Euro für den Kunden eingepreist. Offensichtlich will der Konzern seine selbsterrechnete Vormachtstellung in diesem Segment des Marktes weiter unterstreichen. „Wir haben gemeinsam mit dem Sharan einen Marktanteil von 80 Prozent“, strahlt Bernhard Bauer, der seit vielen Jahren erstmals wieder auf ein Quartal mit schwarzen Zahlen hinweisen kann. 20 Prozent misst er dem Alhambra zu. Das familienfreundliche Automobil lässt sich allerdings auch sehr komfortabel fahren, auch ohne den Massagesitz, der mit der neuen Generation für den Fahrer angeboten wird.

Die gute Übersicht und das komfortable Ein- und Aussteigen der Fondpassagiere durch die beiden Schiebetüren, die auf Wunsch elektrisch betätigt werden, erleichtern den Alltagsbetrieb, so dass der recht große Wendekreis schnell in Vergessenheit gerät. Das 5,3-prozentige Wachstum, das Seat in Deutschland zu verzeichnen hat, dürfte durch den neuen Alhambra nochmals gefestigt oder ausgebaut werden. Obwohl das Segment des Vans eher schrumpft, werden nach Aussage der Seat-Verantwortlichen zusätzliche Käuferschichten motiviert. Grund zum Optimismus bietet überwiegend die hohe Qualität des Spaniers mit deutscher Technik.

Kurt Sohnemann

 

Daten: Seat Alhambra 1.4 TSI 110 kW/150 PS mit und ohne DSG – 2.0 TSI 162 kW/220 PS mit DSG – Dieselmotoren: 2.0 TDI 85 kW/115 PS – 2.0 TDI 110 kW/150 PS / auch mit 4 Drive 2.0 TDI 135 kW/184 PS mit und ohne DSG –  Emissionsstandard: EU 6 – Höchstgeschwindigkeit 184 – 226 km/h – Sitzplätze: 5 oder 7 – Gepäckraumkapazität: 300 – 2.430 Liter – Verbrauch (WA): 5,0 l/100 km bis 7.3 l/100 km – Tankvolumen: 70 Liter – Einstiegspreis: 29.965 Euro



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